TK-Report 2025: Eigenanspruch überholt Job als größter Stressfaktor
27.11.2025 - 02:50:12Zwei Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich regelmäßig gestresst. Die Techniker Krankenkasse veröffentlichte gestern den alarmierenden Stressreport 2025 – mit einer überraschenden Erkenntnis: Nicht der Chef macht uns krank, sondern wir selbst.
61 Prozent der Befragten nennen hohe Eigenansprüche als größten Stressfaktor. Ein dramatischer Wandel: Der Druck hat sich von außen nach innen verlagert. “Chronischer Stress erhöht das Risiko für Depressionen und Herz-Kreislauf-Probleme massiv”, warnt TK-Chef Dr. Jens Baas bei der Vorstellung in Berlin.
Doch es kommt noch dicker: 53 Prozent fühlen sich durch politische Krisen belastet. Kriege, Polarisierung und Zukunftsängste sind keine abstrakten Nachrichten mehr – sie fressen sich direkt in die Psyche.
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Pünktlich zur Schnäppchenjagd warnen Psychologen vor einem neuen Phänomen: dem “kognitiven Burnout”. Rabattschlachten, blinkende Banner und künstliche Verknappung überfordern das Entscheidungszentrum im Gehirn.
Die Zahlen sprechen Bände:
- 85 Prozent brechen ihren Online-Warenkorb ab – nicht aus Geldmangel, sondern aus Überforderung
- 58 Prozent empfinden Weihnachtsshopping laut Deloitte Holiday Retail Survey als belastend
- 84 Prozent müssen sparen, was Kaufimpuls und finanzielle Sorgen kollidieren lässt
Dr. Hannah Nearney, klinische Psychiaterin, bringt es auf den Punkt: “Wir treffen zu viele Mikro-Entscheidungen in zu kurzer Zeit.” Ihre Empfehlung für die kommenden Tage? Weniger Auswahl ist mehr Gesundheit.
Krank zur Arbeit: Die stille Epidemie
Parallel zeigt der DGB-Index Gute Arbeit ein gefährliches Muster: 63 Prozent der Beschäftigten arbeiteten 2025 mindestens einmal, obwohl sie richtig krank waren. In Pflege-, Erziehungs- und Reinigungsberufen liegt die Quote sogar über 70 Prozent.
Die Gründe? Angst um den Job, Personalmangel oder eine Unternehmenskultur, die Anwesenheit über Gesundheit stellt. Experten warnen: Dieser Präsentismus führt langfristig zu noch längeren Ausfallzeiten und beschleunigt die Burnout-Spirale.
In Österreich ist die Lage ähnlich dramatisch. Die Mavie Stress Studie 2025 zeigt: 70 Prozent fühlen sich sehr oft gestresst.
Generation Z: Chat statt Gespräch
Der AXA Mental Health Report 2025 offenbart eine beunruhigende Entwicklung bei jungen Menschen: 46 Prozent der unter 25-Jährigen fühlen sich in Online-Chats sicherer als in persönlichen Gesprächen. Ein klarer Indikator für soziale Ängste, die durch die digitale Arbeitswelt verstärkt werden.
Die “Polikrise” – Klimawandel, Inflation, geopolitische Instabilität und KI-Ängste – wirkt gleichzeitig auf das Individuum ein. Das Gefühl des Kontrollverlusts treibt die Stresslevel weiter nach oben.
Was bringt 2026?
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz schätzt die volkswirtschaftlichen Kosten psychischer Erkrankungen auf über 20 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Experten sehen für 2026 zwei Trends:
Telemedizin wird Standard: Apps zur Burnout-Früherkennung und KI-gestützte Therapiebegleitung sollen Wartezeiten verkürzen. Besonders Jüngere nehmen digitale Angebote gut an.
Unternehmen müssen umdenken: Angesichts des Fachkräftemangels können sich Firmen “verheizte” Mitarbeiter nicht mehr leisten. Mentale Gesundheitsprogramme werden vom Nice-to-have zum Wirtschaftsfaktor.
Kurzfristig empfehlen Experten für das Adventswochenende radikale Reduktion: Weniger Nachrichten, verschobene Kaufentscheidungen und niedrigere Ansprüche an sich selbst. Zumindest für ein paar Tage.
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