Validato, Background-Checks

Validato: Background-Checks senken Betrugsrisiken um 70 Prozent

03.02.2026 - 15:15:12

Systematische Bewerberprüfungen reduzieren Betrugsrisiken um bis zu 70 Prozent und werden angesichts von Fachkräftemangel und Remote-Arbeit immer wichtiger.

Angesichts immer raffinierterer Lebenslauffälschungen setzen deutsche Unternehmen verstärkt auf systematische Vorabprüfungen. Das Schweizer Unternehmen Validato betont die strategische Bedeutung solcher Checks im globalen Wettbewerb um Talente.

Die Digitalisierung hat Bewerbungsbetrug vereinfacht – und damit das Risiko teurer Fehleinstellungen erhöht. Als Gegenmaßnahme etablieren sich hierzulande strukturierte Pre-Employment-Screenings, die laut einer aktuellen Validato-Mitteilung Betrugsrisiken um bis zu 70 Prozent reduzieren können. Diese Professionalisierung ersetzt blindes Vertrauen durch datengestützte Verifizierung.

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Die hohen Kosten der Lebenslauffälschung

Eine Fehleinstellung aufgrund gefälschter Unterlagen ist mehr als ein Ärgernis. Sie verursacht massive Kosten. Expertenschätzungen beziffern diese auf 30.000 bis über 100.000 Euro pro Fall. In Extremfällen können sie das Zwei- bis Dreifache des Jahresgehalts erreichen.

Neben direkten Kosten für Rekrutierung und Einarbeitung wiegen die indirekten Folgen oft schwerer: Produktivitätsverluste, Demotivation im Team und Imageschäden belasten Unternehmen langfristig. Systematische Überprüfungen sichern daher Investitionen in neues Personal ab.

Moderne Methoden: KI und Skills-Verifikation

Die Methoden haben sich weit über den klassischen Anruf beim Ex-Arbeitgeber hinausentwickelt. Aktuelle Trends für 2026 zeigen einen technologischen Sprung.

Ein zentraler Ansatz ist die „Skills-First Verification“. Dabei werden nicht nur akademische Grade, sondern konkrete Fähigkeiten und Zertifikate überprüft. Durch Remote-Arbeit gewinnt die digitale Identitätsprüfung massiv an Bedeutung, um Identitätsdiebstahl vorzubeugen. Künstliche Intelligenz beschleunigt die Dokumentenanalyse und stellt gleichzeitig die rechtliche Konformität sicher. Ein umfassender Check kann heute die Verifizierung von Abschlüssen, die Analyse professioneller Online-Profile und – bei Einwilligung – die Prüfung relevanter Register umfassen.

Der enge rechtliche Rahmen in Deutschland

Trotz der Notwendigkeit agieren Unternehmen in einem strengen rechtlichen Korsett aus DSGVO und BDSG. § 26 BDSG erlaubt die Datenverarbeitung nur, wenn sie für die Einstellungsentscheidung „erforderlich“ ist.

In der Praxis bedeutet das: Öffentliche Profile auf Karrierenetzwerken wie LinkedIn dürfen eingesehen werden. Private Social-Media-Kanäle sind tabu. Für tiefergehende Checks, wie die Kontaktaufnahme mit früheren Arbeitgebern, ist die ausdrückliche Einwilligung des Bewerbers Pflicht. Ein polizeiliches Führungszeugnis ist nur für gesetzlich definierte, sicherheitsrelevante Positionen zulässig.

Fachkräftemangel befeuert den Trend

Zwei gegenläufige Marktkräfte treiben die Nachfrage nach gründlichen Checks an: der anhaltende Fachkräftemangel und die Zunahme globaler Remote-Modelle.

Der Wettbewerb um Talente zwingt zu schnellen Entscheidungen – was für manche Bewerber den Anreiz erhöht, Qualifikationen zu beschönigen. Gleichzeitig erschwert die ortsunabhängige Arbeit die persönliche Einschätzung. Datenbasierte Verifizierung wird so zum unverzichtbaren Werkzeug, um die Integrität von Kandidaten sicherzustellen.

Ausblick: Vom Einstellungs-Check zum Dauer-Screening

Die Entwicklung geht rasant weiter. Experten erwarten einen Shift vom einmaligen Vorab-Check hin zum „Continuous Screening“. Besonders in regulierten Branchen könnten relevante Kriterien in regelmäßigen, datenschutzkonformen Abständen überprüft werden.

Technologisch werden digitale Brieftaschen (Digital Wallets) an Bedeutung gewinnen. Bewerber könnten damit Qualifikationen kryptografisch gesichert und in Sekundenschnelle teilen. Für Personalabteilungen wird das Screening so zum integralen Bestandteil eines strategischen Risikomanagements.

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