UN startet Internationales Jahr der Bäuerin mit klaren Zielen
14.01.2026 - 06:23:12Die Vereinten Nationen starten mit dem Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 eine globale Initiative. Sie will die oft übersehene Rolle von Frauen in der Landwirtschaft stärken und systemische Benachteiligungen abbauen. Die FAO koordiniert das Jahr gemeinsam mit IFAD und WFP.
Mehr als Symbolik: Konkrete Ziele im Fokus
Im Zentrum stehen messbare Verbesserungen für Bäuerinnen weltweit. Die Kernziele:
* Zugang zu Ressourcen sichern: Strukturelle Hürden beim Landbesitz, bei Finanzdienstleistungen und Technologie sollen fallen.
* Rechtliche und wirtschaftliche Stärkung: Nationale Gesetze sollen reformiert und gezielte Programme aufgelegt werden.
Die Dringlichkeit ist klar: Frauen leisten laut FAO fast 40 Prozent der landwirtschaftlichen Arbeit, besitzen aber weniger als 15 Prozent des Landes.
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Die milliardenschwere Lücke: Warum Gleichberechtigung sich lohnt
Die wirtschaftliche Benachteiligung hat massive Folgen. Bäuerinnen verdienen in der Lohnarbeit im Schnitt nur 82 Cent für jeden Dollar, den Männer erhalten. Schließt man diese Kluft, birgt das enormes Potenzial.
* Die FAO errechnete eine mögliche Steigerung des globalen BIP um eine Billion US-Dollar.
* Die Ernährungsunsicherheit für 45 Millionen Menschen könnte verringert werden.
Die Stärkung von Frauen ist damit nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern ein ökonomischer Hebel für widerstandsfähigere Agrarsysteme.
Klimakrise trifft Frauen härter
Der Klimawandel verschärft die Ungleichheit dramatisch. Laut FAO-Forschung sinkt das Einkommen von Frauen-Haushalten bei einer Erwärmung um 1°C um 34 Prozent stärker als bei Männern. Gründe sind oft mangelnder Zugang zu klimaresistentem Saatgut, moderner Technik und Schulungen.
Daher liegt 2026 ein Fokus auf Initiativen, die Bäuerinnen gezielt für Klima-Herausforderungen wappnen. Geschlechtergerechte Technologien und starke Frauennetzwerke sollen ganze Gemeinschaften resilienter machen.
Vom Problembewusstsein zur praktischen Umsetzung
Die UN-Generalversammlung rief das Jahr bereits 2024 aus – ein Ergebnis langjähriger Advocacy-Arbeit. Analysten sehen darin eine notwendige Reaktion auf stagnierende Fortschritte im letzten Jahrzehnt.
Das Themenjahr ist eng mit den UN-Nachhaltigkeitszielen verknüpft, vor allem mit SDG 2 (Kein Hunger) und SDG 5 (Gleichberechtigung). Die Stärkung von Bäuerinnen gilt als einer der wirksamsten Hebel für Fortschritte in beiden Bereichen.
Was 2026 konkret passieren soll
Für das laufende Jahr sind nationale Politikdialoge, Gemeinschaftspartnerschaften und gezielte Investitionen in Forschung geplant. Die FAO wird Fortschritte evaluieren und Erfolgsmodelle verbreiten. Erste Berichte zu Pilotprojekten werden bis Mitte des Jahres erwartet.
Der wahre Erfolg misst sich nicht an Veranstaltungen, sondern an dauerhaften politischen und finanziellen Verpflichtungen, die das Leben von Millionen Bäuerinnen über 2026 hinaus verbessern.
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