Trickdiebstähle an Geldautomaten nehmen in Hessen zu
13.02.2026 - 17:00:11Die Kriminalpolizei warnt vor einer neuen Welle von Trickdiebstählen an Geldautomaten in Hessen. Täter nutzen Ablenkungsmanöver, um Kunden direkt am Automaten um Geld und Karte zu bringen.
Behörden aus Süd- und Mittelhessen meldeten in den letzten Tagen eine Zunahme der Vorfälle. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, bei allen Bankgeschäften am Automaten höchste Vorsicht walten zu lassen.
Im Fokus der aktuellen Warnungen steht eine klassische Masche, das sogenannte „Shoulder Surfing“. Dabei späht ein Täter zunächst die PIN seines Opfers aus, indem er über die Schulter blickt.
Im entscheidenden Moment, wenn die Karte ausgeworfen wird, lenkt ein Komplize den Kunden ab. In der kurzen Verwirrung wird die echte Bankkarte gestohlen – manchmal sogar durch eine gefälschte ersetzt.
Die Täter heben dann sofort an einem anderen Automaten Geld ab. Die Masche ist gefährlich, weil sie kein technisches Equipment, sondern nur Dreistigkeit erfordert.
Skimming und Cash-Trapping bleiben Dauergefahr
Neben den direkten Trickdiebstählen bleiben technische Manipulationen eine massive Bedrohung. Beim Skimming kopieren täuschend echte Aufsätze am Kartenschlitz die Magnetstreifendaten.
Eine versteckte Mini-Kamera zeichnet parallel die PIN-Eingabe auf. Mit den gestohlenen Daten erstellen Kriminelle Kartendubletten für Abhebungen, häufig im Ausland.
Beim Cash-Trapping halten eine Blende oder Klebestreifen am Ausgabeschacht die Scheine zurück. Der Automat zeigt eine Fehlermeldung, das Opfer geht leer aus. Die Täter entfernen später die Blende und kassieren das „gefangene“ Bargeld.
So schützen Sie sich am Geldautomaten
Die Kriminalpolizei hat klare Verhaltensregeln formuliert. Die wichtigste: Lassen Sie sich nicht ablenken.
- PIN immer abdecken: Verdecken Sie das Tastenfeld bei der Eingabe mit der freien Hand.
- Automaten prüfen: Achten Sie auf lockere Teile, Klebespuren oder Kameras am Kartenschlitz oder Geldausgabeschacht.
- Abstand wahren: Fordern Sie zu nahestehende Personen auf, zurückzutreten.
- Bei Störung vor Ort bleiben: Gehen Sie nie weg, wenn die Karte einbehalten wird oder kein Geld kommt. Informieren Sie sofort die Bank oder die Polizei.
- Karte sofort sperren: Im Verlustfall sperren Sie Ihre Karte rund um die Uhr unter der 116 116.
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Ein endloses Katz-und-Maus-Spiel
Während Geldautomatensprengungen Schlagzeilen machen, verursachen die leisen Betrugsmaschen kontinuierlich hohe Schäden. Das Bundeskriminalamt beobachtet international vernetzte Gruppen, die ihre Methoden ständig anpassen.
Trotz besserer Sicherheitstechnik wie dem EMV-Chip werden weiterhin Schwachstellen ausgenutzt. Für Bankkunden bleibt Wachsamkeit der effektivste Schutz gegen die Tricks der Betrüger.
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