Tetris, Notfallhilfe

Tetris als digitale Notfallhilfe gegen Gedankenschleifen

05.02.2026 - 09:24:12

Studien belegen, dass Spiele wie Tetris durch visuelle Ablenkung das Arbeitsgedächtnis blockieren und so Grübeln unterbrechen können. Experten warnen jedoch vor suchtfördernden Spielen.

Tetris und ähnliche Spiele können negative Gedanken stoppen. Das zeigen aktuelle Studien aus der kognitiven Psychologie. Die sogenannte „Kopfklar-Methode“ nutzt einen simplen neurologischen Trick: Sie blockiert das visuelle Arbeitsgedächtnis.

Das Prinzip heißt visuospatiale Interferenz. Wenn wir grübeln, nutzt das Gehirn oft visuelle Kapazitäten, um sich Sorgen bildlich vorzustellen. Ein Spiel wie Tetris, das hohe räumliche Aufmerksamkeit fordert, beansprucht genau diese Ressourcen. Für das parallele Abspielen von „Sorgenfilmen“ bleibt dann keine Kapazität mehr.

Wie das Gehirn auf „Reset“ geschaltet wird

Forscher wie Emily Holmes von der Universität Uppsala zeigen: Das Gehirn kann nicht gleichzeitig komplexe visuelle Aufgaben lösen und emotionale Bilder aufrechterhalten. Das Rotieren und Platzieren von Blöcken überschreibt die negativen Gedanken buchstäblich.

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Schon 10 bis 20 Minuten Spielen können ausreichen, um die Konsolidierung belastender Erinnerungen zu stören. Dieser Effekt macht sich besonders bei intrusiven Gedanken oder Flashbacks bemerkbar.

Der richtige Klick: Welche Spiele wirklich helfen

Nicht jedes Spiel eignet sich zur mentalen Entlastung. Experten unterscheiden klar zwischen therapeutischem Nutzen und Suchtgefahr.

  • Der Tetris-Effekt: Der Klassiker ist der Goldstandard. Das mentale Rotieren der Blöcke bindet die Hirnareale, die sonst Ängste visualisieren. Es fördert einen beruhigenden Flow-Zustand.
  • Cognitive Shuffling: Für nächtliches Grübeln empfehlen Schlafmediziner Techniken wie das „kognitive Mischen“. Dabei stellt man sich eine zufällige Abfolge neutraler Bilder vor („Ball, Wolke, Tasse“). Dies imitiert natürliche Einschlafmuster und signalisiert dem Gehirn Entspannung.

Vorsicht vor der Spielsucht-Falle

Eine aktuelle Warnung von Experten der University of Cincinnati mahnt zur Vorsicht. Viele moderne Spiele setzen auf suchtfördernde Mechanismen.

  • Therapeutische Spiele konzentrieren sich auf Skill und Aufgabenabschluss (z.B. Sudoku, Block-Puzzles).
  • Risiko-Spiele setzen auf Zufallsbelohnungen, Zeitdruck und Mikrotransaktionen. Diese können Stresshormone ausschütten und Ängste sogar verstärken.

Die Grenze ist fließend. Entscheidend ist die Absicht: Geht es um kontrollierte Ablenkung oder um den nächsten Dopamin-Kick?

Vom Zeitvertreib zum digitalen Therapeutikum

Der Markt für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) wächst rasant. Apps gegen Angststörungen werden in einigen Ländern bereits von Krankenkassen erstattet. Was früher als reine Realitätsflucht galt, wird heute als „digitaler Notfallkoffer“ wertgeschätzt.

Die Zukunft könnte Smartphones zu proaktiven Helfern machen. Sie könnten erkennen, wann der Stresspegel steigt, und rechtzeitig ein kurzes, beruhigendes Spiel vorschlagen – bevor die Gedankenschleife überhaupt an Fahrt aufnimmt.

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