Übergewicht wird zum größten vermeidbaren Krebsrisiko
04.02.2026 - 02:25:12Übergewicht könnte das Rauchen bald als größten vermeidbaren Krebsrisikofaktor ablösen. Das zeigen aktuelle Daten von Gesundheitsorganisationen wie dem Robert Koch-Institut (RKI) und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Experten schlagen Alarm: Fast sieben Prozent aller Krebsfälle in Deutschland gehen bereits auf das Konto von Übergewicht und Adipositas.
Wie Fettgewebe Tumore wachsen lässt
Das Risiko ist wissenschaftlich fundiert. Die Internationale Agentur für Krebsforschung listet mindestens 13 Krebsarten auf, deren Risiko durch starkes Übergewicht steigt. Dazu gehören häufige Tumore wie Darm-, Brust- und Nierenkrebs. Doch wie fördert Fettgewebe Krebs?
Fettzellen sind hormonell aktiv und schütten Botenstoffe aus, die chronische Entzündungen im Körper fördern. Diese können die Zellteilung anregen und das Erbgut schädigen. Zudem produziert überschüssiges Fettgewebe mehr Östrogene und stört den Insulinhaushalt – beides Faktoren, die das Wachstum von Krebszellen direkt stimulieren können.
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Eine Epidemie mit alarmierenden Zahlen
Die Dringlichkeit wird durch die aktuellen Zahlen untermauert. In Deutschland stieg der Anteil adipöser Erwachsenen zwischen 2003 und 2023 von 12,2 auf 19,7 Prozent. Europaweit sind laut WHO bereits 59 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder adipös.
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In Deutschland werden jährlich etwa 30.000 Krebsneuerkrankungen auf Übergewicht zurückgeführt.
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In Europa verursacht Adipositas schätzungsweise 200.000 neue Krebsfälle pro Jahr.
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Der Trend betrifft alle Alters-, Geschlechts- und Bildungsgruppen.
„Die Situation in Europa ist epidemisch“, warnt die Weltgesundheitsorganisation. Bisherige Präventionsmaßnahmen reichen offenbar nicht aus, um den Trend umzukehren.
Was jeder selbst tun kann
Die gute Nachricht: Ein erheblicher Teil dieser Krebsfälle wäre vermeidbar. Gewichtsmanagement durch Ernährung und Bewegung ist eine der wirksamsten Strategien zur Risikosenkung.
Experten empfehlen eine pflanzenbetonte Ernährung mit Vollkorn, Gemüse und Hülsenfrüchten. Der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln, Zucker und rotem Fleisch sollte eingeschränkt werden. Regelmäßige körperliche Aktivität hilft nicht nur beim Gewicht, sondern senkt auch unabhängig davon das Krebsrisiko.
Politik muss gesunde Entscheidungen erleichtern
Fachleute fordern ein gesamtgesellschaftliches Umdenken und politische Maßnahmen. Dazu gehören:
- Verständliche Lebensmittelkennzeichnungen
- Einschränkungen von Kinderwerbung für ungesunde Produkte
- Eine Preisgestaltung, die gesunde Lebensmittel attraktiver macht
Die Wissenschaft forscht derweil weiter an den molekularen Zusammenhängen. Erste Studien deuten darauf hin, dass eine Gewichtsreduktion das Krebsrisiko signifikant senken kann. Die Botschaft ist klar: Ein gesundes Körpergewicht ist heute eine der wichtigsten Säulen der Krebsvorsorge.
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