The Cranberries 2026: Kommt die große Rückkehr?
14.02.2026 - 08:43:19Plötzlich reden wieder alle über The Cranberries. Auf TikTok laufen alte Songs rauf und runter, Fan-Pages spekulieren über neue Projekte und in deutschen Foren fällt ein Satz immer wieder: "Bitte kommt nochmal nach Deutschland!" Auch wenn Frontfrau Dolores O'Riordan seit 2018 tragisch fehlt, wirkt die Band 2026 so präsent wie seit Jahren nicht mehr. Zwischen Jubiläen, Reissue-Gerüchten und Tribute-Plänen entsteht gerade ein riesiger Buzz rund um den ikonischen 90s-Sound der Iren.
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Für deutsche Fans stellt sich die Frage: Passiert da nur Retro-Nostalgie im Netz – oder kommt da wirklich etwas, das deine Playlist, vielleicht sogar deinen Konzertkalender ändert? Schauen wir uns an, was aktuell real ist, was Spekulation und wo die Chancen stehen, The Cranberries 2026 ganz neu zu erleben.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Offiziell sind The Cranberries seit dem letzten Studioalbum "In The End" (2019) als aktive Recording-Band abgeschlossen. In Interviews betonten die verbliebenen Mitglieder, dass das Album als Abschied für Dolores gedacht war. Seitdem ist es ruhiger geworden – zumindest oberflächlich. Aber 2026 sammelt sich im Hintergrund einiges, was gerade die europäische Fanbase hellwach werden lässt.
Zum einen rollt eine neue Welle von Vinyl- und Deluxe-Reissues durch den Markt. Nach den erweiterten Neuauflagen von "Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We?" und "No Need To Argue" spekulieren viele Medien aktuell über mögliche Jubiläums-Editionen weiterer Alben, etwa von "To The Faithful Departed" und "Bury The Hatchet". Gerade in Deutschland, wo Vinyl-Boom und 90er-Nostalgie sowieso perfekt zusammenlaufen, wäre das ein sicherer Chart-Candidate – die früheren Reissues tauchten hier bereits in diversen Indie- und Midprice-Charts auf.
Dazu kommen verstärkte Streaming-Zahlen: Auf TikTok sorgen kurze Edits von "Zombie", "Dreams" und "Linger" seit Monaten für neue Hypes. Besonders "Dreams" erlebt ein zweites Leben als "Soft-Grunge-Comfort-Song", oft unter Videos, in denen Leute über Mental Health, Coming of Age oder 90s-Aesthetics reden. Auch deutschsprachige Creator nutzen den Track, was die Abrufe auf Spotify und Apple Music im DACH-Raum nach oben treibt. Branchenportale verweisen immer wieder darauf, dass genau solche Social-Media-Wellen Labels motivieren, neue Kampagnen und Editionen zu fahren.
Offiziell bestätigt ist bis Mitte Februar 2026 noch keine neue Tour oder ein neues Studio-Projekt – was auch logisch ist, weil Dolores nicht zu ersetzen ist. Was sich aber abzeichnet, sind konzentrierte Tribute- und Orchesterprojekte. In Irland und Großbritannien gab es in den letzten Jahren bereits sinfonische Abende mit Cranberries-Songs, teils mit Gastsängerinnen, teils komplett instrumental. Aus Promoter-Kreisen in Kontinentaleuropa hört man aktuell immer wieder, dass genau solche Formate für 2026/2027 für große Hallen und Sommer-Open-Airs in Planung sein sollen.
Für deutsche Fans wäre das die wahrscheinlichste Form, The Cranberries-Songs live in halb-offizieller Form zu erleben: offiziell lizensierte Tribute-Shows, möglicherweise mit Einbindung einzelner Bandmitglieder als Special Guests, Video-Einspielungen oder neu abgemischten Stems der Originalaufnahmen. Dazu passen Gerüchte, dass Backkatalog und Mehrspuraufnahmen technisch aufbereitet werden – ein Schritt, den viele Katalog-Acts gerade im Zuge von Dolby Atmos und High-Res-Streaming gehen.
Fans diskutieren in Foren, ob das "okay" ist oder Dolores' Vermächtnis ausnutzt. Die meisten Stimmen aus Deutschland wirken erstaunlich entspannt: Haupttenor ist, dass jede respektvolle Form, die Songs auf großer Bühne am Leben zu halten, eher als Hommage gesehen wird. Gerade Juicy-Details wie potenzielle Orchester-Arrangements von "Zombie" oder "Ode To My Family" sorgen für Fantasie – viele stellen sich vor, wie der bekannte Gitarrenpart von einem Streicher-Cluster getragen wird.
Unterm Strich: Offizielle Band-Tour mit Original-Line-up ist extrem unwahrscheinlich. Aber 2026 sieht ganz danach aus, als würden The Cranberries für Deutschland in Form von Reissues, Specials, Tribute-Konzerten und Streaming-Kampagnen massiv sichtbarer – und genau das lohnt einen genauen Blick auf Songs, Show-Struktur und Fan-Vibes.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Um einschätzen zu können, wie eine mögliche Show 2026 aussehen könnte, hilft ein Blick auf die letzten echten Tourneen der Band und auf die aktuellen Tribute-Formate. In den Jahren vor Dolores' Tod sahen typische Setlists so aus, dass sie quasi einen "Best-of-Snapshot" der 90er und 2000er abgebildet haben – mit ein paar Überraschungen für Hardcore-Fans.
Fast gesetzt waren damals:
- "Zombie" – als Finale oder als letztes Drittel der Show, oft mit langem, wuchtigem Outro.
- "Dreams" – meist relativ früh, um das Publikum emotional "einzufangen".
- "Linger" – als einer der intimsten Momente des Abends.
- "Ode To My Family" – mit großem Mitsing-Potenzial, gerade in Europa.
- "Salvation" – für die Punk-Energie zwischendurch.
- "Ridiculous Thoughts" – als Fan-Favorit.
- "Animal Instinct" und "Just My Imagination" – als Midtempo-Hits.
Daneben baute die Band immer wieder tiefer geschnittene Tracks ein: "Empty", "Promises", "Free To Decide" oder "When You're Gone". Gerade "When You're Gone" bekommt in aktuellen Tribute-Shows eine komplett neue Bedeutung: Viele Interpret:innen widmen den Song direkt Dolores, was in Live-Clips auffällt – das Publikum hält Lichter hoch, singt die Refrains allein weiter, während die Band kurz aussetzt.
Wenn du heute auf YouTube nach aktuellen Cranberries-Tributes suchst, erkennst du ein klares Muster: Die Setlists folgen großteils der Dramaturgie der letzten Original-Tourneen. Ein typischer Abend könnte so laufen:
- Aufbau mit energiegeladenen Songs wie "Salvation" oder "Promises".
- Übergang in die großen Hymnen "Dreams" und "Linger".
- Ein ruhiger Mittelteil mit "Ode To My Family", "When You're Gone" und ggf. "Daffodil Lament".
- Spannungsaufbau über "Ridiculous Thoughts", "Animal Instinct".
- Finale mit "Zombie" – oft mit visuellen Elementen, die sich auf Krieg, Frieden und Protest beziehen.
Die Atmosphäre solcher Shows ist intensiv, selbst wenn kein Originalmitglied auf der Bühne steht. Die Songs sind so stark in der kollektiven Erinnerung verankert, dass sie praktisch das ganze Publikum tragen. Viele Besucher:innen berichten, dass sich ein guter Cranberries-Abend eher wie eine gemeinsame Trauer- und Liebesfeier anfühlt als wie ein klassisches Tribute-Konzert: Man verarbeitet gemeinsam Vergangenheit, Jugend, Verluste – und feiert gleichzeitig den unverwechselbaren Mix aus Melancholie, Pop-Hooks und irischer Eigenheit.
Musikalisch entscheidend ist die Stimme: Keine Sängerin kann Dolores imitieren, ohne ins Künstliche zu rutschen. Die besten Projekte setzen daher auf eine eigenständige Interpretation mit Respekt vor ihrer Phrasierung und ihren typischen Verzierungen – vor allem diesem irisch angehauchten Jodeln in "Zombie" und "Dreams". Instrumental verlässt sich die Live-Umsetzung auf wuchtige, leicht angezerrte Gitarren, klaren Bass und eher zurückhaltende Drums, die den Vocals Platz lassen.
Wenn tatsächlich offizielle Orchester-Abende nach Deutschland kommen, würde sich die Songauswahl vermutlich kaum ändern – aber die Arrangements könnten komplett anders wirken. Stell dir "Linger" mit großem Streichersatz vor, Harfe auf den Arpeggios und Bläsern im Refrain. Oder "Zombie" mit einem tiefen Blechchor, der die Akkorde unterstützt, während Streicher nervöses Tremolo im Hintergrund spielen. Fans, die sonst eher auf Metal oder Post-Rock stehen, könnten genau mit diesen düstereren, massiven Versionen viel anfangen.
Spannend aus deutscher Sicht: In hiesigen Hallen funktioniert Mitsingen extrem gut. Beobachtungen von Festivals zeigen, dass "Zombie" und "Dreams" bei uns zu den lautesten Publikums-Chants überhaupt gehören, vergleichbar mit Oasis' "Wonderwall" oder Nirvanas "Smells Like Teen Spirit". Jede Setlist, die die Klassiker sauber platziert und von Anfang an auf Publikumsbeteiligung setzt, hat darum beste Chancen, hier viral zu gehen – zumindest in Insta-Stories und TikToks.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Auf Reddit, TikTok und in Kommentarspalten drehen sich die Theorien aktuell um drei große Themen: Kommt eine "Hologramm-Tour"? Werden unveröffentlichte Demos releast? Und: Gibt es eine Art "All-Star-Tribute" mit wechselnden Gastsängerinnen?
Die Hologramm-Idee geistert seit Jahren durchs Netz, spätestens seit Abba "Voyage" und diversen umstrittenen US-Shows mit verstorbenen Rap-Legenden. Für The Cranberries ist das extrem heikel. In den meisten deutschen Threads überwiegt die Ablehnung: Viele Fans finden, Dolores als Hologramm würde sich respektlos anfühlen. Dazu kommt, dass der gesamte Charme der Band von ihrer Verletzlichkeit und Spontanität lebte – genau das lässt sich digital schwer nachbauen. Bisher gibt es auch keinerlei seriöse Hinweise, dass das Management so etwas plant.
Viel plausibler wirkt die Theorie, dass weitere Demos und Live-Aufnahmen erscheinen könnten. Nach dem Posthum-Album "In The End" sprachen Band und Produzenten mehrfach darüber, dass noch Material existiert, das sie bewusst zurückgehalten haben, um nicht "einfach alles" zu verwerten. Manche Reddit-User verweisen auf Bootlegs und alte Session-Leaks, in denen Songs auftauchen, die nie einen offiziellen Mix bekommen haben. Die Hoffnung: eine kuratierte Compilation mit Rohdiamanten, Outtakes, vielleicht auch Akustik-Versionen bekannter Tracks. Gerade in Deutschland, wo physische Special Editions mit Booklet und Liner Notes stark laufen, wäre das fast ein Selbstläufer.
Dann wäre da noch das All-Star-Tribute-Szenario. Medien spekulieren immer wieder, welche Sängerinnen sich stilistisch anbieten würden: Namen wie Florence Welch, Aurora, Phoebe Bridgers, aber auch Sigrid oder Lauren Mayberry fallen häufig. Für eine Tribute-Tour, die eventuell auch deutsche Arenen einschließt, könnte ein Mix aus internationalen Gästen und lokalen Stimmen (etwa aus der deutschsprachigen Indie-Pop-Szene) funktionieren. Fans diskutieren zum Beispiel, wie eine Duett-Version von "Linger" mit einer deutschen Indie-Sängerin klingen könnte – halb Englisch, halb Deutsch, ohne den Kern des Songs zu verlieren.
Auf TikTok gibt es parallel eine kleinere Kontroverse über Ticketpreise. Einige deutsche User:innen vergleichen Tribute-Preise mit Original-Acts und regen sich auf, dass Tribute-Shows inzwischen im Bereich von 60 bis 90 Euro liegen. Andere kontern, dass aufwendige Orchester-Produktionen und Rechte-Clearings ihren Preis haben. Sollte eine offizielle Cranberries-Tribute-Produktion kommen, dürfte sich diese Debatte erneut hochschaukeln: Wie viel ist man bereit zu zahlen für Songs, die man liebt, wenn die ursprüngliche Sängerin nicht mehr dabei ist?
Spannend ist auch, wie Gen Z den Mythos The Cranberries interpretiert. Auf Social Media tauchen immer mehr Clips auf, in denen junge Fans ihre Eltern nach den Lieblingsbands der 90er fragen – und wenn "The Cranberries" fällt, kommt fast immer eine Mini-Story: erster Kuss zu "Linger", Autofahrten im Regen zu "Dreams", Anti-Kriegs-Demos mit "Zombie". Diese Erzählungen verschmelzen gerade mit der eigenen Gegenwart der Kids. Ein vielgeteilter Kommentar lautet sinngemäß: "Wir haben unsere eigene Scheiße, aber die Songs fühlen sich wie für uns geschrieben an."
Genau das füttert die nächste Theorie: Dass The Cranberries – ähnlich wie Nirvana oder Depeche Mode – zu einer Referenz für neue alternative Acts werden, die 2026/2027 auftauchen. Auf TikTok und Reddit posten junge Bands Cover-Versionen, manchmal verfremdet mit Hyperpop- oder Shoegaze-Elementen. Einige Fans sind skeptisch, andere feiern die Neuinterpretationen als Zeichen, dass das Erbe weiterlebt. Und ganz nebenbei steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass Labels und Veranstalter den Namen "The Cranberries" wieder stärker auf Plakate drucken wollen – egal ob in Form von Neuauflagen, Kuratoren-Rollen oder Tribute-Festivals.
Alle Daten auf einen Blick
Offizielle Tourdaten für Deutschland gibt es für 2026 derzeit nicht. Aber um dir eine Orientierung zu geben, welche Eckpunkte für dich als Fan spannend sind, findest du hier eine Übersicht wichtiger Alben, historischer Konzerte in Deutschland und typischer Ticketbereiche von Tribute-Shows:
| Jahr | Event/Release | Ort/Format | Hinweis für Fans in Deutschland |
|---|---|---|---|
| 1993 | "Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We?" | Debütalbum | Enthält "Linger" und "Dreams"; in Deutschland besonders bei Indie-Fans beliebt. |
| 1994 | "No Need To Argue" | Album | Mit "Zombie"; erreichte hohe Chartplatzierungen in Deutschland. |
| 1996 | "To The Faithful Departed" | Album | Härterer Sound, u.a. "Salvation"; prägte viele Alternative-Fans. |
| 1999 | "Bury The Hatchet" | Album | Mit "Animal Instinct" und "Just My Imagination"; starke Radio-Präsenz hierzulande. |
| 2017 | "Something Else" | Akustik-Album | Neu-Interpretationen der Klassiker; für Orchester- und Tribute-Ideen besonders relevant. |
| 2019 | "In The End" | Posthumes Studioalbum | Letztes offizielles Album mit Dolores' Stimme; emotionaler Abschluss. |
| 2020–2025 | Diverse Reissues | Deluxe-Editionen, Vinyl | Immer wieder auch in deutschen Shops mit Bonusmaterial zu finden. |
| typisch | Tribute-Show "The Music of The Cranberries" | Konzerte, z.B. in Berlin, Hamburg, Köln | Ticketpreise oft zwischen 40 und 80 Euro, je nach Produktion und Sitzplatz. |
| 2026 (Spekulation) | Mögliche Orchester-Tribute-Tour | Großstädte in Deutschland & Europa | Noch nicht bestätigt, aber in Fan- und Branchenkreisen ein großes Thema. |
Häufige Fragen zu The Cranberries
Um dir einen kompakten Überblick zu geben – und Google gleich mit – beantworten wir hier die wichtigsten Fragen, die Fans in Deutschland 2026 rund um The Cranberries stellen.
1. Gibt es 2026 eine neue Tour von The Cranberries in Deutschland?
Stand Mitte Februar 2026: Nein, es ist keine offizielle Tour der Band angekündigt. Seit dem Tod von Dolores O'Riordan 2018 haben die verbliebenen Mitglieder immer wieder klar gemacht, dass es keine reguläre Fortführung der Band mit neuer Frontfrau geben soll. Die letzten Jahre standen im Zeichen von Abschied, Archivarbeit und selektiven Projekten wie Reissues und Tribute-Abenden.
Was aber sehr realistisch ist: lizensierte Tribute-Produktionen, bei denen die Songs von The Cranberries mit Orchester, Gastsängerinnen oder ausgewählten Musikern aufgeführt werden. Solche Shows haben sich in anderen Ländern bereits bewährt und sind in der deutschen Live-Landschaft ohnehin ein Trend. Wenn du also 2026 Cranberries-Songs in großer Kulisse erleben willst, solltest du eher nach "The Music of The Cranberries", "A Tribute to The Cranberries" oder ähnlichen Titeln Ausschau halten – dabei aber prüfen, ob es sich um hochwertige, offizielle Produktionen oder eher um klassische Coverbands handelt.
2. Kommt ein neues Album oder unveröffentlichtes Material?
Ein vollständig neues Studioalbum mit Dolores ist extrem unwahrscheinlich. "In The End" wurde bereits als letztes Kapitel kommuniziert. Trotzdem kursieren immer wieder Gerüchte über Demos, Outtakes und Live-Mitschnitte, die bisher nicht oder nur als Bootleg auftauchten. In der Regel gehen Labels bei solchen Archivreleases sehr vorsichtig vor, vor allem wenn die Künstlerin nicht mehr zustimmen kann.
Realistisch erscheint eher eine kuratierte Sammlung, etwa im Stil von "Rarities & B-Sides" oder einer Deluxe-Box, die mehrere Albenbündelt und Bonus-CDs mit seltenen Tracks enthält. Solche Boxen sind besonders in Deutschland gefragt, weil Sammler:innen hier ohnehin gerne physische Releases kaufen. Wenn also plötzlich Ankündigungen zu erweiterten Neuauflagen mit "unreleased tracks" auftauchen, lohnt sich ein genauer Blick auf Tracklist und Mastering-Qualität.
3. Warum sind Songs wie "Zombie" und "Dreams" nochmal so groß?
Ein elementarer Grund ist TikTok und generell Short-Video-Kultur. Beide Songs transportieren starke Emotionen auf sehr kompaktem Raum: "Zombie" steht für Wut, Protest und das Gefühl, dass etwas grundlegend falsch läuft – ein Thema, das 2026 mit Kriegen, Krisen und gesellschaftlichen Spannungen traurigerweise super aktuell bleibt. "Dreams" dagegen fühlt sich wie eine Mischung aus Nervosität und Hoffnung an, perfekt für Clips über erste Male, Abschlüsse, Neuanfänge.
Dazu kommt der Retro-Faktor. Viele Gen-Z-Fans feiern momentan Gitarrenmusik mit 90er-Flair, sei es im Grunge-, Britpop- oder Shoegaze-Bereich. The Cranberries passen da perfekt in Playlists zwischen Nirvana, Radiohead, The Cure und moderneren Acts wie Wolf Alice oder Soccer Mommy. Streaming-Algorithmen tun ihr Übriges und schieben die Songs immer weiter nach oben.
4. Wie unterscheidet sich die Band von anderen 90er-Acts?
Zum einen natürlich durch Dolores' Stimme – diese klare, leicht brüchige, dabei extrem präsente Tonlage, die sofort wiederzuerkennen ist. Sie kombinierte traditionell irische Verzierungen mit Alternative-Rock-Power, ohne dabei in Kitsch oder reines Schreien abzurutschen. Zum anderen haben The Cranberries einen besonderen Mix aus Pop-Sensibilität und echter Verletzlichkeit. Vieles wirkt schlicht: einfache Akkordfolgen, direkte Melodien. Aber unter der Oberfläche verhandeln die Texte große Themen: Familie, Religion, Gewalt, Selbstzweifel, Heimat.
Im Vergleich zu vielen anderen 90er-Bands sind The Cranberries weniger zynisch und weniger machohaft aufgeladen. Das spricht gerade heutige Hörer:innen an, die keinen Bock auf toxische Männlichkeits-Posen haben, aber trotzdem Gitarrenmusik feiern.
5. Welche Songs sollte ich kennen, außer den offensichtlichen Hits?
Wenn du über "Zombie", "Linger" und "Dreams" hinaus willst, gibt es einige tieferliegende Tracks, die deutsche Fans immer wieder empfehlen:
- "Daffodil Lament" – epischer, melancholischer Track, der von vielen als heimlicher Karriere-Höhepunkt gesehen wird.
- "Ridiculous Thoughts" – druckvoller Gitarrensong mit starkem Refrain, perfekt für Fans von Alternative Rock.
- "Electric Blue" – unterschätzter Song mit atmosphärischer Stimmung.
- "When You're Gone" – emotionaler Slow-Burner, der live extrem berührt.
- "Cordell" – eine der berührendsten Balladen über Verlust und Erinnerung.
Gerade wenn du dich auf eine mögliche Tribute-Show einstimmen willst, lohnt sich ein tieferer Hördurchlauf durch "No Need To Argue", "To The Faithful Departed" und "Bury The Hatchet". Viele Setlists greifen neben den Singles genau solche Fan-Favoriten auf.
6. Wie gehe ich mit der Tatsache um, dass Dolores nicht mehr lebt, aber ihre Songs überall sind?
Viele Fans beschreiben, dass es sich anfangs merkwürdig anfühlt, ihre Stimme im Alltag zu hören – vor allem, wenn man sie früher live erlebt hat. Gleichzeitig berichten nicht wenige, dass gerade die Musik geholfen hat, ihren Tod zu verarbeiten. The Cranberries waren immer eine Band, die Traurigkeit nicht weggedrückt hat, sondern sie in etwas Schönes verwandelt hat. Dieser Prozess setzt sich fort, wenn wir 2026 ihre Songs in Playlists, Clips und Tribute-Shows erleben.
Ein gesunder Umgang könnte so aussehen: Bewusst hören, sich einlesen, Interviews aus früheren Jahren anschauen, Kontext verstehen – und dann selbst entscheiden, welche Form von Erinnerung sich für dich richtig anfühlt. Manche wollen nur die Original-Alben im Kopfhörer, andere feiern auch neue Interpretationen, wieder andere brauchen den Live-Moment in der Halle. Alles ist legitim, solange Respekt und Bewusstsein für die Geschichte dahinter bleiben.
7. Wo informiere ich mich seriös über offizielle Projekte von The Cranberries?
Der wichtigste Anlaufpunkt bleibt die offizielle Website der Band sowie ihre verifizierten Social-Media-Accounts. Dort tauchen Ankündigungen für Reissues, Gedenk-Events oder besondere Kollaborationen zuerst auf. Parallel lohnt sich ein Blick auf die Seiten der großen Labels, insbesondere im Bereich Katalog/Legacy, sowie auf die Websites größerer Konzertveranstalter in Deutschland, wenn es um Tribute-Touren geht.
Fan-Foren, Reddit-Threads und TikTok sind super für Stimmungen, Gerüchte und erste Leaks – aber sie ersetzen keine offizielle Bestätigung. Wenn dir ein Event besonders wichtig ist, check immer, ob der Name "The Cranberries" nur als "Songs of..." genutzt wird oder ob wirklich eine Verbindung zum offiziellen Management besteht.
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