Tourismuspaket setzt auf Bürokratieabbau und Mitarbeiterwohnungen
10.01.2026 - 13:55:11Die Bundesregierung hat ein neues Tourismuspaket beschlossen. Es soll den Sektor mit weniger Bürokratie und gezielten Investitionen fit für die Zukunft machen.
Nach monatelangen Verhandlungen stellte die Koalition am vergangenen Mittwoch ihre Pläne vor. Unter dem Titel „Vision T“ setzt das Paket auf strukturelle Reformen statt auf breite Gießkannen-Förderungen. Für Hoteliers und Immobilienentwickler ändern sich damit die Rahmenbedingungen.
Die Botschaft ist klar: Die Zeit der quantitativen Expansion ist vorbei. Jetzt geht es um qualitative Verbesserungen. Der Bund verzichtet auf große Steuererleichterungen und setzt stattdessen auf zwei Hebel: Deregulierung und gezielte Förderung über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT).
Viele Investoren und Hotelbetreiber verschenken jedes Jahr Steuervorteile bei Modernisierungen oder beim Bau von Mitarbeiterwohnungen. Der 19-seitige Gratis-Report „Abschreibung von A–Z“ zeigt konkret, welche Abschreibungs- und Sonderabschreibungs‑Regeln Sie bei Sanierungen und Energieeffizienzprojekten nutzen können – praxisnahe Beispiele speziell für Immobilien- und Hotelprojekte inklusive. Jetzt kostenlosen Abschreibungs-Leitfaden sichern
Radikalkur gegen die Bürokratie
Ein Kernstück des Pakets ist der massive Abbau von Verwaltungsaufwand. Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) treibt die Entbürokratisierung voran. Geplant sind ein digitales Gästeblatt und einfachere Preisauszeichnungspflichten.
Besonders wichtig für die Branche: Die sogenannte „Grace Period“ bei Betriebsübergaben wird verlängert. Das soll den Generationswechsel in Familienbetrieben erleichtern. Experten erwarten, dass diese Vereinfachung Hotel-Transaktionen für Investoren attraktiver macht.
Der Schlüssel liegt im Wohnraum
Die wohl konkreteste Baumaßnahme betrifft den Fachkräftemangel. Das Paket priorisiert die Förderung von Mitarbeiterwohnungen. Die Richtlinien der ÖHT werden so angepasst, dass Investitionen in hochwertiges „Staff Housing“ bevorzugt werden.
Das eröffnet Projektentwicklern ein neues Feld. Gefragt sind moderne „Micro-Living“-Konzepte für Saisonkräfte, die über einfache Personalzimmer hinausgehen. Ein bereits bestehender Fonds und ein „Nachhaltigkeitsbonus“ machen solche sozial-ökologischen Bauvorhaben finanziell interessanter.
Qualität vor Quantität im Bestand
Neubauten auf der grünen Wiese rücken in den Hintergrund. Die neue Devise lautet: Investition in den Bestand. Künftige Förderungen hängen stärker an qualitativen Kriterien wie thermischer Sanierung und digitaler Aufrüstung.
Das bedeutet mehr Aufträge für Revitalisierungen und Modernisierungen bestehender Hotels. Gleichzeitig schafft die technische Umsetzung der EU-Regeln zu Ferienwohnungen mehr Markttransparenz. Das könnte den Druck auf den Wohnungsmarkt in Tourismus-Hotspots mildern.
Ein Kompromiss mit klarer Richtung
Die Reaktionen aus der Branche fallen überwiegend positiv aus. Die Österreichische Hotelvereinigung begrüßt die Entbürokratisierung. Finanzexperten merken jedoch an, dass der Margendruck durch fehlende Steuererleichterungen hoch bleibt.
Aus Sicht der Immobilienwirtschaft sendet das Paket ein klares Signal: Der Fokus liegt auf Modernisierung. In Zeiten hoher Bauzinsen kann staatliche Unterstützung für Sanierungen und Mitarbeiterwohnraum den entscheidenden Unterschied machen.
Bis zum Sommer 2026 soll die vollständige „Vision T“-Strategie ausgearbeitet werden. Für Investoren heißt das: Die finalen Förderrichtlinien stehen in den kommenden Monaten fest. Projekte mit Fokus auf Mitarbeiterinfrastruktur und Energieeffizienz dürften die besten Chancen haben.
PS: In Zeiten hoher Bauzinsen lassen sich Investitionen oft durch gezielte Steuerregelungen entlasten. Der kostenlose Spezialreport „Abschreibung von A–Z“ (19 Seiten) erklärt anhand von Hotel‑ und Modernisierungsbeispielen, wie Sie degressive AfA, Sonderabschreibungen und Fördermittel kombinieren, um Liquidität zu schonen und Renditen zu verbessern. Gratis-Report ‘Abschreibung von A–Z’ anfordern


