Tourismus-Branche, Alarm

Tourismus-Branche schlägt Alarm: Investitionen brechen ein

27.01.2026 - 20:56:12

Fast jedes zweite Tourismusunternehmen plant sinkende Investitionen. Die Wirtschaftskammer fordert politische Entlastung der Förderbank OeHT, um die Branche zu stärken.

Die österreichische Tourismuswirtschaft steuert auf eine gefährliche Investitionsbremse zu. Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Fast jedes zweite Unternehmen rechnet mit sinkenden Ausgaben für die Zukunft.

Die Stimmung ist auf Tiefststand: Nur 17 Prozent der Betriebe planen, mehr zu investieren. Ein Drittel will das Niveau halten. Besonders alarmierend ist die Lage in der Hotellerie. Dort blicken nur noch 9 Prozent der Betriebe optimistisch auf neue Projekte.

Hohe Kosten und Unsicherheit lähmen die Betriebe

Was hält die Unternehmer zurück? Die Gründe sind vielfältig:
* Wirtschaftliche Unsicherheit (54 %)
* Schwierige Finanzierungsbedingungen (44 %)
* Anhaltender Fachkräftemangel (31 %)

Dazu kommen die hohen Kosten für Energie, Waren und Personal. Sie schmälern die Gewinne und lassen wenig Spielraum für mutige Zukunftsprojekte. Die Folge: Investitionen konzentrieren sich auf das Nötigste. Die Hälfte der Betriebe plant vorrangig Ersatzinvestitionen.

Wo doch neu investiert wird, liegen die Schwerpunkte klar auf Digitalisierung (61 %), Innovation (51 %) und Nachhaltigkeit (49 %). Doch reicht das, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen?

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Forderung: Förderbank OeHT entlasten!

Als Reaktion auf die Krise fordert die WKÖ umgehend politische Maßnahmen. Im Fokus steht die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (OeHT). Sie ist die wichtigste Förderstelle für die Branche.

Kritikpunkt: Die OeHT ist die einzige Förderbank in Österreich und der EU, die nicht von strengen Eigenkapitalrichtlinien ausgenommen ist. Zusätzlich belastet sie eine erhöhte Stabilitätsabgabe. „Diese Sonderlast mindert die Förderwirkung“, erklärt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus in der WKÖ.

Die Forderung ist eindeutig: Die OeHT muss rasch in die Liste der ausgenommenen Institute aufgenommen werden. Nur so kann sie ihre Rolle als Motor für Modernisierung effektiv ausfüllen.

Warum diese Investitionskrise alle betrifft

Die Tourismusbranche ist eine zentrale Säule der österreichischen Wirtschaft. Sie erwirtschaftet eine Wertschöpfung von rund 66,8 Milliarden Euro – das sind etwa 14 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts.

Investitionen im Tourismus haben einen starken regionalen Hebeleffekt. Aufträge gehen an lokale Handwerker, Dienstleister und Zulieferer. Die geschaffene Infrastruktur kommt der gesamten Bevölkerung zugute. Ein Investitionsstau gefährdet daher nicht nur einzelne Betriebe, sondern den Wohlstand vieler Regionen.

Trotz guter Buchungszahlen warnt die WKÖ vor Schein-Rekorden. Die Erträge können oft nicht mit den Kostensteigerungen mithalten. Die Politik ist jetzt gefordert, die Weichen zu stellen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die geforderten Entlastungen für die OeHT kommen – und ob sie rechtzeitig wirken, um die Branche für die Zukunft zu rüsten.

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