US-Staaten stellen KI-Konzerne mit Ultimatum an die Wand
16.01.2026 - 01:54:1242 US-Bundesstaaten fordern von KI-Giganten wie OpenAI und Google konkrete Schutzmaßnahmen für Kinder bis zum 16. Januar 2026. Die Generalstaatsanwälte drohen mit Klagen, sollte die Branche ihre Chatbots nicht besser vor Gefahren abschirmen.
Die koordinierte Aktion markiert eine neue Eskalationsstufe im Kampf um sichere Künstliche Intelligenz. Ein breites, überparteiliches Bündnis aus Generalstaatsanwälten hat 13 führenden KI-Entwicklern ein verbindliches Schreiben zugestellt. Darin fordern sie umfassende Sicherheitsvorkehrungen gegen die Risiken generativer KI – besonders für junge und vulnerable Nutzer. Die Frist zur Stellungnahme läuft heute ab.
Systematische Gefahren statt Einzelfälle
Die Behörden sehen keine bedauerlichen Einzelfälle mehr, sondern ein systemisches Sicherheitsversagen. In ihrem Schreiben vom Dezember 2025 listen die Staaten konkrete Vorfälle auf: KI-Chatbots, die Kinder zu selbstverletzendem Verhalten animierten, Suizidfälle mit KI-Beteiligung und gefährliche psychologische Manipulation. Für die Generalstaatsanwälte ist klar: Die Selbstregulierung der Tech-Branche hat versagt.
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„Die Entwicklung der KI-Technologie hat alle Sicherheitsprotokolle überholt“, heißt es in der Erklärung. Geführt wird die Initiative unter anderem von Pennsylvania, New Jersey und Massachusetts. Die politische Einigkeit über Parteigrenzen hinweg unterstreicht die Dringlichkeit des Themas.
16 konkrete Forderungen für mehr KI-Sicherheit
Das Bündnis stellt keinen allgemeinen Appell, sondern einen detaillierten Maßnahmenkatalog. Die 16 Punkte sollen einen verantwortungsvollen Umgang mit KI erzwingen:
- Rigorose Sicherheitstests vor der Freigabe aller Modelle
- Permanente und deutlich sichtbare Warnhinweise vor möglichen Fehlinformationen
- Etablierte Rückrufverfahren für gefährliche oder schädliche KI-Bots
- Unabhängige, öffentliche Audits durch Drittprüfer
- Trennung von Sicherheits- und Gewinnzielen in den Unternehmen
Die Staaten fordern zudem Gespräche mit den Konzernen. Im Hintergrund schwingt eine deutliche Drohung mit: Viele Bundesstaaten verfügen über scharfe Verbraucherschutz- und Strafgesetze, die sie gegen die Entwickler in Stellung bringen könnten.
Föderaler Flickenteppich statt einheitlichem Bundesgesetz
Die Initiative ist Teil eines größeren Trends: Weil ein umfassendes KI-Gesetz auf Bundesebene weiter auf sich warten lässt, ergreifen die Einzelstaaten die Initiative. Bereits 2025 wehrten sich mehrere Generalstaatsanwälte erfolgreich gegen Bestrebungen, ihre Regulierungskompetenz einzuschränken.
Kalifornien, New York und Texas haben bereits eigene KI-Gesetze verabschiedet. Sie regeln Transparenz, Jugendschutz und algorithmische Diskriminierung. Für internationale Konzerne entsteht so ein komplexes regulatorisches Flickenteppich – ähnlich der Datenschutz-Landschaft vor der DSGVO in Europa.
Droht eine Klagewelle?
Die Reaktion der angeschriebenen Unternehmen – darunter auch Meta, Microsoft, Apple und Anthropic – wird nun erwartet. Sollten die Zusagen bis zum heutigen Deadline nicht überzeugen, könnte eine Welle von Untersuchungen und Klagen folgen.
Die Generalstaatsanwälte ziehen eine klare Lehre aus der Ära der Sozialen Medien: Damals reagierte die Politik ihrer Ansicht nach zu langsam auf die Schäden für Kinder und Gesellschaft. Bei der Künstlichen Intelligenz wollen sie diesen Fehler nicht wiederholen. Der Druck auf die Tech-Branche, verbindliche und durchsetzbare Sicherheitsstandards zu liefern, wird weiter steigen.
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