Webinar-Reihe, KI-Nutzung

UN startet Webinar-Reihe zur KI-Nutzung für den Frieden

26.01.2026 - 00:31:12

Die Vereinten Nationen starten eine Experten-Debatte über die Regulierung künstlicher Intelligenz, um ihr Potenzial für Konfliktprävention zu nutzen und gleichzeitig Risiken wie autonome Waffen einzudämmen.

Die Vereinten Nationen wollen künstliche Intelligenz für die Konfliktprävention nutzbar machen – und gleichzeitig ihre Gefahren eindämmen. Mit einer neuen Webinar-Reihe startet das UN System Staff College (UNSSC) heute eine globale Debatte über die Regulierung der Schlüsseltechnologie.

Dreiteilige Serie zu KI in der Friedenssicherung

Unter dem Titel „Leveraging AI for Peace“ bringt die dreiteilige Online-Reihe führende Experten aus UN-Organisationen, Wissenschaft und Friedenstechnologie zusammen. Den Auftakt macht heute eine Diskussion über KI-Governance, Politik und Auswirkungen auf die UN-Friedenssäule. Weitere Termine folgen am 9. Februar zu praktischen Anwendungen und am 9. März zu Risiken und Ethik.

Die Initiative kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die internationale Gemeinschaft ringt mit dem Dual-Use-Charakter künstlicher Intelligenz: Einerseits kann sie Frühwarnsysteme verbessern, Mediation unterstützen und Minenräumung effizienter machen. Andererseits droht der Missbrauch für Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und autonome Waffensysteme.

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Experten aus UN, Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Für einen umfassenden Dialog hat das UNSSC Spezialisten verschiedener Disziplinen gewonnen. Zum Auftakt sprechen Vertreter der UN-Abteilung für politische und friedenserhaltende Angelegenheiten sowie des Büros für digitale und neue Technologien. Spätere Sessions bringen Perspektiven von Organisationen wie AI for Peace und Wissenschaftlern wie der Digital-Ethik-Professorin Mariarosaria Taddeo von der Universität Oxford ein.

Die Reihe richtet sich ausdrücklich auch an Praktiker, Forscher, politische Entscheidungsträger und zivilgesellschaftliche Akteure. Sie soll Wissen vermitteln, wie UN-Mitarbeiter und Partner die sich entwickelnde Technologielandschaft ethisch und effektiv navigieren können.

Eingebettet in breitere UN-Strategien

Die Webinare sind kein isoliertes Projekt, sondern Teil einer systemweiten Digitalisierungsoffensive der Vereinten Nationen. Sie unterstützen direkt Initiativen wie UN 2.0, die „New Agenda for Peace“ des Generalsekretärs und den laufenden Globalen Dialog zu künstlicher Intelligenz.

UN-Generalsekretär António Guterres betont regelmäßig, dass Innovation der Menschheit dienen müsse – nicht sie untergraben. „Menschliche Kontrolle muss bei allen Gewaltanwendungen erhalten bleiben“, so seine Forderung. Ein langfristiges Ziel bleibt ein völkerrechtlich bindendes Abkommen bis 2026, das tödliche autonome Waffensysteme ohne menschliche Kontrolle verbietet.

Von der Debatte zu globalen Normen

Die heutige Auftaktveranstaltung markiert einen weiteren Schritt in den mehrjährigen UN-Bemühungen um globale KI-Governance. Die Diskussionen sollen breitere UN-Plattformen wie den AI for Good Global Summit informieren. Letztlich geht es darum, Interoperabilität zwischen nationalen Regulierungsregimen zu fördern und sichere, vertrauenswürdige KI-Systeme zu schaffen, die auf Völkerrecht und Menschenrechten basieren.

Die entscheidende Frage bleibt: Kann die internationale Gemeinschaft rechtzeitig die nötigen ethischen Leitplanken setzen, um das friedensfördernde Potenzial der KI auszuschöpfen – bevor missbräuchliche Anwendungen überhandnehmen? Die UN-Webinar-Reihe will genau dazu den fachlichen Grundstein legen.

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