US-Regierungsshutdown, Cyberkriminellen

US-Regierungsshutdown öffnet Cyberkriminellen Tür und Tor

01.02.2026 - 19:45:12

Der Teilstillstand der US-Regierung schwächt die IT-Sicherheit und eröffnet Hackern ein Einfallstor für gezielte Phishing-Angriffe auf Behörden und Bürger.

Washington D.C. – Der Teilstillstand der US-Regierung verwandelt sich in ein Einfallstor für Cyberkriminelle. Experten warnen vor einer massiven Welle ausgefeilter Phishing-Angriffe auf Bundesbedienstete, Auftragnehmer und die breite Öffentlichkeit.

Seit Mitternacht am 31. Januar 2026 sind zahlreiche Bundesbehörden unterfinanziert. Die daraus resultierenden Betriebsstörungen und personellen Engpässe schaffen ein perfektes Umfeld für Hacker. Sie nutzen die Verwirrung für gezielte Attacken.

Warum der Shutdown die Cyberabwehr lähmt

Der Stillstand schwächt die Abwehrkräfte des Staates fundamental. Essenzielle IT-Sicherheitsteams sind im Zwangsurlaub oder arbeiten mit Minimalbesetzung. Die Fähigkeit, Bedrohungen proaktiv zu erkennen und zu bekämpfen, ist massiv eingeschränkt.

Diese Lücken nutzen Angreifer sofort aus. Bundesangestellte und Auftragnehmer, die um ihre Gehälter fürchten, sind ein leichtes Ziel für Betrüger. Diese verschicken gefälschte E-Mails und SMS, die oft Behörden oder Banken imitieren.

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Die Nachrichten suggerieren dringende Informationen zu Gehältern, Sonderzahlungen oder Sozialleistungen. Ihr Ziel: Opfer dazu bringen, sensible Daten wie Passwörter oder Sozialversicherungsnummern preiszugeben. In der allgemeinen Verunsicherung fällt die Unterscheidung zwischen echt und gefälscht besonders schwer.

KI macht Betrugsmails fast ununterscheidbar

Die Methoden der Cyberkriminellen haben sich radikal weiterentwickelt. Statt plump formulierter E-Mails setzen sie nun auf Künstliche Intelligenz (AI). Diese erzeugt täuschend echte, personalisierte Phishing-Nachrichten in industriellem Maßstab.

Angreifer bereiten solche Kampagnen oft vor und starten sie unmittelbar nach Shutdown-Beginn. Ein verbreiteter Trick sind gefälschte Login-Seiten für Regierungsportale oder Banken. Auch täuschend echte Fake-Websites mit „.gov“-ähnlichen Domains sind im Umlauf.

Finanzinstitute wie die Navy Federal Credit Union, die viele Staatsbedienstete als Kunden haben, warnen ihre Mitglieder bereits vor den Betrugsversuchen.

Strukturelle Schwäche wird zum Sicherheitsrisiko

Der Shutdown legt ein grundlegendes Problem offen: Die Cybersicherheit der USA hängt von funktionierenden staatlichen Strukturen ab. Die vakante Führungsposition bei der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) verlangsamt Entscheidungsprozesse.

Zwar veröffentlicht CISA weiterhin Warnungen, doch mit reduziertem Personal kann die Behörde keine koordinierte Abwehr gegen shutdown-spezifische Angriffe aufbauen. Erschwerend kommt der Auslaufen wichtiger Gesetze wie des Cybersecurity Information Sharing Act von 2015 hinzu.

Dies behindert den Austausch von Bedrohungsinformationen zwischen Staat und Privatwirtschaft. Die mangelnde Übersicht trifft auf eine Zeit, in der staatliche Hacker und professionelle Cyberbanden ihre Angriffe auf US-Netze und kritische Infrastruktur intensivieren.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Sicherheitsexperten raten zu äußerster Vorsicht. Jede unaufgeforderte Kommunikation bezüglich Finanzen oder Benefits sollte kritisch hinterfragt werden. Wichtige Faustregel: Niemals auf Links in verdächtigen Mails klicken.

Stattdessen sollten sich Betroffene direkt über die offizielle Website oder eine bekannte Telefonnummer der Behörde oder des Unternehmens informieren. E-Mails, die Dringlichkeit suggerieren und sofortiges Handeln fordern, sind ein klassisches Alarmsignal.

Für Organisationen ist der Shutdown eine Mahnung, Notfallpläne zu überprüfen. Diese müssen auch mit reduzierter Belegschaft funktionieren. Klare Kommunikation und Sicherheitsschulungen – auch für Mitarbeiter im Zwangsurlaub – können das Risiko senken.

Die vollständige Wiederaufnahme der Regierungsarbeit ist der entscheidende Schritt, um das Fenster für Cyberkriminelle wieder zu schließen. Bis dahin bleibt die Gefahrenlage hoch.

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