Ultradiane Rhythmen: Die 90-Minuten-Regel für mehr Fokus
09.02.2026 - 01:13:12Unsere innere Uhr tickt in 90-Minuten-Zyklen – und wer sie nutzt, arbeitet konzentrierter und nachhaltiger. Das Konzept der ultradianen Rhythmen gewinnt als Strategie gegen den alltäglichen Leistungsdruck an Bedeutung. Statt durchzuarbeiten, setzt es auf den Wechsel von fokussierten Arbeitsblöcken und bewussten Pausen.
Was steckt hinter dem natürlichen Fokus-Zyklus?
Während der zirkadiane Rhythmus unseren Tag-Nacht-Wechsel steuert, laufen im Hintergrund kürzere, ultradiane Zyklen ab. Der Schlafforscher Nathaniel Kleitman prägte dafür den Begriff „Basic Rest-Activity Cycle“ (BRAC). Seine Forschung legt nahe: Unser Gehirn arbeitet etwa 90 bis 120 Minuten lang auf Hochtouren, bevor es eine etwa 20-minütige Erholungsphase braucht.
In der Hochleistungsphase sind die Gehirnwellen schneller, wir sind wach und konzentriert. Danach verlangsamen sie sich – ein klares Signal für eine Pause. Diese Zyklen beeinflussen auch Hormonausschüttung, Herzfrequenz und Atmung.
So wenden Sie die 90-Minuten-Regel an
Die Umsetzung ist simpel: Arbeiten Sie in konzentrierten Blöcken von rund 90 Minuten an einer einzigen, anspruchsvollen Aufgabe. E-Mails und soziale Medien bleiben in dieser Zeit tabu. Danach folgt das Entscheidende: eine bewusste Pause von 15 bis 20 Minuten.
Diese Pause muss mentale und physische Distanz schaffen. Ideal sind:
* Ein kurzer Spaziergang
* Dehnübungen
* Musikhören
* Einfach aus dem Fenster schauen
Wer diese Signale ignoriert, greift auf Energiereserven zurück – das fördert Stress und langfristig eine geringere Produktivität. Die Methode kommt nicht nur am Schreibtisch, sondern auch im Spitzensport und in kreativen Berufen zum Einsatz.
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Warum das mehr ist als reines Zeitmanagement
Ultradiane Rhythmen sind eng mit Gesundheit verknüpft. Ein gestörter Zyklus verstärkt die Stressreaktion. Die geplanten Ruhephasen unterstützen dagegen die Selbstregulation und sind für Heilungsprozesse essenziell.
Es geht darum, die körpereigenen Signale zu erkennen: aufkommende Müdigkeit, Unruhe oder das Bedürfnis, sich zu strecken. Diese Synchronisation mit der inneren Uhr ermöglicht eine nachhaltigere Leistung als starre Zeitpläne. Experten sehen darin eine fundamentalere Grundlage für Produktivität als reine Management-Techniken.
Diese Fehler sollten Sie vermeiden
Bei der Einführung der Zyklen lauern typische Fallstricke. Der größte Fehler ist das Auslassen oder Verkürzen der Pausen. Die 20 Minuten Erholung sind kein Luxus, sondern notwendig für das nächste Leistungsintervall.
Weitere Probleme sind die „falsche“ Pause – etwa das Scrollen in sozialen Medien, das den Geist nicht entspannt – und ein zu starres Festhalten an der Uhr. Die 90 Minuten sind ein Richtwert; die individuelle Zykluslänge kann variieren. Wer seine Signale konsequent überhört, riskiert Erschöpfung.
Im Trend: Vom Büroalltag bis zur Büroarchitektur
Die wachsende Aufmerksamkeit für das Thema spiegelt einen Wandel wider: weg von reiner Anwesenheit, hin zu ergebnisorientiertem und gesundheitsbewusstem Arbeiten. Im Vergleich zur populären Pomodoro-Technik (25/5 Minuten) basiert der ultradiane Ansatz auf einem neurophysiologischen Prinzip, nicht auf einer willkürlichen Zeitspanne.
Die Diskussion um psychische Gesundheit am Arbeitsplatz treibt diese Entwicklung voran. Unternehmen erkennen zunehmend, dass intelligente Pausen nicht nur die Effektivität steigern, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter.
In Zukunft könnten flexible Arbeitszeitmodelle entstehen, die sich an individuellen Leistungszyklen orientieren. Auch die Büroarchitektur könnte dezidierte Ruhezonen fördern. Technologie wie Wearables könnte helfen, persönliche Rhythmen zu erkennen und den Alltag optimal zu strukturieren.
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