Threema, Messenger

Threema: Messenger für Datenschutz geht an Investmentfirma

13.01.2026 - 03:22:12

Die Übernahme des sicheren Schweizer Messengers Threema durch eine Private-Equity-Firma löst Debatten über die Bewahrung seiner strengen Datenschutzprinzipien unter profitorientiertem Eigentümer aus.

Der Schweizer Messenger-Dienst Threema wurde von der deutschen Investmentfirma Comitis Capital übernommen. Die Ankündigung löste eine intensive Debatte über die Zukunft des als besonders sicher geltenden Dienstes aus. Nutzer fragen sich: Bleibt das Bekenntnis zur Privatsphäre unter dem neuen Eigentümer bestehen?

Warum die Übernahme Sorgen auslöst

Threema hat seinen Ruf auf strengen Datenschutz gebaut. Die App verzichtet auf die Erfassung von Telefonnummern und sammelt minimale Metadaten. Die treue Nutzerschaft fürchtet nun, dass der neue, profitorientierte Eigentümer diese Prinzipien aufweichen könnte.

Die Bedenken sind nicht unbegründet. In der Branche führten Übernahmen wie der Kauf von WhatsApp durch Facebook oft zu gelockerten Datenschutzrichtlinien. Die Community wartet gespannt auf Garantien für:
* Den weiterhin öffentlichen Quellcode der Apps
* Regelmäßige, unabhängige Sicherheitsaudits
* Den Verbleib der Server-Infrastruktur in der Schweiz

Wer ist der neue Eigentümer?

Comitis Capital ist eine junge Private-Equity-Firma aus Frankfurt. Sie konzentriert sich auf Investitionen in europäische Wachstumsunternehmen. In ihrer Mitteilung betont sie, Threema bei der steigenden Nachfrage nach Datenhoheit unterstützen zu wollen.

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Doch genau hier liegt das Dilemma. Private-Equity-Firmen zielen typischerweise darauf ab, den Wert eines Unternehmens zu steigern und es mit Gewinn weiterzuverkaufen. Dieser Druck könnte Threema zu aggressiveren Wachstumsstrategien zwingen – die im Widerspruch zum bisherigen Ethos stehen.

Ein Verkauf mit Signalwirkung

Die Übernahme zeigt: Der Markt für sichere Kommunikation wird kommerziell attraktiver. Immer mehr Nutzer suchen Alternativen zu datenhungrigen Diensten großer Tech-Konzerne. Threema hatte sich hier als Premium-Anbieter mit Einmalgebühr erfolgreich positioniert.

Kann der Dienst seine Unabhängigkeit und den kompromisslosen Fokus auf Privatsphäre unter wachstumsorientiertem Kapital bewahren? Die Entwicklung wird genau beobachtet. Sie könnte zum Präzedenzfall für die Zukunft anderer datenschutzfreundlicher Dienste werden.

Die kommenden Monate sind entscheidend. Jede Änderung der Nutzungsbedingungen oder Datenschutzrichtlinie wird scharf kritisiert werden. Für die Nutzer bleibt vorerst nur, die Entwicklung wachsam zu verfolgen.

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