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Trade Republic: Massive Phishing-Welle trifft Tausende Kunden

22.01.2026 - 16:43:13

Eine professionelle Betrugskampagne zielt auf Kunden des Neobrokers Trade Republic ab und verursacht bereits hohe sechsstellige Verluste. Behörden und der Broker selbst warnen eindringlich.

Eine hochprofessionelle Phishing-Kampagne hat Tausende Kunden des Neobrokers Trade Republic getroffen. Die Betrüger setzen auf gefälschte E-Mails, SMS und persönliche Anrufe, um an Kontodaten und Vermögen zu gelangen. Die finanziellen Schäden gehen bereits in die Hunderttausende.

Verbraucherschützer und Polizeibehörden warnen eindringlich. Allein im Polizeipräsidium Mittelfranken summiert sich der Schaden auf einen hohen sechsstelligen Betrag. In Oberbayern Nord meldeten Opfer innerhalb weniger Tage Verluste von rund 50.000 Euro.

Die perfide Masche: Drei-Stufen-Angriff

Die Kriminellen gehen mit einer mehrstufigen Taktik vor, die gezielt Vertrauen erschleichen soll. Den Auftakt machen massenhaft versendete E-Mails mit Betreffzeilen wie „Trade Republic: Bestätigung Ihres Kontos notwendig“. Darin wird mit einer angeblichen Kontosperrung gedroht, sollte der Nutzer nicht sofort handeln.

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Parallel dazu läuft „Smishing“ – also Phishing per SMS. Die Nachrichten warnen vor unbefugten Anmeldeversuchen und lenken auf gefälschte Seiten. Die heimtückischste Stufe sind jedoch persönliche Telefonanrufe. Dabei geben sich die Täter als Trade-Republic-Mitarbeiter aus und leiten ihre Opfer in teils stundenlangen Gesprächen an, Vermögen auf ein „sicheres Wallet“ zu überweisen – das in Wahrheit den Betrügern gehört.

Offizielle Warnungen: Das sagt Trade Republic

Der Neobroker selbst hat seine Millionen Nutzer bereits per E-Mail gewarnt. In der Mitteilung unter dem Betreff „Schütze dich vor SMS-Betrug“ stellt das Unternehmen klar:
* Es verschickt ausschließlich SMS mit einmaligen Login-Codes.
* Es fordert Kunden niemals per SMS oder E-Mail auf, eine bestimmte Nummer anzurufen.
* Es bittet nie darum, per Link ein Sicherheitsproblem zu lösen oder Vermögenswerte zu verschieben.

Auch die Verbraucherzentrale hat die Masche in ihr Phishing-Radar aufgenommen. Die bayerische Polizei ermittelt und warnt öffentlich vor den dreisten Anrufen.

So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen

Angesichts der Professionalität der Angreifer ist Wachsamkeit der beste Schutz. Experten raten zu diesen einfachen, aber effektiven Regeln:
* Nie auf Links in unerwarteten Nachrichten klicken. Loggen Sie sich stattdessen immer direkt über die offizielle App oder Website ein.
* Gesunde Skepsis bewahren. Seriöse Institute fordern selten per E-Mail zur Eingabe sensibler Daten auf.
* Bei Verdacht sofort handeln. Kontaktieren Sie den Support über die offizielle App, ändern Sie Passwörter und erstatten Sie Anzeige.

Warum Neobroker im Visier stehen

Die einfache Bedienung und niedrigen Gebühren von Plattformen wie Trade Republic haben Millionen neue, oft unerfahrene Anleger angelockt. Diese große Nutzerbasis macht sie zum lukrativen Ziel für Cyberkriminelle. Die aktuelle Welle zeigt: Die Methoden werden immer raffinierter und zielen direkt auf die menschliche Psychologie ab.

Für die Zukunft ist klar, dass solche Angriffe weiter zunehmen werden. Die Antwort der Plattformen muss in ständigen Investitionen in Sicherheit und vor allem in der Aufklärung ihrer Kunden liegen.

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