VBG-Prämienverfahren 2026: Mehr Geld für Sicherheit und Psyche im Homeoffice
01.01.2026 - 12:45:12Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) startet mit einem erweiterten Prämienverfahren ins neue Jahr. Ab sofort können auch Kultur- und Sozialeinrichtungen Zuschüsse für Arbeitsschutz beantragen – und die psychische Belastung im Homeoffice rückt in den Fokus.
Finanzielle Anreize für mehr Sicherheit
Seit dem 1. Januar 2026 gilt das aktualisierte Prämienverfahren der VBG. Die Neuerung: Erstmals können Betriebe aus dem sozialen, kulturellen und Freizeitbereich Fördermittel beantragen. Sie erhalten bis zu 40 Prozent ihrer Investitionskosten zurück, wenn sie in Maßnahmen investieren, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen.
Der aktuelle Prämienkatalog 2026 listet förderfähige Investitionen auf. Besonders im Blick sind dabei ergonomische Ausstattung und Gesundheitsmanagementsysteme, die sowohl im Betrieb als auch im Homeoffice wirken. Das Antragsfenster für das laufende Jahr ist bereits geöffnet.
Arbeitgeber müssen psychische Belastungen im Homeoffice jetzt systematisch erfassen, um rechtssicher zu handeln und Ausfallzeiten zu reduzieren. Kostenloser Download mit praxisnahen Vorlagen und Checklisten zur Gefährdungsbeurteilung unterstützt Sie bei der Umsetzung: Muster für Homeoffice‑Assessments, Überlastungsanzeigen und Maßnahmenpläne — sofort einsatzbereit und von Arbeitsschutz‑Experten konzipiert. Gefährdungsbeurteilungen & Vorlagen kostenlos herunterladen
Psychische Belastung wird Pflicht-Check
Parallel zu den finanziellen Anreizen verschärft die VBG die Vorgaben für die Gefährdungsbeurteilung bei mobiler Arbeit. In einer aktuellen Publikation macht die Berufsgenossenschaft deutlich: Die Bewertung psychischer Belastungen ist im Homeoffice kein Kann, sondern ein Muss.
„Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen“, heißt es in der Veröffentlichung. Diese neuen Stressfaktoren müssten Arbeitgeber systematisch erfassen und bewerten. Die VBG empfiehlt strukturierte Check-ins und Ressourcen zum Stressmanagement als Teil der Fürsorgepflicht.
Neue Seminare für hybride Führung
Unterstützung bieten die neuen Seminare der VBG für 2026. Die Schulungen fokussieren auf „Level Up @ Work“-Initiativen, die Sicherheitsprotokolle in digitale Arbeitsabläufe integrieren. Ein Schwerpunkt liegt auf hybriden Führungsfähigkeiten.
Vorgesetzte sollen lernen, Anzeichen von Burnout und Überlastung auch bei selten persönlich anwesenden Mitarbeitern zu erkennen. Diese „Fern-Diagnose“ wird laut VBG zur Kernkompetenz für Führungskräfte im hybriden Arbeitsumfeld.
Klare Signale für Unternehmen
Die umfassenden Updates markieren das Ende der Experimentierphase mit Homeoffice. „Die VBG setzt bewusst auf den Zuckerbrot-Ansatz“, analysieren Rechtsexperten. Durch Prämien sollen Unternehmen motiviert werden, freiwillig höhere Standards umzusetzen – bevor höhere Versicherungsbeiträge oder Strafen folgen.
Für Kultur- und Sozialeinrichtungen ist die Öffnung des Prämienverfahrens besonders relevant. Museen, Theater und soziale Träger mit oft unregelmäßigen Arbeitszeiten können nun in bessere Sicherheitssysteme investieren.
Was jetzt zu tun ist
Unternehmen sollten umgehend den neuen Prämienkatalog prüfen und ihre Gefährdungsbeurteilungen aktualisieren. Die VBG stellt auf ihren digitalen Portalen und im Magazin „Certo“ detaillierte Checklisten bereit.
Die Botschaft für 2026 ist klar: Arbeitssicherheit bedeutet heute nicht nur Schutzhelme auf Baustellen, sondern auch ergonomische Stühle in Wohnzimmern und die psychische Widerstandsfähigkeit dezentraler Teams.
PS: Ergänzen Sie Ihre VBG‑Seminare mit fertigen GBU‑Checklisten, damit ergonomische Investitionen und psychische Schutzmaßnahmen auch bei Prüfungen Bestand haben. Der Gratis‑Download liefert eine 7‑Punkte‑Fehlerliste, Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen und sofort anwendbare Vorlagen zur Dokumentation von Maßnahmen — ideal für Personaler und Sicherheitsverantwortliche. Jetzt GBU-Downloads sichern


