Transfermarkt, Datensammlung

Transfermarkt stoppt Datensammlung nach Datenschutz-Bedenken

08.01.2026 - 13:52:12

Die Fußball-Datenbank Transfermarkt hat ihre automatische Datenerfassung aufgrund von DSGVO-Bedenken eingestellt und setzt nun auf ein strenges Einwilligungssystem mit Edge-Consent-Technologie.

Die weltweit führende Fußball-Datenbank Transfermarkt hat ihre automatische Nutzerdatenerfassung gestoppt. Grund sind akute Bedenken zur Einhaltung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Das Portal der Axel Springer-Gruppe setzt nun auf ein strenges Einwilligungssystem.

Compliance-Alarm zwingt zum sofortigen Stopp

Die Entscheidung fiel nach wachsender Kritik an der Transparenz von Datenerfassung auf Sportplattformen. Bereits beim Aufruf der Seite wurden Tracking-Skripte geladen – noch bevor Nutzer ihre Einwilligung gaben. Diese Praxis, bekannt als “Loading before Consent”, verstößt gegen die verschärfte Auslegung europäischer Datenschutzgesetze.

“Um rechtliche Risiken zu minimieren, war ein sofortiger Stopp nötig”, erklärt ein Compliance-Experte. Anders als bei vielen Konkurrenten blockiert das neue System nun alle nicht-essentiellen Datenübertragungen. Erst nach aktiver Zustimmung der Nutzer fließen Informationen zu Werbepartnern wie Google oder Facebook.

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Neue “Edge-Consent”-Technologie als Lösung

Als Ersatz für die alten Methoden setzt Transfermarkt auf eine innovative Server-Technologie. Die sogenannte Edge-Consent-Management-Lösung isoliert Nutzerdaten in einer sicheren Container-Umgebung am Serverrand.

Das bringt zwei klare Vorteile: Zum einen garantiert es, dass ohne Einwilligung wirklich keine Daten verarbeitet werden. Zum anderen verbessert es die Ladezeiten, da aufwendige Tracking-Skripte zunächst blockiert bleiben. Für Fußball-Fans bedeutet das schnelleren Zugriff auf Transfergerüchte und Marktwerte.

Strategischer Schwenk für Axel Springer

Der Schritt markiert eine strategische Wende im Umgang mit digitalen Werbeeinnahmen. “Saubere”, datenschutzkonforme Informationen werden für Vermarkter immer wertvoller”, analysiert eine Branchenexpertin. Indem Transfermarkt nicht-konforme Datensammlung stoppt, säubert es seine Datenpipeline.

Die öffentlichen Funktionen der Plattform bleiben uneingeschränkt verfügbar. Die laufende Transferperiode wird weiterhin minutiös dokumentiert. Doch im Hintergrund vollzieht sich ein Paradigmenwechsel: Vom automatischen Sammeln hin zur expliziten Nutzerzustimmung.

Vorbildwirkung für die gesamte Sport-Branche?

Die radikale Maßnahme könnte Schule machen. Angesichts strengerer Regulierung könnte das Edge-Consent-Modell zum neuen Standard werden. Andere Sportmedien dürften den Schritt genau beobachten – besonders vor dem Hintergrund möglicher DSGVO-Bußgelder.

In den kommenden Monaten wird Transfermarkt testen, wie Nutzer auf das neue System reagieren. Die Herausforderung: Zustimmungsraten optimieren, ohne in manipulatives Design zu verfallen. Für Millionen Fußball-Fans beginnt damit eine Ära mit mehr Privatsphäre – aber auch mehr Entscheidungen über ihre eigenen Daten.

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