Tonga, Datendiebstahl-Software

Tonga warnt vor gefährlicher Datendiebstahl-Software

25.01.2026 - 03:23:12

Die nationale Cybersicherheitsbehörde Tongas meldet einen starken Anstieg raffinierter Datendiebe. Diese Schadsoftware sammelt heimlich sensible Zugangsdaten und bedroht die finanzielle Sicherheit der Bürger.

Die nationale Cybersicherheitsbehörde Tongas warnt vor einer dramatischen Zunahme raffinierter Schadsoftware, die persönliche Daten ausspäht. Diese sogenannten Infostealer bedrohen die digitale Sicherheit der Bürger und können zu schwerem finanziellem Schaden führen.

Hinterhältige Angriffe auf persönliche Daten

Laut CERT Tonga, der nationalen Cyber-Notfallzentrale, operieren die Infostealer besonders tückisch. Sie schleichen sich unbemerkt in Computer und Mobilgeräte ein und sammeln im Hintergrund sensible Informationen. Erbeutet werden Zugangsdaten für Online-Banking, soziale Medien, E-Mail-Konten sowie im Browser gespeicherte Passwörter und Kreditkartendaten.

Die gestohlenen Informationen landen auf Servern der Cyberkriminellen. Dort werden sie auf illegalen Marktplätzen im Darknet verkauft oder für Betrug, Kontoplünderung und gezieltere Angriffe genutzt. Das Gefährliche: Die Malware verschwindet oft nach erfolgreichem Diebstahl, sodass die Opfer erst bemerken, dass sie kompromittiert wurden, wenn es zu spät ist.

So funktionieren die Datendiebe

Anders als Ransomware, die sich durch das Sperren von Dateien bemerkbar macht, setzen Infostealer auf Tarnung. Ihr Ziel ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben und Daten abzugreifen. Verbreitet werden sie über Phishing-E-Mails mit schädlichen Links, manipulierte Online-Werbung (“Malvertising”) oder Downloads von Software aus unsicheren Quellen.

Anzeige

Passend zum Thema Phishing und infizierte Downloads: Viele Infostealer beginnen mit einer scheinbar harmlosen E‑Mail oder manipulierten Anzeigen – und enden mit gehackten Konten oder gestohlenen Kreditkartendaten. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket erklärt in einer klaren 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie schädliche Mails erkennen, CEO‑Fraud und Malvertising abwehren und technische wie organisatorische Schutzmaßnahmen umsetzen. Enthalten sind Checklisten für Privatpersonen und kleine Unternehmen sowie praxisnahe Beispiele aktueller Angriffe. Anti‑Phishing‑Paket jetzt kostenlos herunterladen

Die Schadsoftware nutzt verschiedene Techniken: Sie protokolliert Tastatureingaben, fängt Daten in Webformularen ab oder stiehlt Browser-Cookies, um sogar Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen. Die Verbreitung wird durch ein “Malware-as-a-Service”-Geschäftsmodell im Darknet angeheizt. Auch technisch weniger versierte Kriminelle können so vorgefertigte Infostealer-Kits wie RedLine oder LummaC2 mieten und großflächige Angriffe starten.

Besondere Gefahr für den Pazifikraum

Die wachsende Bedrohung trifft pazifische Inselstaaten wie Tonga in einer besonders sensiblen Phase. Mit fortschreitender Digitalisierung und besserer Internetanbindung vergrößert sich die Angriffsfläche für Kriminelle. Gleichzeitig sind die Ressourcen für Cybersicherheits-Infrastruktur oft begrenzt und das öffentliche Bewusstsein für digitale Gefahren noch im Aufbau.

Bereits 2025 wurde Tonga von einem schweren Cyberangriff getroffen, als das Gesundheitsministerium Ziel eines Ransomware-Angriffs wurde. Das Nationale Gesundheitsinformationssystem wurde lahmgelegt, die Angreifer forderten ein Millionen-Lösegeld, das die Regierung verweigerte. Solche Vorfälle unterstreichen die dringende Notwendigkeit, die digitale Widerstandsfähigkeit auszubauen.

So können Sie sich schützen

CERT Tonga appelliert an Bürger und Unternehmen, ihre Wachsamkeit zu erhöhen und grundlegende Schutzmaßnahmen umzusetzen. Der beste Schutz ist, eine Infektion von vornherein zu verhindern.

  • Starke, einzigartige Passwörter für jedes Konto verwenden. Ein Passwort-Manager hilft bei der sicheren Verwaltung.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren, wo immer möglich. Sie bietet eine entscheidende zusätzliche Sicherheitsschicht.
  • Phishing-Versuche kritisch hinterfragen: Nicht auf Links in verdächtigen E-Mails oder Nachrichten klicken und keine Anhänge unbekannter Absender öffnen.
  • Software nur aus offiziellen Quellen wie App-Stores oder Hersteller-Websites herunterladen. Vor allem bei “kostenlosen” Versionen bezahlter Software ist Vorsicht geboten.
  • Regelmäßige Updates für Betriebssystem, Browser und alle Programme installieren, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
  • Umfassende Sicherheitssoftware auf allen Geräten nutzen und aktuell halten.

Die Zunahme von Infostealer-Malware ist mehr als ein technisches Problem – sie bedroht die wirtschaftliche Stabilität und persönliche Sicherheit. Für Tongas digitale Zukunft sind Investitionen in Cybersicherheit, kontinuierliche Aufklärung und internationale Zusammenarbeit unverzichtbar. Verdächtige Vorfälle sollten umgehend an CERT Tonga gemeldet werden.

Anzeige

PS: Sie möchten sich langfristig vor Datendieben schützen? Das Anti‑Phishing‑Paket bietet nicht nur Sofortmaßnahmen, sondern auch Vorlagen zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden, Tipps zur Absicherung von Mobilgeräten und Anleitungen zur Einrichtung technischer Blockaden gegen Schadlinks. Ideal für Privatpersonen, Behörden und kleine Firmen, die ihre digitale Abwehr ohne große IT‑Investitionen verbessern wollen. Fordern Sie den kostenlosen Leitfaden an und setzen Sie heute die ersten Schutzschritte um. Kostenlosen Anti‑Phishing‑Leitfaden anfordern

@ boerse-global.de