Vbot SuperDog: Roboter-Hund für Outdoor-Abenteuer
08.01.2026 - 07:45:12Vbots SuperDog will als erster autonomer Roboter-Hund den Weg aus dem Wohnzimmer in die Natur finden. Auf der CES 2026 in Las Vegas präsentierte das Start-up einen vierbeinigen Begleiter, der schwere Lasten ziehen und seinem Besitzer selbstständig über Stock und Stein folgen soll.
Ein physischer Agent für die freie Natur
Anders als viele Vorgänger, die oft ferngesteuert wurden oder nur im Haus agieren konnten, setzt der SuperDog auf volle Autonomie. Ein proprietäres „embodied AI“-System ermöglicht es dem Roboter, seine Umgebung zu erfassen, seinen Besitzer zu verfolgen und eigenständig durch Menschenmengen zu navigieren. Die Botschaft ist klar: Dies ist kein Spielzeug, sondern ein funktionales Hilfsgerät.
Die technischen Spezifikationen unterstreichen diesen Anspruch. Angetrieben von hauseigenen Hochleistungsmotoren kann der SuperDog bis zu 100 Kilogramm ziehen und zwölf Kilogramm direkt tragen. Auf dem Messestand zog eine Einheit problemlos einen voll beladenen Campingwagen durch die Halle – ganz ohne menschliches Zutun.
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Lange Akkulaufzeit und sichere Interaktion
Ein entscheidender Faktor für den Outdoor-Einsatz ist die Energieversorgung. Vbot gibt an, dass der integrierte 594-Wh-Akku etwa fünf Stunden aktiven Betrieb ermöglicht. Das soll für 95 Prozent typischer Tagesausflüge wie Wanderungen reichen und die weit verbreitete „Battery Anxiety“ bei Verbraucherrobotern adressieren.
Ein zentrales Versprechen ist Sicherheit. Unter dem Motto „Made To Be Near“ wurde der Roboter mit abgerundeten Formen und einem kneifgeschützten Gelenkdesign entwickelt. Spezielle Algorithmen, inspiriert von klassischen Animationsprinzipien, sollen seine Bewegungen für Menschen und Haustiere vorhersehbar machen. Die Sensorik, darunter LiDAR und ein Vier-Mikrofon-Array, verarbeitet Daten lokal – eine Cloud-Verbindung ist für die Navigation nicht nötig.
Premium-Preis und modulare Strategie
Die globale Version des SuperDog soll im zweiten Quartal 2026 für etwa 4.000 Euro auf den Markt kommen. Damit positioniert sich Vbot zwischen hochpreisigen Industrierobotern wie Boston Dynamics‘ Spot und einfacheren Bildungs- oder Spielzeugmodellen.
Die Plattform ist modular aufgebaut. Über eine „Allzweck-Erweiterungsrückplatte“ lassen sich verschiedene Zubehörteile wie Transportkörbe, Roboterarme oder Kameras anbringen. Diese Flexibilität soll den Roboter für unterschiedlichste Nutzer attraktiv machen: vom Einkaufshilfe für Senioren bis zum autonomen Kameraträger für Content-Creator.
Marktnische und Branchentrends
Mit dem SuperDog besetzt Vbot eine klare Nische: den Outdoor-Begleiter. Während sich viele Wettbewerber auf soziale Interaktion im Haus oder Überwachung konzentrieren, zielt das Start-up auf den aktiven Lifestyle-Markt. Die Schwerlastfähigkeit und Geländegängigkeit definieren eine neue Unterkategorie: den „logistischen Begleiter“.
Die Präsentation fällt in eine Phase des Umbruchs. Auf der CES 2026 versuchen mehrere Hersteller, die Lücke zwischen kuriosem Gadget und nützlichem Haushaltshelfer zu schließen. Der SuperDog spiegelt dabei die Reifung des „embodied AI“-Sektors wider, bei dem Künstliche Intelligenz direkt in physische Hardware integriert wird.
Die Bewährungsprobe steht noch aus
Die eigentliche Herausforderung beginnt nach dem Messehallenteppich. Der Erfolg des SuperDog wird davon abhängen, wie zuverlässig seine autonome Navigation auf unwegsamen Pfaden, in überfüllten Parks oder bei Regen funktioniert. Vbot hat bereits Software-Updates angekündigt, die neue Verhaltensweisen freischalten sollen.
Sollte sich die Hardware im Dauereinsatz bewähren, könnte der SuperDog den Weg für eine Zukunft ebnen, in der Roboter-Assistenten auf Wanderwegen genauso alltäglich sind wie in Fabrikhallen. Die Beziehung zwischen Mensch und autonomer Maschine stünde dann vor einer neuen Definition.
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