TSMC-Investitionen, USA

TSMC-Investitionen in den USA: Durchbruch im US-Taiwan-Handel

15.01.2026 - 02:51:12

Die USA und Taiwan haben einen Durchbruch bei ihren Handelsgesprächen erzielt. Ein neues Abkommen senkt Zölle und sichert Taiwan bevorzugten Marktzugang – im Gegenzug für massive Chipfabrik-Investitionen in den USA.

Nach monatelangen Verhandlungen liegt eine „breite Einigung“ vor, wie taiwanische Handelsbeamte diese Woche bestätigten. Der Deal soll die wirtschaftlichen Bande festigen und die US-Technologieversorgung durch milliardenschwere Investitionen absichern. Ein abschließendes Treffen zur Formalisierung der Details steht noch aus, doch eine offizielle Ankündigung könnte noch im Januar 2026 folgen.

Der Konsens basiert auf gegenseitigen Zollsenkungen. Die USA sind bereit, ihren allgemeinen Zollsatz für taiwanische Importe von 20 auf 15 Prozent zu senken. Damit würde Taiwans Handelsstatus dem anderer wichtiger US-Verbündeter wie Japan und Südkorea angeglichen.

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Ein Herzstück des Abkommens ist der spezifische Fokus auf die weltweit führende Halbleiterindustrie Taiwans. Es sieht einen bevorzugten Status für Halbleiter, deren Derivate und verwandte Technologieartikel vor. Dieser Schritt formalisiert den bereits bestehenden Sonderstatus und bindet den Sektor enger in die strategische Partnerschaft ein.

Fünf neue TSMC-Fabriken in Arizona als Dreh- und Angelpunkt

Ein kritischer Treiber der Einigung ist eine Zusage des weltgrößten Auftrags-Chipherstellers TSMC, seine Investitionen in den USA massiv auszubauen. Der Deal soll TSMC verpflichten, mindestens fünf weitere hochmoderne Chipfabriken („Fabs“) in Arizona zu bauen.

Diese massive Expansion baut auf den bereits bestehenden Milliardeninvestitionen des Konzerns im Bundesstaat auf. Für Washington ist sie ein entscheidender Schritt, um eine resiliente heimische Versorgung mit Hochleistungschips zu sichern – von der Unterhaltungselektronik bis zur kritischen Verteidigungstechnologie.

Dieses „Investieren-für-Zugang“-Modell ist zu einem Markenzeichen der US-Handelspolitik geworden. Der Erfolg der Verhandlungen zeigt eine strategische Übereinstimmung: Taiwan nutzt seine technologische Dominanz für wirtschaftliche Vorteile, während die USA ihren Marktzugang für sicherheitspolitische Ziele einsetzen.

Geopolitisches Signal an China

Die Einigung hat erhebliche geopolitische Bedeutung. Für Taiwan festigt sie die Beziehung zu seinem wichtigsten internationalen Partner und militärischen Unterstützer. Angesichts des wachsenden Drucks aus China ist die Stärkung der Bande zu Washington ein vorrangiges strategisches Ziel Taipehs.

Für die USA bedeutet der Deal einen greifbaren Erfolg in ihrer Langzeitstrategie, die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten für kritische Technologien zu verringern. Die Ankurbelung heimischer Produktion durch Branchenführer wie TSMC soll Störungen vorbeugen und eine sicherere Technologiebasis schaffen.

Ausblick auf vertiefte Zusammenarbeit

Die Einigung zu Halbleitern und Zöllen dient als Grundstein für die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der US-Taiwan-Initiative für Handel im 21. Jahrhundert. Nach dieser ersten Phase zu Zöllen und Investitionen könnten künftige Verhandlungen komplexere Bereiche wie Landwirtschaft oder Umweltstandards adressieren.

Der erzielte Konsens schafft positive Dynamik für eine der weltweit wichtigsten Technologie- und Handelspartnerschaften. Die praktische Umsetzung wird nun mit Spannung erwartet.

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