Top-Sharing: Geteilte Führung als Antwort auf Burnout-Gefahr
16.01.2026 - 19:42:12Job-Sharing erobert die Chefetagen. Das Modell, bei dem sich zwei Personen eine Führungsposition teilen, entwickelt sich zur strategischen Antwort auf steigenden Druck und Burnout-Gefahr. Es verspricht bessere Work-Life-Balance für Manager und handfeste Vorteile für Unternehmen.
Besonders Führungskräfte sind durch ständige Erreichbarkeit und hohe Verantwortung gefährdet. Top-Sharing verteilt die Last auf mehrere Schultern und reduziert die Arbeitszeit des Einzelnen. Unternehmen, die solche Modelle anbieten, punkten zudem als attraktive Arbeitgeber.
Die Aufteilung einer Spitzenposition bietet klare Vorteile im Kampf gegen Stress:
* Geteilte Last: Tandempartner unterstützen sich gegenseitig, treffen fundiertere Entscheidungen und fungieren als Sparringspartner.
* Verlässliche Vertretung: Bei Urlaub oder Krankheit ist die Kontinuität gesichert – der Druck, ständig verfügbar sein zu müssen, sinkt.
* Mehr Innovation: Die Kombination unterschiedlicher Fähigkeiten und Perspektiven führt oft zu kreativeren Lösungen. Studien deuten darauf hin, dass Tandems produktiver sein können als eine Einzelperson.
Für Arbeitnehmer ermöglicht das Modell anspruchsvolle Karrieren in Teilzeit. Das erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kann die Frauenquote in Führungspositionen erhöhen.
So funktioniert die geteilte Spitze in der Praxis
In der Praxis gibt es verschiedene Ansätze. Beim Job-Pairing übernehmen Partner die Aufgaben gemeinsam, beim Job-Splitting sind die Verantwortungsbereiche klar getrennt. Am verbreitetsten in Führungsetagen ist das Top-Sharing: Zwei Führungskräfte teilen sich strategische Entscheidungen und Mitarbeiterführung.
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Die Arbeitszeit kann flexibel aufgeteilt werden – von 50/50 bis zu Modellen wie 60/40. Sogar „Übervollzeitstellen“ sind denkbar, bei denen beide Partner beispielsweise 30 Stunden arbeiten.
Der Erfolg hängt von klaren Rahmenbedingungen ab:
* Passende Partner: Die Fähigkeiten müssen sich ergänzen, die persönliche Chemie stimmen.
* Transparente Kommunikation: Sowohl im Tandem als auch gegenüber dem Team.
* Technische Anpassung: IT-Systeme müssen oft angepasst werden, da sie meist nur eine Person pro Position vorsehen.
Die größte Hürde ist die Unternehmenskultur
Trotz der Vorteile ist die Einführung nicht einfach. Die größte Herausforderung ist oft die bestehende Unternehmenskultur, die von ständiger Anwesenheit der Chefs ausgeht. Erfolg erfordert ein Umdenken in den Chefetagen.
Der Koordinationsaufwand im Tandem ist höher und braucht viel Vertrauen. Risiken sind doppelte Arbeit oder übersehene Aufgaben bei schlechter Kommunikation. Zudem darf das Modell nicht zu „unsichtbarer“ Überlastung führen, bei der beide mehr arbeiten als vereinbart.
Ein strategischer Imperativ im Talentekampf
Die Verbreitung von Job-Sharing ist mehr als ein Trend. Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen, neue Wege zu gehen. Flexible Modelle sind ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Talente.
Analysten sehen in der geteilten Führung einen Motor für mehr Kollaboration und Diversität. Sie zeigt, dass Leistung nicht von reiner Anwesenheitszeit abhängt. Das Modell eignet sich sogar für die Nachfolgeplanung, wenn erfahrene Manager ihr Wissen in Senior-Junior-Tandems weitergeben.
Laut einer Studie steigt die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber um durchschnittlich 33 Prozent, wenn duale Führungsmodelle angeboten werden.
Wird die Doppelspitze zur Normalität?
Experten gehen davon aus, dass Job-Sharing weiter an Bedeutung gewinnt. Die Arbeitswelt wird von einem stärkeren Wunsch nach Flexibilität und Balance geprägt sein. Unternehmen, die diesen Wandel proaktiv gestalten, haben die Nase vorn.
Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert die notwendige Koordination. Anfängliche Hürden, wie die Abbildung in IT-Systemen, werden mit der Zeit schwinden. Die in der Politik etablierte Doppelspitze könnte so auch in der Wirtschaft zum Standard werden.
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