Unitree G1: Humanoid-Roboter trotzt Extremkälte von fast -50 Grad
02.02.2026 - 14:33:12Der chinesische Roboterhersteller Unitree hat einen neuen Meilenstein für menschenähnliche Roboter gesetzt. Sein G1-Modell hat erfolgreich einen Dauertest bei eisigen -47,4 Grad Celsius absolviert und dabei über 130.000 Schritte autonom auf einem Schneefeld zurückgelegt. Diese Demonstration widerlegt eine zentrale Skepsis in der Branche: dass Aktuatoren und Batterien in extremer Kälte versagen.
Rekordtest unter Extrembedingungen
Der Test am 2. Februar 2026 gilt als eine der härtesten Umwelterprobungen eines kommerziellen Humanoiden. Die Fähigkeit, bei solch tiefen Temperaturen Balance und Fortbewegung auf unebenem, schneebedecktem Terrain zu halten, ist entscheidend. Bisher litten Lithium-Ionen-Batterien und elektrische Antriebe unter erheblichem Leistungsabfall im Frost.
Unitrees Erfolg deutet auf fortschrittliche Thermomanagement-Systeme oder kälteresistente Komponenten hin. Experten sehen den G1 damit nicht mehr nur als Indoor-Forschungsplattform, sondern als tauglich für Außeneinsätze in kalten Klimazonen – etwa für Patrouillen, Inspektionen oder Logistik.
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Technische Widerstandsfähigkeit unter der Lupe
Der G1 wird als Massenmarkt-Humanoid zu einem Basispreis von rund 16.000 US-Dollar vermarktet. Der jüngste Test validiert nun seine Robustheit, eine Eigenschaft, die sonst teuren Industrierobotern vorbehalten war. Die größten ingenieurtechnischen Herausforderungen waren:
- Gelenkschmierung: Die Hochdrehmoment-Motoren und Gelenke mussten bei -47°C flüssig und reaktionsschnell bleiben, ohne zu blockieren.
- Batteriechemie: Das Energiesystem musste die hohen Entladeraten für das Gehen im Schnee aufrechterhalten, ohne dass die Spannung rapide abfiel.
- Sensorzuverlässigkeit: LiDAR- und visuelle Tiefensensoren mussten trotz möglicher Vereisung oder Kondensationsprobleme korrekt funktionieren.
Dieser Erfolg erweitert den Einsatzbereich für Humanoide deutlich, die früher auf temperierte Labore beschränkt waren.
Wachsende Marktpräsenz mit über 5.500 Auslieferungen
Der Kältetest folgt auf beeindruckende operative Daten. Unitree gab bekannt, im Jahr 2025 tatsächlich über 5.500 Humanoid-Roboter ausgeliefert zu haben. Die Massenproduktion der Hauptkörper lag sogar bei über 6.500 Einheiten.
Diese Zahlen unterstreichen Unitrees wachsende Dominanz im globalen Markt und den Schritt weg vom Prototypen hin zum kommerziellen Masseneinsatz. Der günstige Preis des G1 hat diese Adoption befeuert, sodass Universitäten, Labore und frühe Industriepartner ganze Robotergruppen statt Einzelexemplare einsetzen können. Diese Skalierung ist entscheidend für weitere Kostensenkungen und standardisierte Zuverlässigkeit.
Neue Einsatzfelder für Outdoor-Roboter
Die bewiesene Kälteresistenz eröffnet völlig neue Anwendungsgebiete für Humanoid-Roboter in bisher für Automatisierung ungeeigneten Sektoren.
Mögliche Einsatzszenarien sind:
- Such- und Rettungseinsätze: Hilfe bei der Bergung in alpinen oder winterlichen Katastrophengebieten mit hohem Risiko für Menschen.
- Infrastrukturinspektion: Überwachung von Pipelines, Stromleitungen und abgelegenen Anlagen in Frostregionen ohne Gefährdung von Arbeitskräften.
- Winterlogistik: Letzte-Meile-Lieferungen bei Schnee und Eis, wo geräderte Roboter an ihre Grenzen stoßen.
Die Fähigkeit, 130.000 Schritte unter diesen Bedingungen zu gehen, impliziert eine Zuverlässigkeit, die über kurze Demo-Videos hinausgeht. Sie weist auf eine Zukunft hin, in der Humanoide über längere Zeiträume kontinuierlich im Einsatz sein können.
Ausblick: Vom Geh-Test zum Überlebens-Test
Branchenbeobachter erwarten, dass Unitree diese Testergebnisse nutzen wird, um 2026 breitere kommerzielle Verträge anzustreben. Die Demonstration von Allwettertauglichkeit dürfte Wettbewerber unter Druck setzen, ähnliche Umwelt-Stresstests durchzuführen. Der Industriestandard verschiebt sich damit von der Frage „Kann er gehen?“ zu „Kann er überleben?“.
Unitree kündigte an, die Entwicklung 2026 auf die autonomen Entscheidungsfähigkeiten des G1 zu fokussieren. Damit soll er noch komplexere, unstrukturierte Umgebungen navigieren können. Während die Hardware nun ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Elemente beweist, wird das Rennen um die vollautonome Software voraussichtlich an Fahrt aufnehmen. Der G1 setzt mit dieser Leistung einen neuen Maßstab für Robustheit und etabliert Humanoide als einsatzbereite Werkzeuge für die reale Welt.
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