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Trade Republic: Betrüger erbeuten Hunderttausende mit Fake-Support-Anrufen

01.02.2026 - 07:52:11

Eine neue Phishing-Masche zielt gezielt auf Kunden des Neobrokers Trade Republic ab. Die Täter geben sich telefonisch als Support aus und verursachen bereits sechsstellige Schäden.

Eine neue Betrugswelle zielt gezielt auf Kunden des Neobrokers Trade Republic. Kriminelle geben sich als Support-Mitarbeiter aus und erbeuten so bereits Hunderttausende Euro. Die Polizei in Bayern warnt vor den aggressiven Methoden.

Die Masche kombiniert modernes Phishing mit psychologischem Druck. Anleger erhalten zunächst alarmierende SMS oder E-Mails, die einen Hack oder eine notwendige Sicherheitsüberprüfung vortäuschen. Kurz darauf melden sich vermeintliche Mitarbeiter telefonisch.

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So erschleichen sich die Täter Vertrauen

Die Betrüger gehen professionell vor. Ihr Ablauf ist mehrstufig:
* Erster Kontakt: Eine SMS oder E-Mail baut mit Warnungen vor angeblichen Kontozugriffen oder drohenden Sperrungen Druck auf.
* Das Telefonat: Die Opfer werden aufgefordert, eine Nummer anzurufen. Dort geben sich die Anrufer als hilfsbereite Trade-Republic-Mitarbeiter aus.
* Der Diebstahl: Unter dem Vorwand, das Vermögen zu schützen, leiten sie die Kunden an, ihr Portfolio zu liquidieren und den Erlös auf externe Krypto-Wallets zu überweisen. Alternativ locken sie auf gefälschte Login-Seiten.

Die Täter nutzen oft bereits erlangte persönliche Daten, um glaubwürdig zu wirken.

Offizielle Warnungen bei hohen Schadenssummen

Die Polizei in Mittelfranken und Oberbayern meldet eine Häufung der Fälle. Der Gesamtschaden in diesen Regionen liegt bereits im sechsstelligen Bereich. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.

Verbraucherschützer haben ihre Warnungen verschärft. Sie betonen, dass die Angriffe immer professioneller werden. Trade Republic selbst stellt klar: Das Unternehmen ruft Kunden niemals unaufgefordert an und fordert nie zur Überweisung von Geldern oder der Preisgabe von Passwörtern auf.

Warum Neobroker im Visier stehen

Plattformen wie Trade Republic haben mit ihrer einfachen, app-basierten Bedienung Millionen meist junge Anleger angezogen. Genau diese digitale und oft weniger erfahrene Kundschaft macht sie zum attraktiven Ziel für Kriminelle.

Cybersicherheitsexperten warnen vor der Gefahr dieser kombinierten Angriffe. Der persönliche Kontakt am Telefon baut eine falsche Vertrauensbasis auf, die rationale Sicherheitsbedenken überwindet. Die Masche beschränkt sich nicht nur auf Trade Republic, sondern betrifft auch Kunden anderer Finanzdienstleister.

So können sich Anleger schützen

Die Betrugsmethoden werden sich voraussichtlich weiter verfeinern. Der wirksamste Schutz sind grundlegende Sicherheitsregeln:
* Sofort auflegen bei unaufgeforderten Anrufen von angeblichen Support-Mitarbeitern.
* Nie Links in verdächtigen Nachrichten anklicken oder Daten eingeben.
* Nie Passwörter, Transaktionsbestätigungsnummern (TANs) oder Einmal-Codes weitergeben.
* Bei Verdacht den Kontakt sofort abbrechen und sich ausschließlich über die offizielle App an Trade Republic wenden.

Eine gesunde Skepsis ist der beste Schutz vor finanziellen Verlusten. Echte Banken und Broker fordern niemals zur Überweisung von Geldern auf externe Konten auf.

@ boerse-global.de