Thüringen erhöht Apotheken- und Praxis-Förderung auf 50.000 Euro
23.01.2026 - 18:43:13Thüringen kämpft mit einer kräftigen Finanzspritze gegen den Schwund von Ärzten und Apotheken auf dem Land. Ab sofort gibt es bis zu 50.000 Euro für Neugründungen und Übernahmen.
Die Landesregierung hat die maximale Fördersumme für Existenzgründer im Gesundheitswesen um 10.000 Euro angehoben. Ziel ist es, die medizinische Grundversorgung in strukturschwachen Regionen zu sichern. Gleichzeitig wurde der Kreis der Antragsberechtigten erweitert.
Höhere Zuschüsse für kleinere Orte
Die neue Obergrenze von 50.000 Euro pro Niederlassung ist das Herzstück der reformierten Förderrichtlinie. Die genaue Höhe des Zuschusses hängt vom Standort ab: Je kleiner die Gemeinde, desto höher die mögliche Unterstützung. Damit fließt das Geld gezielt dorthin, wo der Versorgungsbedarf am größten ist.
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Ein weiterer wichtiger Schritt: Die bisherige Hürde für Familienübergaben ist gefallen. Verwandte ersten Grades können nun ebenfalls Fördermittel beantragen, wenn sie eine Praxis oder Apotheke in der Familie übernehmen. Dies soll den Fortbestand etablierter Einrichtungen sichern. Zusätzlich sind bis zu 5.000 Euro für den barrierefreien Umbau vorgesehen.
Reaktion auf besorgniserregende Zahlen
Der Schritt der Landesregierung ist dringend notwendig. Die Zahl der Apotheken in Thüringen schrumpft seit Jahren. Laut Landesapothekerkammer gab es zu Jahresbeginn nur noch 474 Apotheken – ein Rückgang von rund 110 seit 2010. Viele Inhaber finden keine Nachfolger.
Auch bei den Ärzten klaffen Lücken. Derzeit sind in Thüringen 96 Hausarzt- und fünf Kinderarztsitze unbesetzt. Engpässe gibt es auch bei Fachärzten. Die Förderung soll jungen Medizinern und Pharmazeuten den Start erleichtern, denen oft das nötige Eigenkapital fehlt.
Ein Baustein im Kampf gegen die Landflucht
Experten bewerten die Aufstockung als wichtiges Signal. Die hohen Investitionskosten sind eine große Hürde. Direkte Zuschüsse können den entscheidenden Anreiz bieten, sich auf dem Land niederzulassen. Die Einbeziehung der Familie wird als pragmatisch gelobt – oft ist die interne Nachfolge die einzige Chance, einen Standort zu halten.
Kann Geld allein das Problem lösen? Sicher nicht. Fachkräftemangel und Bürokratie bleiben Herausforderungen. Doch Thüringen setzt mit dem Programm ein klares Zeichen und geht einen Schritt voraus, während auf Bundesebene noch über eine umfassende Apothekenreform diskutiert wird.
Der Erfolg wird sich an den Neugründungen messen lassen. Klar ist aber schon jetzt: Finanzielle Anreize müssen durch attraktive Lebensbedingungen und weniger Bürokratie ergänzt werden, um den ländlichen Raum dauerhaft als Arbeitsort attraktiv zu machen.
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