Thales präsentiert auf der CES KI-Sicherheitsnetz gegen autonome Agenten
09.01.2026 - 14:47:12Thales hat auf der CES in Las Vegas ein neues Sicherheitsnetzwerk für die kommende Ära der autonomen KI vorgestellt. Das AI Security Fabric soll Unternehmen vor den spezifischen Gefahren sogenannter Agentic AI schützen. Der Launch erfolgte parallel zur Auszeichnung einer gemeinsam mit Samsung entwickelten, quantenresistenten Sicherheitschips.
KI-Sicherheit wird zur Chefsache
Die Ankündigung trifft den Nerv der Zeit. Laut Thales haben bereits 78 Prozent der Unternehmen KI in Geschäftsprozesse integriert. Doch die Technologie entwickelt sich rasant weiter: Statt nur Inhalte zu generieren, übernehmen zunehmend autonome Software-Agenten komplexe Aufgaben und treffen eigenständige Entscheidungen. Diese Agentic AI eröffnet ein neues Einfallstor für Cyberangriffe.
Genau hier setzt die neue Plattform an. Sie integriert sich direkt in die Laufzeitumgebung von KI-Modellen und überwacht sie in Echtzeit. Ziel ist es, spezifische Bedrohungen wie Prompt-Injection-Angriffe, die Manipulation von Modellen oder Datenlecks in komplexen KI-Pipelines zu verhindern. Traditionelle Sicherheitsmaßnahmen, die nur den Perimeter schützen, reichen hier nicht mehr aus.
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Abwehr gegen lernende “Räuber-Bots”
Die Dringlichkeit unterstreicht der eigene Sicherheitsausblick von Thales für 2026. Darin warnen die Experten vor einer neuen Generation von Schadsoftware: “Predator Bots”. Diese KI-gesteuerte Malware soll in der Lage sein, sich in Echtzeit an Abwehrmaßnahmen anzupassen und diese zu umgehen.
Das AI Security Fabric wird als direkte Gegenmaßnahme positioniert. Es soll Unternehmen die nötige Transparenz und Kontrolle geben, um bösartige Automatisierung zu erkennen, bevor sensible Daten kompromittiert werden. “Unternehmen brauchen Lösungen, die speziell auf die Risiken der Agentic AI zugeschnitten sind”, betont Sebastien Cano, Senior Vice President bei Thales.
Doppelter Erfolg auf der CES
Der Launch des Software-Frameworks war nicht die einzige positive Meldung des französischen Technologiekonzerns auf der Messe. Bereits am 7. Januar gewann ein Samsung-Sicherheitschip, der mit dem Betriebssystem von Thales arbeitet, den CES-Award für die “beste Cybersicherheits-Innovation”.
Der preisgekrönte S3SSE2A-Chip ist der erste seiner Art, der vollständig Post-Quanten-Kryptographie (PQC) integriert. Während das AI Security Fabric die Software-Ebene schützt, sichert diese Hardware-Kooperation die physikalische und kryptographische Basis vernetzter Geräte gegen die künftige Bedrohung durch Quantencomputer ab. Für Thales illustriert diese Doppelstrategie aus Software- und Hardware-Schutz den umfassenden Ansatz für das Jahr 2026.
Roadmap: Mehr Kontrolle für autonome Agenten
Die Pläne für das AI Security Fabric sind ambitioniert. Im Laufe des Jahres will Thales eine Sicherheits-Gateway für das Model Context Protocol (MCP) einführen. Diese Komponente soll als Vermittler zwischen KI-Agenten und externen Werkzeugen dienen und so unerlaubten Datenabfluss verhindern.
Geplant sind zudem durchgängige Zugriffskontrollen, die Nutzer, Modelle und Datenquellen verbinden. Ziel ist ein einheitliches Governance-Framework. Es soll sicherstellen, dass KI-Agenten auch in ihrer wachsenden Autonomie stets an die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens gebunden bleiben. Angesichts steigender Budgets für KI-Sicherheit positioniert sich Thales damit als zentraler Anbieter für die Infrastruktur von morgen.
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