Teslas FSD-Flotte knackt 7-Milliarden-Meilen-Marke
06.01.2026 - 21:22:12Teslas selbstfahrende Autos haben weltweit über sieben Milliarden Meilen gesammelt – ein entscheidender Vorteil im Rennen um die autonome Zukunft. Diese Datenflut könnte den Weg für den fahrerlosen Betrieb in Europa ebnen.
Unerreichter Datenschatz aus der realen Welt
Die Zahlen, die Tesla am 5. Januar veröffentlichte, sind beeindruckend: Seit März 2025 hat sich die Gesamtstrecke von 3,6 auf über 7 Milliarden Meilen fast verdoppelt. Das entspricht etwa 11,3 Milliarden Kilometern. Besonders wertvoll für das Training der künstlichen Intelligenz sind die rund 2,5 Milliarden Meilen, die in komplexen städtischen Umgebungen zurückgelegt wurden. Hier sammelt das System entscheidende Erfahrungen mit unübersichtlichen Kreuzungen, ungeschützten Abbiegemanövern und unvorhersehbaren Fußgängern.
Über fünf Millionen Fahrzeuge mit der Full Self-Driving (FSD)-Hardware liefern diese Daten. Sie verarbeiten Milliarden von Datenpaketen pro Quartal und verfeinern so ständig die neuronalen Netze, die die Fahrbefehle generieren. Diese Masse an Echtweltdaten ist derzeit konkurrenzlos. Wettbewerber wie Waymo setzen auf kleinere, in bestimmten Stadtgebieten (“geofenced”) operierende Flotten.
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Technologischer Beweis: Die erste fahrerlose USA-Überquerung
Die Daten-Marke fällt mit einem spektakulären Praxistest zusammen. Ende Dezember 2025 absolvierte ein Tesla Model 3 eine über 4.300 Kilometer lange Reise von Los Angeles nach South Carolina – ohne ein einziges menschliches Eingreifen. Die Fahrt mit der Software-Version 14.2 meisterte verschiedene Wetterbedingungen, Straßentypen und Ladestopps vollautonom.
Jim Fan, Robotics-Direktor bei NVIDIA, bezeichnete die Leistung als bestandenen “Physischen Turing-Test“. Die Fahrmanöver seien kaum noch von denen eines geübten menschlichen Fahrers zu unterscheiden. Tesla verfolgt einen “End-to-End”-Ansatz: Die Kameras speisen Rohdaten direkt in ein neuronales Netz, das Steuer- und Bremsbefehle ausgibt. Dieser Ansatz soll robuster sein als die modularen Softwaresysteme der Konkurrenz, die oft auf hochpräzise Karten und vorprogrammierte Regeln angewiesen sind.
Wettbewerbsvorteil und regulatorische Herausforderung
Der ehemalige Tesla-AI-Chef Andrej Karpathy betonte kürzlich die Kluft zwischen Teslas kamera-basiertem System und den sensor-lastigen Ansätzen der Konkurrenz. Während andere in abgegrenzten Gebieten zuverlässig fahren könnten, stelle die Skalierung auf unbekanntes Terrain eine große Hürde dar. Eine spontane, fahrerlose Überlandfahrt wie die von Küste zu Küste sei für diese Systeme kaum zu reproduzieren.
Die 7-Milliarden-Meilen-Marke kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Regulierungsbehörden in den USA und der EU prüfen derzeit Rahmenbedingungen für den unbemannten Betrieb auf öffentlichen Straßen. Teslas riesiger Datensatz wird in diesen Diskussionen eine zentrale Rolle spielen, um die statistische Sicherheit des Systems im Vergleich zum menschlichen Fahrer zu belegen. Für Tesla als Unternehmen untermauert der Meilenstein den Kurswechsel vom Autohersteller zur KI- und Robotik-Firma.
Ausblick: 10 Milliarden Meilen noch 2026 im Visier
Der aktuelle Trend legt nahe, dass die Flotte noch vor Ende 2026 die 10-Milliarden-Meilen-Grenze überschreiten wird. Der Fokus verschiebt sich nun vom Sammeln beaufsichtigter Daten hin zum Rollout des unbemannten FSD-Betriebs in ersten ausgewählten Märkten. Die für dieses Jahr erwartete Version 15 soll die Eingriffsraten weiter senken, indem sie die nun verfügbare Datenflut von sieben Milliarden Meilen optimal nutzt.
Die geplante Ausweitung von FSD-Tests in Europa und China könnte den Datenschatz weiter diversifizieren und das System für den globalen Einsatz festigen. Mit jedem gefahrenen Kilometer schließt sich die Feedback-Schleife zwischen Datenerfassung und Softwareverbesserung enger. Der Meilenstein zeigt: Der Weg zum autonomen Fahren ist auch eine Frage der gefahrenen Kilometer – und Tesla hat hier einen gewaltigen Vorsprung.
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