Teufelskralle, Naturstoff

Teufelskralle: Naturstoff im Fokus der Schmerztherapie

31.01.2026 - 14:22:12

Die Heilpflanze Teufelskralle gewinnt als leitliniengerechte Option in der multimodalen Schmerztherapie an Bedeutung, gestützt durch neue Fachpublikationen und Nachhaltigkeitsstandards.

Die evidenzbasierte Pflanzenheilkunde erlebt einen Aufschwung – angetrieben durch neue Leitlinien und einen Fokus auf multimodale Therapien. Im Zentrum steht aktuell die Teufelskralle.

Hamburg/Windhoek – Während sich die Medizin in der Schmerztherapie immer stärker auf multimodale Konzepte verlegt, rückt eine traditionelle Heilpflanze wieder in den Fokus: Harpagophytum procumbens, besser bekannt als Teufelskralle. Auslöser sind eine aktuelle Publikation im Fachjournal Rheuma Plus und neue Industrieberichte zur nachhaltigen Gewinnung des Rohstoffs in Namibia. Experten bewerten die Rolle der Pflanze in der modernen, evidenzbasierten Orthopädie neu.

Multimodale Therapie wird zum Goldstandard

Die Diskussion um nicht-opioide Schmerztherapien erreichte diese Woche einen neuen Höhepunkt. Grund ist die Veröffentlichung eines wegweisenden Artikels mit dem Titel „Wenn Schmerz komplex wird“ in Rheuma Plus. Die Publikation unterstreicht die Notwendigkeit interdisziplinärer, multimodaler Therapiekonzepte bei muskuloskelettalen Schmerzen. Dies hat eine breite Debatte unter deutschen Rheumatologen und Orthopäden über die Integration von Phytopharmaka in Standardtherapien ausgelöst.

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Die Veröffentlichung passt zu den SPINE20-Empfehlungen vom Ende 2025. Diese fordern von den G20-Staaten nachhaltige, evidenzbasierte Versorgungsmodelle. In diesem Kontext werden hochwertige Teufelskrallen-Extrakte nicht länger als reine „Alternativmedizin“ betrachtet, sondern als leitliniengerechte Option zur schrittweisen Reduktion synthetischer Schmerzmittel (NSAIDs).

„Der Zeitpunkt ist bedeutsam“, erklärt ein klinischer Pharmakologe. Nachdem der Ingwer zur „Arzneipflanze des Jahres 2026“ gekürt wurde, richtet sich der Blick nun auf andere bewährte pflanzliche Analgetika. Für chronische Rückenschmerzen – speziell bei akuten Schüben – bieten standardisierte Extrakte mit einem Tagesgehalt von 50 bis 100 Milligramm Harpagosid ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil im Vergleich zu einer Langzeiteinnahme von NSAIDs.

Nachhaltigkeit wird zum Qualitätsmerkmal

Neben den klinischen Daten rücken auch die Lieferkette und die Rohstoffqualität in den Fokus. Industrieberichte der letzten Tage zeigen, dass die Einhaltung des Nagoya-Protokolls für die Beschaffung von Teufelskralle strenger überwacht wird.

Der weltweite Bedarf wird größtenteils aus den Savannen Namibias gedeckt. Neue Nachhaltigkeitsberichte betonen den schmalen Grat zwischen steigender globaler Nachfrage und dem Schutz des Kalahari-Ökosystems.

Pharmaunternehmen sehen sich mit strengeren Verifizierungsprozessen konfrontiert. Sie müssen nachweisen, dass ihre Extrakte die wirksamere Art H. procumbens enthalten und nachhaltig geerntet wurden. Diese „ethnobotanische Compliance“ entwickelt sich zum Qualitätssiegel für apothekenpflichtige Arzneimittel.

Analysten weisen darauf hin, dass dieser Wandel für Verbraucher entscheidend ist. Mit der steigenden Nachfrage schwemmt der Markt von Nahrungsergänzungsmitteln mit niedrigerer Qualität über. Nur standardisierte Extrakte, die unter GMP-Standards hergestellt werden, garantieren die in Studien beobachtete entzündungshemmende Wirkung.

So wirkt die Teufelskralle im Körper

Das renewed Interesse stützt sich auf ein besseres Verständnis des Wirkmechanismus. Aktuelle pharmakologische Modelle beschreiben eine zweifache Wirkweise:

  1. Entzüdungshemmend: Die Extrakte hemmen die Arachidonsäure-Kaskade, insbesondere die COX-2-Enzyme und die Leukotrien-Biosynthese.
  2. Knorpelschützend: Neuere Daten deuten auf eine Hemmung von Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) hin. Diese Enzyme sind für den Knorpelabbau bei Arthrose verantwortlich.

Im Gegensatz zu synthetischen Schmerzmitteln, die sofort wirken, benötigt die Teufelskralle eine Einschleichphase. Eine spürbare Schmerzlinderung tritt in der Regel erst nach zwei bis drei Wochen regelmäßiger Einnahme ein. Das macht sie weniger geeignet für akute Notfälle, aber ideal für das Langzeitmanagement chronischer Rücken- und Gelenkbeschwerden.

Apotheke ist der richtige Ort für Beratung

Der deutsche Markt für Phytopharmaka ist einer der stärksten in Europa. Gesundheitsexperten sehen Potenzial, die finanzielle Belastung der Krankenkassen zu senken, indem teurere Interventionen oder die Behandlung von NSAID-Nebenwirkungen reduziert werden.

Dennoch bleibt die Selbstmedikation ein zweischneidiges Schwert. Mit neuen, patientenorientierten Artikeln wird Apothekern diese Woche eine aktivere Beratungsrolle nahegelegt. Der Unterschied zwischen einem Drogerie-Ergänzungsmittel und einem apothekenpflichtigen Arzneimittel ist entscheidend. Niedrig dosierte Präparate erreichen oft nicht die therapeutische Schwelle, um Entzündungsbotenstoffe wie TNF-alpha zu hemmen.

Was Patienten für 2026 erwarten können

Für das restliche Jahr 2026 erwartet die Fachwelt aktualisierte nationale Versorgungsleitlinien (NVL). Diese könnten die Position pflanzlicher Therapeutika in Therapiealgorithmen weiter stärken.

Die im Januar angekündigten Nachhaltigkeitsinitiativen dürften die Preise für hochwertige Rohstoffe stabilisieren. Leichte Schwankungen sind jedoch möglich, da die namibischen Erntequoten zum Schutz der Wildbestände angepasst werden.

Für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen ist die Botschaft dieser Woche klar: Die Natur bietet wirksame Werkzeuge. Ihre Wirkung hängt jedoch vollständig von Qualität, Dosierung und Geduld ab. Während die multimodale Therapie zum Goldstandard wird, sichert sich die Teufelskralle ihren Platz – nicht als Mythos, sondern als molekular verstandener Baustein der modernen Schmerzmedizin.

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