Übergewicht verursacht vaskuläre Demenz
26.01.2026 - 18:41:12Übergewicht im mittleren Alter ist eine direkte Ursache für vaskuläre Demenz. Neue Großstudien liefern den Beweis: Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) steigert das Risiko für die neurodegenerative Erkrankung signifikant. Die Forschung unterstreicht damit, dass Adipositas eine ernsthafte Bedrohung für die kognitive Gesundheit darstellt.
Die vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste Demenzform nach Alzheimer. Ausgelöst wird sie durch eine mangelnde Durchblutung des Gehirns, die Nervenzellen absterben lässt. Lange war unklar, ob Fettleibigkeit die Krankheit direkt antreibt oder nur ein Begleitsymptom anderer Probleme ist. Aktuelle Daten von hunderttausenden Europäern zeigen nun einen klaren kausalen Zusammenhang.
Genetik belegt: Fettleibigkeit schädigt das Gehirn
Forschende aus Dänemark und Großbritannien identifizieren hohes Körpergewicht und den daraus resultierenden Bluthochdruck als direkte Demenz-Ursachen. Eine dänische Studie belegt, dass deutliches Übergewicht über Jahrzehnte den Blutdruck hochtreibt und so die Gefäße im Gehirn schädigt.
Den entscheidenden Beweis lieferte die Mendelsche Randomisierung. Diese Methode untersucht genetische Veranlagungen für einen höheren BMI. Das Ergebnis: Menschen mit einer genetischen Prädisposition für Übergewicht haben ein deutlich erhöhtes Demenzrisiko. Der Ansatz isoliert den Einfluss des BMI von anderen Lebensstilfaktoren. Bluthochdruck erklärt einen wesentlichen Teil dieses Effekts.
Passend zum Thema Demenz‑Prävention: Der kostenlose Report „Gehirntraining leicht gemacht“ liefert 7 Geheimnisse, 11 alltagstaugliche Übungen und einen Selbsttest, mit denen Sie Konzentration und Gedächtnis gezielt stärken können. Viele Tipps sind für Erwachsene und Senioren ausgelegt und lassen sich einfach in den Alltag integrieren – eine sinnvolle Ergänzung zu Gewichtskontrolle, Ernährung und Bewegung. Sichern Sie sich den Gratis-Download und starten Sie noch heute mit konkreten Übungen. Jetzt kostenlosen Report ‘Gehirntraining leicht gemacht’ anfordern
Metabolisches Syndrom vervielfacht die Gefahr
Das Risiko potenziert sich durch das metabolische Syndrom. Dieser Begriff beschreibt das gemeinsame Auftreten von:
* Übergewicht (besonders Bauchfett)
* Bluthochdruck
* Fettstoffwechselstörungen
* Erhöhtem Blutzucker oder Typ-2-Diabetes
Eine südkoreanische Studie mit fast zwei Millionen Teilnehmern zwischen 40 und 60 Jahren zeigt die dramatischen Folgen: Personen mit metabolischem Syndrom haben ein 24 Prozent höheres Risiko für eine früh einsetzende Demenz vor dem 65. Lebensjahr. Besonders das Risiko für die vaskuläre Form war stark erhöht. Die Kombination der Faktoren schädigt die Gefäßgesundheit im Gehirn synergistisch – die Gefäßverkalkung (Atherosklerose) ist ein zentraler Mechanismus.
Prävention gewinnt an Bedeutung
Da es keine Heilung für Demenz gibt, rückt die Vorbeugung in den Fokus. Die Botschaft der Studien ist eindeutig: Die Kontrolle von Körpergewicht und Blutdruck sind Schlüssel, um das Demenzrisiko zu senken. Experten betonen, dass die Risikofaktoren oft Jahrzehnte vor dem Ausbruch der Krankheit entstehen. Das eröffnet ein großes Zeitfenster für Gegenmaßnahmen.
Empfohlene präventive Schritte sind:
* Gewichtsreduktion, besonders die Reduzierung von Bauchfett
* Gesunde Ernährung
* Regelmäßige körperliche Aktivität und Muskelaufbau
* Verzicht auf Rauchen
Diese Lebensstiländerungen schützen nachweislich nicht nur das Herz, sondern auch die kognitive Funktion. Angesichts von schätzungsweise 1,7 Millionen Demenzkranken allein in Deutschland wird die Prävention zur gesellschaftlichen Schlüsselaufgabe.


