Unternehmen erklären der Always-on-Kultur den Kampf
13.01.2026 - 17:51:12Führende europäische Firmen etablieren jetzt feste Regeln für digitale Auszeiten. Sie schalten E-Mail-Server nach Feierabend ab und führen “stille Stunden” ein. Dieser strategische Schwenk soll die Gesundheit der Mitarbeiter schützen – und wird zugleich als ökonomischer Erfolgsfaktor gesehen.
Die Zeit freiwilliger Appelle ist vorbei. Unternehmen setzen zunehmend auf technisch verankerte Maßnahmen:
* Das Abschalten von Kommunikationsservern außerhalb der Kernarbeitszeit.
* Die Einführung “stiller Stunden” für ungestörtes, konzentriertes Arbeiten.
* Verbindliche Antwortfristen, die den Druck zur sofortigen Reaktion nehmen.
Diese Initiativen sind Teil der Bewegung zur Corporate Digital Responsibility (CDR), bei der Firmen freiwillig Verantwortung für ihre digitale Arbeitsumgebung übernehmen. Klare Strukturen sollen die Erwartungshaltung im gesamten Unternehmen neu justieren.
Die Politik zieht nach: Ein Recht auf Abschalten
Parallel zu den Unternehmensinitiativen wächst der politische Druck. Die EU-Kommission arbeitet an einem europaweiten “Recht auf Nichterreichbarkeit”. Vorbilder wie Frankreich und Belgien haben bereits nationale Gesetze.
In Deutschland könnten die laufenden Diskussionen bis Mitte 2026 zu konkreten Gesetzesänderungen führen. Der geplante rechtliche Rahmen soll Arbeitnehmer davor schützen, in ihrer Freizeit ohne Konsequenzen kontaktiert zu werden.
Warum Abschalten wirtschaftlich klug ist
Die Abkehr von der Dauer-Erreichbarkeit folgt einer harten ökonomischen Logik. Studien belegen den direkten Zusammenhang zu:
* Erhöhtem Stress und Burnout-Risiko.
* Sinkender Konzentration und Leistungsfähigkeit.
* Deutlich erhöhten Krankheitsständen.
Unternehmen, die eine Kultur des Abschaltens fördern, investieren damit direkt in ihre langfristige Produktivität. Gleichzeitig positionieren sie sich als attraktivere Arbeitgeber im Kampf um Fachkräfte.
Vom “Digital Detox” zur “Resilience by Design”
Die aktuelle Bewegung markiert einen Paradigmenwechsel. Lag die Verantwortung für die Work-Life-Balance früher beim Einzelnen, erkennen Unternehmen nun ihre strukturelle Verantwortung. Experten sprechen von “Resilience by Design” – der gezielten Gestaltung von Prozessen, die Belastungen von vornherein minimieren.
Dies ist eine Abkehr vom reinen Effizienzdenken hin zu einem nachhaltigeren Modell, das die menschliche Leistungsfähigkeit als wertvollste Ressource schützt.
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Das neue Normal: Geplante Nichterreichbarkeit
In den nächsten ein bis zwei Jahren wird sich dieser Trend weiter beschleunigen. Die erwartete EU-Richtlinie wird nationalen Gesetzgebern Rückenwind geben. Vorreiter-Unternehmen werden ihre Richtlinien weiter ausbauen, um sich zu positionieren.
Die große Herausforderung für global agierende Konzerne wird die Umsetzung über verschiedene Zeitzonen hinweg sein. Langfristig könnte die bewusste Offline-Zeit zur neuen Kernkompetenz für nachhaltigen Erfolg werden.
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