Ukraine schaltet Roaming-Gebühren in der EU ab
01.01.2026 - 06:24:12Ukrainische Mobilfunkkunden können ab sofort in der gesamten EU zu ihren heimischen Tarifen telefonieren und surfen. Die unbefristete Regelung stärkt die digitale Integration und ersetzt temporäre Kriegsmaßnahmen.
Ab heute telefonieren und surfen ukrainische Bürger in der gesamten Europäischen Union zu ihren heimischen Tarifen. Die historische Aufnahme in die „Roam Like at Home“-Zone markiert den ersten Fall, dass ein Land außerhalb von EU und Europäischem Wirtschaftsraum diesen privilegierten Status erhält.
Digitale Visumfreiheit für Millionen
Seit Mitternacht gilt die neue Regelung: Ukrainer können in allen 27 EU-Staaten mobil telefonieren, SMS verschicken und Daten nutzen, ohne Aufschläge zu zahlen. Umgekehrt profitieren EU-Besucher in der Ukraine von denselben Konditionen. Die Regierung in Kiew spricht von einem Durchbruch der „digitalen Visumfreiheit“. Damit enden die temporären, freiwilligen Vereinbarungen der Netzbetreiber, die seit dem russischen Angriffskrieg 2022 Millionen Geflüchteten Connectivity sicherten.
Hinter der technischen Neuerung steckt Jahre Arbeit. Das ukrainische Parlament verabschiedete mit Gesetz Nr. 4345-IX die notwendige Anpassung an europäische Telekommunikationsstandards. „Dies ist ein konkreter Schritt auf dem Weg zur Vollmitgliedschaft“, kommentiert ein EU-Diplomat in Brüssel. Die Integration in den digitalen Binnenmarkt gilt als wichtiger Test für die Übernahme des EU-Rechts.
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So funktionieren die neuen Regeln
Die Aufnahme in die Roaming-Zone bringt klare Spielregeln mit sich. Die Großhandelspreise, die sich Netzbetreiber gegenseitig in Rechnung stellen, sind nun gedeckelt. Pro Minute Mobilfunkgespräch sind maximal 0,2 Eurocent fällig, für Festnetzverbindungen 0,07 Eurocent.
Bei Daten gilt eine Fair-Use-Policy. Wer sein vertragliches Inklusivkontingent im EU-Ausland überschreitet, muss mit Aufschlägen rechnen – diese sind jedoch streng begrenzt. Die Obergrenze liegt bei 1,30 Euro pro Gigabyte. Für die allermeisten Nutzer, die Messenger, Navigation oder soziale Netzwerke verwenden, ändert sich damit faktisch nichts. „Das normale Reiseverhalten wird keine Zusatzkosten verursachen“, versichert die nationale Regulierungsbehörde.
Vom Kriegs-Notfall zum Dauerzustand
Der Weg zu diesem Tag begann in der Krise. Nach dem russischen Einmarsch senkten oder strichen europäische und ukrainische Anbieter freiwillig die Roaming-Gebühren. Dies sollte Vertriebenen die Kommunikation mit der Heimat ermöglichen. Die Maßnahmen wurden mehrfach verlängert, zuletzt bis zum 31. Dezember 2025.
Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete im Juni 2025 das entscheidende Harmonisierungsgesetz. Der Europäische Rat stimmte kurz darauf zu. Die EU-Kommission hatte die Aufnahme vorgeschlagen, um die wirtschaftlichen und sozialen Bindungen zu vertiefen. Die nun in Kraft getretene Regelung ist unbefristet.
Was die Integration für den Markt bedeutet
Die Abschaffung der Gebühren dürfte Geschäftsreisen und Tourismus zwischen Ukraine und EU beflügeln. Für die heimische Telekom-Branche bedeutet der Schritt jedoch auch strengere Auflagen. Sie muss EU-Qualitätsstandards und Verbraucherschutzvorschriften einhalten.
Experten rechnen damit, dass den ukrainischen Betreibern zwar Roaming-Einnahmen wegbrechen. Der erhöhte Datenverkehr und die Ausgleichszahlungen von EU-Konkurrenten dürften die Bilanz aber stabilisieren. Die Regulierungsbehörde verspricht, dass die heimischen Tarife wettbewerbsfähig bleiben. Die neuen Roaming-Privilegien seien ein Mehrwert für alle Kunden.
Seit dem frühen Morgen erhalten Nutzer der großen ukrainischen Mobilfunkanbieter SMS-Benachrichtigungen. Die Botschaft: Ihr Vertrag gilt nun in der gesamten EU. Eine der letzten digitale Grenzen in Europa ist gefallen.
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