US-Behörden, Kampagne

US-Behörden starten Kampagne gegen perfide Liebesbetrüger

13.02.2026 - 22:41:50

Romance-Scams verursachen Milliardenschen ? US-Behörden starten eine neue Aufklärungskampagne. Besonders ältere Menschen werden mit ausgeklügelten Methoden wie dem grausamen ?Pig Butchering? um ihr Erspartes gebracht. Die Betrüger nutzen Einsamkeit und schüren falsche Hoffnungen auf Liebe und Reichtum.

Pünktlich zum Valentinstag schlagen US-Bundesbehörden Alarm. Die Staatsanwaltschaft, das FBI und der Heimatschutz haben die Kampagne ?#DatingOrDefrauding? gestartet. Ziel ist es, die Öffentlichkeit vor der wachsenden Flut ausgefeilter Betrugsmaschen zu warnen. Kriminelle nutzen Dating-Apps und soziale Medien gezielt aus, um einsame Menschen emotional zu manipulieren. Die Behörden verzeichnen nicht nur mehr Fälle, sondern auch komplexere Betrugsschemata, die über einfache Geldbitte hinausgehen.

?Pig Butchering?: Grausame Mischung aus Liebe und Krypto-Betrug

Im Fokus der Ermittler steht eine besonders perfide Masche: ?Pig Butchering? (Schweineschlachten). Der zynische Name beschreibt das Vorgehen: Die Opfer werden über Wochen oder Monate mit Zuneigung und Aufmerksamkeit ?gemästet?. Die Täter bauen über gefälschte Online-Profile systematisch Vertrauen auf, oft beginnend als Freundschaft, die in angebliche Romantik mündet.

Ist die emotionale Bindung stark genug, locken sie mit einer vermeintlich lukrativen Kryptowährungs-Investition. Sie geben vor, Insiderwissen zu haben oder selbst so reich geworden zu sein. Die Opfer werden auf gefälschte Handelsplattformen gelotst. Kleine, anfängliche ?Investitionen? scheinen hohe Gewinne abzuwerfen ? ein Trick, um zu immer größeren Summen zu verleiten. Am Ende ist das gesamte Geld weg und der Betrüger verschwunden. Diese Kombination aus Liebe und Finanzen macht die Masche besonders tückisch.

Milliardenschäden: Ältere Generation besonders betroffen

Die finanziellen Verluste sind immens, und die Hauptlast tragen Senioren. Laut dem Internet Crime Complaint Center des FBI verloren Amerikaner ab 60 Jahren allein 2024 über 389 Millionen US-Dollar durch Romance-Scams. Diese Summe ist nur ein Teil eines größeren Problems. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC bezifferte den Gesamtschaden durch Betrug bei über 60-Jährigen 2024 auf 2,4 Milliarden Dollar. Investment- und Romance-Scams trieben diesen Anstieg maßgeblich.

Kriminelle zielen gezielt auf ältere Menschen, die oft über größere Ersparnisse verfügen. In Texas etwa verloren Opfer über 50 im Jahr 2025 rund 20 Millionen Dollar. Die emotionale Verwüstung ist oft ebenso schwerwiegend wie der finanzielle Verlust. Das zerstörte Vertrauen führt zu psychischen Belastungen, und viele schämen sich, die Straftat anzuzeigen. Laut AARP meldeten 55 Prozent der Betroffenen den Betrug nie.

So arbeiten moderne Liebesbetrüger

Die Täter gehen methodisch vor und investieren viel Zeit in den Aufbau einer glaubwürdigen Beziehung. Sie nutzen gestohlene Fotos, erfinden Lebensgeschichten und geben sich oft als im Ausland arbeitend aus ? eine perfekte Ausrede, um ein persönliches Treffen zu vermeiden.

Warnsignale gibt es mehrere: Der Versuch, das Gespräch schnell von der Dating-Plattform auf private Kanäle wie E-Mail oder Messenger zu verlagern. Immer neue Ausreden, warum ein Videoanruf oder Treffen nicht möglich ist. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Deepfakes macht die falschen Identitäten immer überzeugender. Das entscheidende Alarmzeichen bleibt jedoch jede Bitte um Geld ? sei es für eine angebliche Notlage, ein Geschäft oder eine Investition.

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Warum Senioren ins Visier geraten

Kriminelle Netzwerke suchen gezielt nach älteren Erwachsenen, die sie als vertrauensseliger, einsamer oder sozial isoliert einschätzen, etwa nach dem Verlust des Partners. Sie durchforsten Social-Media-Profile, um persönliche Details für eine scheinbare gemeinsame Basis zu nutzen. Dieser ?Grooming?-Prozess manipuliert das menschliche Grundbedürfnis nach Verbundenheit.

Die geringe Anzeigebereitschaft erschwert die Strafverfolgung erheblich. Scham und Peinlichkeit halten Opfer davon ab, Familie oder Behörden einzuweihen. Laut AARP wurde bereits etwa jeder zehnte Erwachsene über 50 online von einem angeblichen Verehrer kontaktiert, der später um Geld bat. Das deutet auf ein riesiges Dunkelfeld hin.

Schutz und Prävention: Nie Geld an Online-Bekanntschaften senden

Die Kernbotschaft der Strafverfolgungsbehörden ist eindeutig: Senden Sie niemals Geld, Kryptowährungen oder Geschenkkarten an eine Person, die Sie nur online kennen.

Experten raten zu gesunder Skepsis: Gehen Sie jede Online-Beziehung langsam an und stellen Sie viele Fragen. Eine Rückwärts-Bildersuche des Profilfotos kann gestohlene Bilder entlarven. Sprechen Sie mit vertrauten Freunden oder Familienmitgliedern über neue Online-Kontakte ? eine Außenperspektive erkennt oft Warnsignale.

Wer glaubt, Opfer eines Romance-Scams geworden zu sein, sollte sofort jeden Kontakt abbrechen und den Vorfall beim FBI IC3 sowie bei der genutzten Plattform melden. Mehr Anzeigen sind entscheidend, um die kriminellen Netzwerke zu zerschlagen und weitere Menschen zu schützen.

@ boerse-global.de

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