Tiiny, Pocket

Tiiny AI Pocket Lab: KI-Supercomputer für die Hosentasche

09.01.2026 - 15:41:12

Das Startup Tiiny AI präsentiert auf der CES 2026 einen winzigen Computer, der komplexe KI-Modelle mit über 100 Milliarden Parametern lokal und ohne Internetverbindung verarbeiten kann.

Ein Mini-PC mit Rekordmaßen bringt große KI-Modelle erstmals komplett offline – und stellt das Cloud-Modell in Frage.

Auf der CES 2026 in Las Vegas hat das Startup Tiiny AI Inc. eine kleine Revolution gestartet: Der Tiiny AI Pocket Lab, kaum größer als eine Powerbank, läuft komplett ohne Internet. Das Gerät hält den Guinness-Weltrekord als “kleinster Mini-PC”, der große KI-Modelle mit über 100 Milliarden Parametern lokal verarbeiten kann. Damit adressiert das Unternehmen wachsende Bedenken zu Datenschutz, Abo-Kosten und dem ökologischen Fußabdruck der Cloud-KI.

Rechenpower in Hosentaschenformat

Das Gerät misst nur 14,2 x 8 x 2,53 Zentimeter und wiegt rund 300 Gramm. Doch in dem kompakten Gehäuse steckt Hardware, die mit Highend-Workstations mithalten kann. Ein 12-Kern-Arm-v9.2-Prozessor und eine spezielle Neural Processing Unit (NPU) mit 190 TOPS bilden das Herzstück. Dazu kommen 80 GB Arbeitsspeicher und eine 1-TB-SSD – eine Konfiguration, die speziell für den speicherhungrigen Betrieb großer KI-Modelle designed wurde.

In Live-Demos auf der Messe zeigte das Gerät, wie es 120-Milliarden-Parameter-Modelle offline ausführt. Mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit von über 20 Tokens pro Sekunde ermöglicht es flüssige Echtzeit-Interaktionen für Aufgaben wie Programmierhilfe, komplexe Analysen oder Content-Erstellung.

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Die Datenhoheit kehrt zum Nutzer zurück

Der Launch kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Immer mehr Nutzer hinterfragen die Kompromisse cloudbasierter KI-Dienste: ständige Internetverbindung, die Übertragung sensibler Daten zu entfernten Servern und laufende Abo-Gebühren.

Die Strategie von Tiiny AI setzt konsequent auf lokale Verarbeitung und Datensouveränität. “Wir stellen uns eine Welt vor, in der man seine persönliche KI besitzt wie einen Computer – und nicht wie eine gemietete Dienstleistung abrechnet”, sagte GTM-Direktor Samar Bhoj auf der Produktpräsentation. Das Pocket Lab macht monatliche API-Gebühren überflüssig und eliminiert das Risiko von Datenlecks.

Einfache Bedienung für komplexe Technik

Die Hardware ist nur eine Seite der Medaille. Damit die Technologie auch für Nicht-Techniker zugänglich wird, hat Tiiny AI ein eigenes Betriebssystem entwickelt: TiinyOS. Die Plattform bietet eine schlanke Oberfläche, über die sich populäre Open-Source-Modelle wie Llama, Qwen oder Mistral per Klick installieren und ausführen lassen.

Dieser “Plug-and-Play”-Ansatz zielt bewusst auf eine breite Nutzergruppe ab – von Entwicklern über Forscher bis hin zu datenschutzbewussten Autoren, die leistungsstarke KI-Tools in offline-fähigen Umgebungen benötigen.

Marktstart und Perspektiven

Analysen auf der CES sehen im Pocket Lab einen Reifegradsprung für “Edge AI”. Während Hersteller seit einem Jahr “AI-PCs” bewerben, waren diese meist auf kleinere Modelle mit 7 bis 13 Milliarden Parametern beschränkt. Die Fähigkeit, Modelle mit über 100 Milliarden Parametern zu betreiben, platziert das Pocket Lab in einer eigenen Kategorie zwischen Consumer-Laptops und Enterprise-Servern.

Mit einem Leistungsbedarf von 65 Watt und einem aktiven Kühlsystem arbeitet es deutlich energieeffizienter als vergleichbare GPU-basierte Setups. Die Verfügbarkeit ist für Februar 2026 auf Kickstarter geplant. Der “Super-Frühbucher-Preis” liegt bei 1.399 US-Dollar – eine Positionierung als Premium-Peripherie für Enthusiasten und Profis.

Die erfolgreiche Demonstration auf der CES legt nahe: Das Zeitalter des persönlichen, offline-fähigen Supercomputers hat begonnen. Die Annahme, dass größere Intelligenz zwingend größere Infrastruktur erfordert, wird damit grundlegend infrage gestellt.

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