TSMC, Rekordsumme

TSMC investiert Rekordsumme für KI-Chips und beschleunigt US-Expansion

19.01.2026 - 01:48:12

Der Halbleiterriese TSMC stockt seine Investitionen für 2026 massiv auf und beschleunigt den Ausbau seiner US-Produktionsstätten, angetrieben von der ungebrochenen Nachfrage nach KI-Chips.

Der weltgrößte Chip-Hersteller TSMC stockt seine Investitionen massiv auf und treibt den Bau seiner Fabriken in den USA voran. Hintergrund ist der ungebrochene Boom bei KI-Chips.

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat ihre Investitionspläne für 2026 deutlich nach oben korrigiert. Statt der bisher veranschlagten 40,9 Milliarden Euro plant der Konzern nun Ausgaben von 52 bis 56 Milliarden Euro. Diese Rekordsumme soll vor allem in die Produktion der fortschrittlichsten Halbleiter für Künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechner fließen. Die Ankündigung unterstreicht den Optimismus des Branchenführers – und zeigt, wie sehr die Tech-Welt auf leistungsfähige Chips angewiesen ist.

KI-Boom treibt Prognosen und Technologie-Entwicklung

TSMC rechnet für 2026 mit einem Umsatzwachstum von fast 30 Prozent. Das übertrifft die für den gesamten Markt prognostizierten 14 Prozent bei Weitem. Getrieben wird diese Entwicklung von der rasanten Nachfrage nach den modernsten Fertigungstechnologien des Unternehmens. Die 3- und 5-Nanometer-Chips machten im vierten Quartal 2025 bereits 63 Prozent des Wafer-Umsatzes aus.

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Der Großteil der geplanten Investitionen, 70 bis 80 Prozent, ist für die fortschrittlichsten Prozess-Technologien reserviert. Dazu gehört der Ausbau der 2-Nanometer-Fertigung (N2). Weitere 10 bis 20 Prozent fließen in hochmoderne IC-Test- und Verpackungsanlagen. Mit diesem aggressiven Plan will TSMC Kapazitäten schaffen, bevor die von ihm prognostizierte, langfristige Nachfrage der KI-Branche einsetzt. Analysten werten die Ankündigung als starkes Signal für die gesamte Halbleiter-Industrie.

Arizona: Vom Fabrik-Standort zum „Megafab-Cluster“

Ein Herzstück der globalen Strategie ist die beschleunigte Expansion in den USA. Wegen der starken Nachfrage amerikanischer Kunden hat TSMC den Zeitplan für seine zweite Fabrik in Arizona vorgezogen. Die Serienproduktion soll nun bereits in der zweiten Hälfte 2027 beginnen – ursprünglich war 2028 vorgesehen. Der Bau des Gebäudes ist abgeschlossen, die Installation der Anlagen für 2026 geplant.

Doch damit nicht genug: Der Bau einer dritten Fabrik in Arizona hat bereits begonnen. Zudem sucht TSMC nach Genehmigungen für eine vierte Fabrik und eine erste hochmoderne Verpackungsanlage in den USA. Kürzlich kaufte das Unternehmen ein weiteres großes Grundstück in der Nähe. Diese Fläche soll Raum für einen unabhängigen „Megafab-Cluster“ bieten, der die wachsenden Bedürfnisse von Kunden aus den Bereichen Smartphone, KI und Hochleistungsrechnen bedienen soll.

Globaler Fußabdruck wächst in Japan und Deutschland

Parallel zum US-Engagement baut TSMC seine Präsenz in Japan und Deutschland aus, um die Lieferketten resilienter zu machen. In Kumamoto, Japan, hat die erste Spezialfabrik Ende 2024 die Serienproduktion aufgenommen. Auf dieser Basis hat nun der Bau einer zweiten Fabrik in Japan begonnen. Der genaue Starttermin hängt von der Kundennachfrage ab.

In Europa schreitet der Bau der TSMC-Fabrik in Dresden planmäßig voran. Auch hier wird der Beginn der Massenproduktion von der Marktentwicklung abhängen. Das Kernstück der fortschrittlichsten Fertigung bleibt jedoch vorerst Taiwan. In Hsinchu und Kaohsiung werden mehrere neue Fabriken vorbereitet, um die 2-Nanometer-Produktion zu unterstützen, die Ende 2025 begann und 2026 hochgefahren wird.

Hohe Einsätze im globalen Technologie-Wettlauf

Die milliardenschweren Pläne von TSMC kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Die generative KI-Revolution hat einen beispiellosen Bedarf an Rechenleistung geschaffen und Chip-Hersteller in den Mittelpunkt eines technologischen Wettrennens gestellt. Die Investition von bis zu 56 Milliarden Euro in einem Jahr unterstreicht die immense Komplexität, an der Spitze des Fortschritts zu bleiben. Diese hohe Eintrittshürde festigt die marktbeherrschende Stellung des Unternehmens.

Der strategische Push für einen „Megafab-Cluster“ in Arizona ist auch eine klare Reaktion auf geopolitische Bedenken und den Kundenwunsch nach diversifizierten Lieferketten. Indem TSMC hochvolumige Fertigung in die USA bringt, kann es seine wichtigen amerikanischen Kunden besser bedienen und gleichzeitig staatliche Fördergelder nutzen. Diese globale Expansion bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich, etwa höhere Betriebskosten, die die Gewinnmargen voraussichtlich leicht drücken werden.

Die Weichen für die kommenden Jahre sind gestellt. TSMC setzt darauf, dass die Nachfrage nach KI-Chips in den nächsten Jahren um mindestens 50 Prozent pro Jahr wächst. Der Investitionsplan für 2026 ist die finanzielle Absicherung dieser Wette. Die erfolgreiche Umsetzung des ambitionierten Expansionskurses wird die Halbleiter-Landschaft für den Rest des Jahrzehnts prägen.

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