„Third Space“: So gelingt der mentale Feierabend
22.01.2026 - 07:42:13Jeder vierte Angestellte fühlt sich abends emotional erschöpft. Der Grund: Der gedankliche Absprung von der Arbeit fällt schwer. Experten setzen deshalb auf ein wirksames Gegenkonzept – den „Third Space“. Diese bewusste Pufferzone zwischen Job und Privatleben soll Stress reduzieren und vor Burnout schützen.
Der Begriff beschreibt den mentalen Übergang vom Arbeits- in den Privatmodus. Es ist die Phase nach dem Zuklappen des Laptops, bevor man voll im Familienleben ankommt. Statt diesen Wechsel gedanklich noch bei der Arbeit zu verbringen, plädiert das Konzept für eine aktive Gestaltung. Ziel ist eine klare psychologische Grenze, die im Homeoffice oft fehlt.
Warum brauchen wir diese Pufferzone?
Psychologen betonen: Bewusstes Abschalten reduziert nachweislich Stress. Wer berufliche Anspannung mit nach Hause nimmt, beeinträchtigt nicht nur die eigene Erholung. Studien zeigen, dass sich dieser Stress auch auf den Partner übertragen kann. Ein klares Übergangsritual signalisiert dem Gehirn: Der Arbeitsteil ist vorbei. Das kann die Produktion von Stresshormonen senken.
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Einfache Rituale für den Homeoffice-Alltag
Die Umsetzung erfordert keinen großen Aufwand. Entscheidend sind kleine, regelmäßige Handlungen, die den Übergang markieren:
* Für Pendler: Bewusst einen Podcast hören, der nichts mit der Arbeit zu tun hat.
* Im Homeoffice: Ein kurzer Spaziergang um den Block, das Wechseln der Kleidung oder eine fünfminütige Atemübung.
* Symbolischer Akt: Das konsequente Aufräumen des Arbeitsplatzes als Zeichen für den Tagesabschluss.
Mentale Gesundheit wird zum Wirtschaftsfaktor
Das Konzept fügt sich in die größere Debatte um Work-Life-Balance ein. Unternehmen erkennen zunehmend: Zufriedene Mitarbeiter sind produktiver. Eine Kultur, die klare Feierabendzeiten respektiert, kann Burnout-Raten senken. Die Verantwortung liegt aber nicht nur bei den Arbeitgebern. Auch Arbeitnehmer müssen Eigenverantwortung übernehmen und aktiv Grenzen gegen die ständige Erreichbarkeit setzen.
Da flexible Arbeitsmodelle zur Normalität werden, wird die Fähigkeit zum mentalen Abschalten zur Kernkompetenz. Der „Third Space“ könnte so zu einem festen Bestandteil einer gesünderen und produktiveren Arbeitskultur werden.


