TZI erlebt Renaissance in der KI-geprägten Arbeitswelt
31.01.2026 - 09:43:12Während KI-Tools den Markt fluten, besinnen sich Unternehmen wieder auf menschliche Führung. Die Anmeldefrist für einen gefragten Workshop des Ruth Cohn Instituts in Hamburg endet heute – ein Symptom für den Trend. Gleichzeitig bereitet Nürnberg einen großen Fachtag unter dem Motto „Menschlich sein: Jetzt!“ vor.
Die „Innere Vorsitzende“ wird zur Schlüsselkompetenz
Seit Jahresbeginn verzeichnen Branchenbeobachter einen deutlichen Anstieg an Fortbildungsanfragen zu psychologischer Sicherheit und Selbstführung. Im Zentrum steht oft die Themenzentrierte Interaktion (TZI) der Psychoanalytikerin Ruth Cohn. Ihr Postulat „Sei dein eigener Chairman“ wird in agilen Teams ohne klassische Vorgesetzte zur Überlebensfrage.
Was macht das alte Modell so aktuell? Während Frameworks wie Scrum Prozesse regeln, liefert TZI das „Betriebssystem“ für die menschliche Interaktion. Es schließt die Lücke, die rein mechanistische Methoden offenlassen.
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Vier Faktoren für komplexe Zeiten
Das TZI-Modell balanciert vier Faktoren:
* Das Ich – das Individuum mit seinen Bedürfnissen
* Das Wir – die Dynamik der Gruppe
* Das Es – die gemeinsame Aufgabe
* Der Globe – das Umfeld
Gerade der „Globe“ gewinnt 2026 an Gewicht. Durch KI und geopolitischen Druck fühlen sich Teams oft hilflos. TZI fordert auf, dieses Umfeld aktiv in die Teamarbeit einzubeziehen.
In der Praxis nutzen immer mehr Firmen das TZI-Dreieck, um Dysbalancen in hybriden Meetings zu erkennen. Dominieren technische Details („Es“), leidet das Wir-Gefühl. Die „Dynamische Balance“ hilft, Meetings wieder produktiv und menschlich zu gestalten.
Nürnberg setzt auf „Menschlich sein“
Nach dem Hamburger Workshop richtet sich der Blick auf den 25. April. Dann veranstaltet das Ruth Cohn Institut Franken einen großen Fachtag in Nürnberg. Das Ziel: Antworten finden, wie man in einer polarisierten Welt menschlich handelt, ohne naiv zu sein.
Partizipative Formate wie das „WorldCafé“ sollen solidarisches Miteinander praktisch erprobbar machen. Die Botschaft ist klar: TZI wird 2026 als gesellschaftspolitisches Instrument verstanden – für mehr Demokratie und Resilienz in Teams.
Psychologische Sicherheit als Wettbewerbsfaktor
Die TZI-Renaissance korreliert mit einem anderen Top-Thema: Psychologische Sicherheit. Teams, in denen Mitglieder Risiken ohne Angst vor Bestrafung eingehen können, sind nachweislich innovativer.
TZI liefert das Handwerkszeug dafür. Eine ihrer Hilfsregeln lautet: „Störungen haben Vorrang.“ Sie etabliert eine Kultur, in der Hindernisse sofort angesprochen statt tabuisiert werden. Unternehmen mit dieser „Störungskultur“ reagieren resilienter auf Veränderungen.
Im Gegensatz zu technokratischen Methoden integriert TZI die emotionale Realität der Mitarbeiter als essenziellen Bestandteil der Arbeit. In Zeiten von Burnout-Prävention bietet das humanistische Menschenbild der TZI eine fundierte Basis für nachhaltige Führung.
Was kommt nach der Renaissance?
Für 2026 zeichnet sich ab, dass TZI-Prinzipien stärker in digitale Kollaborationstools einfließen. Erste „New Work Tools“ experimentieren mit Features, die Teams an Pausen oder Reflexion erinnern – eine digitale Abbildung der „Dynamischen Balance“.
Die hohe Nachfrage nach den Veranstaltungen zeigt: Der Bedarf an echter Begegnung und fundierter Leitungskompetenz ist ungebrochen. Selbstleitung und die Balance zwischen Aufgabe und Menschlichkeit werden weiter an Bedeutung gewinnen.
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