USA bauen Test-Netz für Paketdrohnen massiv aus
18.01.2026 - 03:01:12Die US-Luftfahrtbehörde FAA eröffnet zwei neue Testzentren für Drohnen – der erste Ausbau des nationalen Forschungsnetzes seit fast zehn Jahren. Die Standorte in Oklahoma und Indiana sollen den Weg für flächendeckende Lieferdienste aus der Luft ebnen.
Washington D.C. – Die Zukunft der Paketzustellung aus der Luft nimmt in den USA konkrete Formen an. Die Federal Aviation Administration (FAA) hat vergangene Woche die Einrichtung zweier neuer Testgelände für unbemannte Flugsysteme (UAS) bekannt gegeben. Diese erste Erweiterung der staatlichen Drohnen-Testinfrastruktur seit einem Jahrzehnt markiert einen strategischen Schub für die kommerzielle Luftlogistik.
Die neuen Zentren in Oklahoma und Indiana werden in Partnerschaft mit dem Choctaw Nation Stamm und der Indiana Economic Development Corporation betrieben. Ihr Hauptziel: Die Erprobung von Beyond Visual Line of Sight (BVLOS)-Flügen. Diese Technologie, bei der Drohnen außerhalb der Sichtweite des Piloten operieren, ist der Schlüssel für wirtschaftliche Langstrecken-Lieferkorridore.
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Vom Einzelfall zur Standardlösung
Bisher benötigen Unternehmen für solche Flüge eine spezielle Ausnahmegenehmigung der FAA – ein langwieriges Verfahren, das den Einsatz massiv bremst. Die neuen Teststandorte sollen die Daten liefern, um dieses System grundlegend zu reformieren.
„Diese Zentren sind entscheidend, um Innovation sicher freizusetzen“, betonte Verkehrsminister Sean Duffy. Die gesammelten Erkenntnisse fließen direkt in die geplante neue Regelung „Part 108“ ein, die 2026 in Kraft treten soll. Sie würde BVLOS-Flüge für Drohnen bis zu 600 Kilogramm unter 400 Fuß (ca. 120 Meter) standardisieren.
Für die Industrie wäre dies der größte regulatorische Durchbruch seit der Zulassung kommerzieller Drohnen 2016. „Es geht darum, dass die USA – und nicht China – diese Schlüsseltechnologie anführen“, so Duffy weiter.
Medizin für Reservate und Pakete für alle
Die Standortwahl ist strategisch. Das Gelände der Choctaw Nation ist das erste Testzentrum in einem Indianer-Reservat. Hier könnten lebensrettende Anwendungen wie der Transport medizinischer Güter in abgelegene Gebiete erprobt werden.
Doch die Vision geht weit darüber hinaus. Vom Agrar-Monitoring über Inspektionen von Pipelines bis zur Paketzustellung in Ballungsräumen – die wirtschaftlichen Potenziale sind enorm. Firmen wie Zipline oder Wing (beide Alphabet) führen bereits begrenzte Lieferdienste durch, etwa in der Region Dallas-Fort Worth. Doch sie operieren im engen Korsett der aktuellen Regeln.
„Die Testzentren helfen uns, neue Technologien zu bewerten, um den Frachttransport zu modernisieren“, erklärte FAA-Administrator Bryan Bedford. Es gehe um sichere Kommerzialisierung und hochqualifizierte Arbeitsplätze.
Die unsichtbare Infrastruktur im Fokus
Der Erfolg hängt nicht nur von den Drohnen selbst ab. Entscheidend ist die Kommunikations- und Verkehrsmanagement-Infrastruktur am Boden. Erste Technologien dafür existieren bereits.
So demonstrierte das Unternehmen AURA Network Systems kürzlich im FAA-Auftrag einen zuverlässigen Sprachrelais-Dienst. Dieser ermöglicht es Fernpiloten, so stabil mit der Flugsicherung zu kommunizieren wie Besatzungen in bemannten Flugzeugen. Solche Lösungen sind die Grundlage für einen integrierten Luftraum, den Millionen Drohnenflüge erfordern.
2026 als Wendepunkt für die Branche
Die Industrie blickt gespannt auf das laufende Jahr. Die finale BVLOS-Regelung wird für das erste Quartal 2026 erwartet. Sie soll die lang ersehnte Planungssicherheit für Investoren und Betreiber bringen.
Dann wird die Arbeit an den nun neun nationalen Teststandorten noch wichtiger. Ihre praktischen Daten werden entscheidend sein, um kommerzielle Lieferkorridore tatsächlich zu genehmigen und in Betrieb zu nehmen.
Der Weg führt von isolierten Testmissionen zu wiederholbaren, skalierbaren Programmen für das ganze Land. Mit dem erweiterten Forschungsnetz und dem neuen Regelwerk rückt die Vision von autonomen Paketdrohnen auf dedizierten Luftstraßen deutlich näher. Die Grundsteine, die heute in Oklahoma und Indiana gelegt werden, könnten die Logistik in Amerika nachhaltig verändern.
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