Überstundenregelung: Regierung fixiert neuen Steuerfreibetrag
26.12.2025 - 23:39:11Die Bundesregierung hat die steuerlichen Regeln für Überstunden ab Januar 2026 festgelegt. Künftig bleiben Zuschläge für bis zu 15 Überstunden im Monat steuerfrei, maximal jedoch 170 Euro.
Damit verhindert die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS einen Rückfall auf den alten Grenzwert von 120 Euro für zehn Stunden. Die Einigung wurde bereits Mitte Dezember finalisiert. In den Jahren 2024 und 2025 galten noch großzügigere, befristete Werte von 200 Euro für 18 Stunden.
Ab dem 1. Januar 2026 gelten diese neuen Eckdaten:
* Zuschläge für die ersten 15 Überstunden pro Monat sind steuerfrei.
* Der maximal begünstigte Betrag liegt bei 170 Euro.
Für Viel-Mehrarbeiter bedeutet das eine leichte Reduktion gegenüber den Spitzenwerten der letzten zwei Jahre. Für die meisten Beschäftigten, die nur gelegentlich Überstunden leisten, dürfte der neue Rahmen jedoch ausreichen.
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Politische Einigung nach Verhandlungsmarathon
Der Beschluss folgte auf intensive Verhandlungen. Die ÖVP pochte auf starke Leistungsanreize in Zeiten des Fachkräftemangels. SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch betonte, die Regelung komme besonders jenen zugute, die an Wochenenden und Feiertagen arbeiten.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Koalition sichert die Steuerfreiheit von Sonn- und Feiertagszuschlägen gesetzlich explizit ab. Diese Klarstellung war nach einem Urteil des Bundesfinanzgerichts nötig geworden und betrifft Branchen wie das Gesundheitswesen oder die Gastronomie.
Mehr Planungssicherheit für Unternehmen
Für Arbeitgeber und Lohnverrechner bringt die finale Entscheidung nun Planungssicherheit. Sie müssen die neuen Parameter für die Januar-Gehaltsabrechnungen in ihren Systemen hinterlegen.
Die Regelung soll einen Anreiz für Mehrarbeit setzen, ohne das Budget zu überlasten. Die Debatte um eine generelle Entlastung bei der Lohnsteuer ist mit dieser punktuellen Maßnahme jedoch nicht beendet. Gewerkschaften fordern weiterhin den Fokus auf höhere Grundlöhne.


