US-Ernährungsrichtlinien setzen auf Fleisch und Fett – und spalten die Fachwelt
19.01.2026 - 04:54:12Die US-Regierung stellt ihre offiziellen Ernährungsempfehlungen auf den Kopf. Eine neue, umgekehrte Ernährungspyramide platziert tierische Proteine und vollfette Milchprodukte an die Spitze. Der radikale Kurswechsel löst heftige Kontroversen aus.
Die „Dietary Guidelines for Americans 2025-2030“ gelten als Fundament für Schulessen und Gesundheitsprogramme. Ihre neue Kernbotschaft: „Eat real food“. Die Richtlinien raten erstmals explizit von hochverarbeiteten Lebensmitteln ab. Stattdessen sollen „echte“, nährstoffdichte Produkte auf den Teller.
Paradigmenwechsel: Mehr Protein, weniger Kohlenhydrate
Besonders kontrovers ist die Neubewertung von Proteinen und Fetten. Die offiziellen Empfehlungen fordern jetzt eine deutlich höhere Proteinzufuhr und heben tierische Quellen wie rotes Fleisch, Geflügel und Eier hervor. Vollfette Milchprodukte werden ebenfalls aufgewertet.
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- Neue Protein-Empfehlung: 1,2 bis 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
- Neue Visualisierung: Eine umgekehrte Pyramide stellt Proteine und Fette ins größte Segment.
- Alte Priorität verbannt: Vollkornprodukte rutschen an die schmale Basis.
Diese Ausrichtung kehrt den jahrzehntealten Trend zu moderaterem Fleischkonsum und fettarmen Milchalternativen um. Doch kann das gesund sein?
Wissenschaft warnt: „Mangelnde Evidenz und Industrienähe“
Die neuen Vorgaben stehen in krassem Widerspruch zum unabhängigen Wissenschaftsgremium (DGAC). Dessen Experten hatten nach mehrjähriger Prüfung eine stärker pflanzenbasierte Ernährung mit weniger rotem Fleisch empfohlen.
Kritiker wie die American Heart Association warnen vor den Folgen. Sie fürchten einen unbeabsichtigten Anstieg beim Konsum von gesättigten Fetten und Natrium – den Haupttreibern für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein zentraler Widerspruch: Die Betonung von rotem Fleisch und Vollfett-Milch macht die ebenfalls in den Richtlinien enthaltene Obergrenze für gesättigte Fette praktisch unerreichbar.
Mehrere Gesundheitsorganisationen äußern den Verdacht, dass Interessen der Fleisch- und Milchindustrie die finalen Empfehlungen übermäßig beeinflusst haben. Die American Society for Nutrition (ASN) kritisiert die mangelnde Transparenz und einen untergrabenen wissenschaftlichen Prozess.
Industrie feiert „längst überfällige Korrektur“
Während die Wissenschaft warnt, jubeln die betroffenen Branchen. Verbände wie das Meat Institute und die National Cattlemen’s Beef Association begrüßen die Neuausrichtung als Bestätigung. Sie hatten die ursprünglichen, restriktiveren Wissenschaftsempfehlungen scharf attackiert.
Befürworter argumentieren, der Fokus auf „echtes Essen“ sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Volkskrankheiten. In den USA gelten mehr als 70 Prozent der Erwachsenen als übergewichtig oder fettleibig. Die klare Absage an Zucker und Ultra-Processed Food findet daher auch bei Kritikern Zustimmung.
Doch bleibt die zentrale Frage: Verwirrt die neue Pyramide die Verbraucher mehr, als sie hilft? Die Debatte über gesunde Ernährung in den USA hat mit dieser Veröffentlichung eine neue, hitzige Stufe erreicht.
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