Unitree G1: Chinesischer Roboter zeigt Kampfkunst-Akrobatik
21.01.2026 - 15:34:12Der chinesische Hersteller Unitree demonstriert mit spektakulären Kampfkunst-Bewegungen den technologischen Vorsprung seines humanoiden Roboters G1. Die Vorführung auf der CES 2026 markiert einen Sprung in Dynamik und Motorik – und unterstreicht Chinas Ambitionen, den globalen Markt für menschenähnliche Roboter zu führen.
Spektakel mit Tiefgang
Der G1 vollführte kürzlich fließende Tritte und stand stabil auf einem Bein – Bewegungen, die weit über choreografierte Tanz- oder Box-Einlagen hinausgehen. Für Experten sind diese Fähigkeiten fundamental. Sie beweisen, dass der Roboter komplexe physische Aufgaben bewältigen, auf instabilem Untergrund das Gleichgewicht halten und sich von Stößen erholen kann. All das ist entscheidend, um in von Menschen geprägten Umgebungen zu arbeiten.
Hinter der Agilität steckt ausgeklügelte Technik. Bis zu 43 Gelenkmotoren ermöglichen einen außergewöhnlichen Bewegungsumfang. Eine KI-gesteuerte Kontrollsoftware, die auf Imitations- und Bestärkendem Lernen basiert, verfeinert ständig Koordination und Balance. Ein Sensor-Set aus 3D-LiDAR und Tiefenkameras erfasst die Umgebung in Echtzeit. So kann der G1 seinen Gang und seine Haltung millisekundenschnell anpassen – eine Voraussetzung für die gezeigte Hochgeschwindigkeits-Akrobatik.
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Vom Labor in die reale Welt
Doch was bedeutet das konkret für den praktischen Einsatz? Die für einen Tritt nötige Balance und Explosivkraft lässt sich direkt übertragen: auf das Navigieren in unwegsamen Katastrophengebieten, das Treppensteigen mit Lasten oder Arbeiten auf unebenen Fabrikböden. Die Fähigkeit, Stürze abzufangen, ist zentral für die Sicherheit in der Zusammenarbeit mit Menschen.
Unitree treibt diese kommerzielle Nutzung aggressiv voran. 2025 lieferte das Unternehmen über 5.500 zweibeinige Roboter aus und liegt damit global auf Platz zwei, direkt hinter dem Rivalen AgiBot. Eine mit Tencent’s Tairos-KI ausgestattete G1-Version arbeitet bereits als Museumsführer. Der Fokus verschiebt sich damit von beeindruckenden Labordemos hin zu skalierbarem, realem Nutzen.
Wettlauf um den Massenmarkt
Das Feld wird enger. Während Boston Dynamics seinen vollelektrischen Atlas für schwere Industrieaufgaben präsentiert und Agility Robotics den Digit in Lagerlogistik einsetzt, setzt Unitree auf andere Stärken: Agilität, Erschwinglichkeit und Massenproduktion.
Mit einem Basismodell-Preis von rund 16.000 US-Dollar ist der etwa 1,27 Meter große G1 deutlich günstiger als viele Hochleistungs-Forschungsplattformen. Das spricht ein breiteres Kundenspektrum in Forschung, Bildung und Leichtindustrie an. Die Kombination aus hoher Performance, niedrigem Preis und Skaleneffekten könnte sich als Erfolgsformel erweisen, um humanoide Roboter im Alltag zu etablieren.
Vor einer geplanten Börsennotierung intensiviert Unitree die Produktionsskalierung. Die Einführung eines App-Stores für Roboter-Anwendungen soll ein offenes Ökosystem schaffen und die Entwicklung neuer Fähigkeiten durch Dritte beschleunigen. Die Industrie beobachtet nun, wie schnell Roboter wie der G1 den Schritt von kontrollierten Vorführungen zu autonomer Arbeit in unvorhersehbaren Umgebungen schaffen. Mit einer serienreifen Version ist Unitree für diese nächste Phase der Roboter-Revolution gerüstet.
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