The, Dean

The Dean erobert Berlin und München mit Lifestyle-Hotels

14.02.2026 - 11:31:12

Die irische Dean Hotel Group eröffnet ihre ersten deutschen Häuser in Berlin und München, während das traditionsreiche Adlon Kempinski einen neuen General Manager begrüßt. Der Luxushotelmarkt zeigt sich robust.

Die irische Dean Hotel Group eröffnet im Februar ihr erstes deutsches Haus in Berlin, gefolgt von einem zweiten in München im März. Parallel startet das traditionsreiche Hotel Adlon Kempinski unter neuer Führung in das Jahr. Der deutsche Luxushotelmarkt erlebt eine dynamische Phase.

Ein irischer Doppelschlag in zwei Metropolen

Mit der Lifestyle-Marke The Dean betritt ein ambitionierter neuer Akteur den deutschen Markt. Das erste Haus in Berlin-Charlottenburg öffnete diese Woche seine Türen. Es bietet 81 Zimmer in einem historischen Gebäude.

Das Design setzt auf eine eklektische Mischung aus rebellischen Elementen und klassischer Eleganz. Herzstück ist das gastronomische Angebot „Benedict“ – eine Kombination aus Bäckerei, Restaurant und Bar. Damit will das Hotel auch das lokale Publikum anziehen und die Barriere zum Kiezleben senken.

Bereits im März folgt der nächste Coup: Die Eröffnung eines zweiten Hauses in München. Mit 281 Zimmern im Westend fällt es deutlich größer aus. Das Design verbindet Jugendstil mit 1980er-Jahre-Ästhetik. Ein japanisches Restaurant und das Wellness-Konzept „Power“ zielen auf eine moderne Luxusklientel.

Adlon Kempinski: Neuer Kapitän am Steuer

Während neue Player den Markt betreten, vollzieht sich am Brandenburger Tor ein Generationenwechsel. Seit dem 1. Januar steht das Hotel Adlon Kempinski unter der Leitung von Christian Hirt. Er folgt auf Karina Ansos, die als erste Frau das Haus geführt hatte.

Hirt übernimmt in einer entscheidenden Phase. Das Adlon muss seine Spitzenposition gegen eine wachsende Zahl internationaler Luxusmarken verteidigen. Nach umfangreichen Renovierungen der Hardware in den letzten Jahren liegt der Fokus nun auf Service-Exzellenz und digitaler Guest Journey.

Die Branche beobachtet gespannt: Kann das traditionsreiche Haus die Balance zwischen den Erwartungen seiner Stammgäste und den Ansprüchen einer jüngeren, globalen Klientel finden?

Hyatt expandiert in Berlin, München konsolidiert

Neben diesen Schlagzeilen gibt es weitere Bewegungen:
* In Berlin-Friedrichshain steht das Me and All Hotel Berlin East Side kurz vor der Eröffnung. Das Hyatt-Haus mit 227 Zimmern zielt mit Co-Working und 24/7-Fitness auf eine jüngere, designaffine Zielgruppe.
* In München hat sich der Markt nach den großen Eröffnungen 2023/2024 (Rosewood, Koenigshof) etwas beruhigt. Die Ankunft von The Dean wird zeigen, ob auch abseits der Top-Lagen hohe Preise durchsetzbar sind.

Markt 2026: Zwei Geschwindigkeiten

Die aktuellen Entwicklungen spiegeln einen größeren Trend wider. Branchenanalysen von JLL und PwC deuten auf eine „Two-Speed Economy“ hin:
* Das Budget-Segment leidet unter Kostendruck.
* Das Luxus- und Premiumsegment zeigt sich resilient.

Investoren konzentrieren sich auf die „Premiumisierung“ – die Aufwertung von Bestandsimmobilien. In Märkten wie Berlin und München, wo Neubauten schwierig sind, steigen die Bewertungen bestehender Luxus-Objekte.

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Was kommt noch in 2026?

Das Jahr ist noch jung. Für Ende 2026 sind weitere Projekte in Planung, darunter das Radisson RED Berlin am Potsdamer Platz. In München rückt die langfristige Entwicklung von Quartieren wie dem Werksviertel in den Fokus, wo Hotellerie Teil größerer Immobilienprojekte wird.

Die entscheidende Frage: Können neue Player wie The Dean schnell Marktanteile sichern? Und wie kontern die etablierten Grand Hotels? Eines ist klar: Der deutsche Luxushotelmarkt ist kein statischer Ort mehr.

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