Tesla, Supercomputer-Projekt

Tesla startet Supercomputer-Projekt Dojo 3 neu

19.01.2026 - 16:45:12

Ein Durchbruch beim hauseigenen KI-Chip AI5 ermöglicht Tesla die Wiederbelebung seines Supercomputer-Projekts Dojo 3, das für autonomes Fahren und humanoide Roboter entscheidend ist.

Tesla kehrt mit seinem Supercomputer-Projekt Dojo 3 auf die Überholspur der KI-Entwicklung zurück. Grund ist ein entscheidender Durchbruch beim hauseigenen KI-Chip AI5, der die Grundlage für humanoide Roboter und autonomes Fahren bildet.

Strategische Kehrtwende nach Chip-Durchbruch

Die Wiederbelebung des ehrgeizigen Rechenprojekts markiert eine klare Kurskorrektur. Erst Mitte 2024 hatte Tesla die Entwicklung von Dojo pausiert – eine Entscheidung, die Zweifel an der vertikalen Integrationsstrategie des Unternehmens nährte. Doch der Fortschritt beim nächsten KI-Chip-Generation AI5 hat die technischen Grundprobleme gelöst.

„Das AI5-Design ist jetzt in guter Verfassung“, heißt es aus Unternehmenskreisen. Dieser Durchbruch ermöglicht es Tesla, wieder parallel an seiner spezialisierten Trainings-Hardware zu arbeiten. Das Unternehmen sucht aktuell intensiv nach Spitzen-Ingenieuren, die an den nach eigener Einschätzung „weltweit meistproduzierten KI-Chips“ mitentwickeln sollen.

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AI5-Chip: Fundament für Autonomie und Robotik

Die Stabilisierung des AI5-Chips ist der zentrale Katalysator für Dojos Wiedergeburt. Der Halbleiter stellt einen gewaltigen Leistungssprung gegenüber aktueller Hardware dar und soll sowohl Echtzeit-Entscheidungen in Fahrzeugen als auch das Training großer KI-Modelle bewältigen.

Die neue Strategie setzt auf eine vereinheitlichte Architektur. Künftige Chips – beginnend mit AI5 und dem Nachfolger AI6 – sollen einzelne Autos und Optimus-Roboter antreiben und gleichzeitig zu Rechenclustern in Rechenzentren skalierbar sein. Dieser Ansatz unterscheidet sich fundamental von der Industrienorm, bei der die meisten Unternehmen auf Drittanbieter-Hardware – vor allem von Nvidia – setzen.

Industrie-Auswirkungen und Teslas KI-Kapitel

Die erneute Investition in eigene Supercomputer unterstreicht Teslas strategische Neuausrichtung. Bei zunehmendem Wettbewerb und reifendem Wachstum im Elektroauto-Markt hängen Erzählung und Bewertung des Unternehmens immer stärker von seinen KI-Projekten ab. Die Entwicklung des Optimus-Roboters und ein vollautonomes Robotaxi-Netzwerk stehen im Mittelpunkt dieses „KI-Kapitels“.

Ein proprietärer Supercomputer wie Dojo 3 ist kapitalintensiv und technisch herausfordernd. Doch er bietet einen entscheidenden Vorteil: ein perfekt optimiertes System zum Training von KI mit den einzigartigen Daten aus Millionen Fahrzeugen. Das könnte nicht nur die Verbesserung des Full Self-Driving-Systems beschleunigen, sondern vor allem die Fähigkeiten des Optimus-Roboters vorantreiben.

Analysten sehen in Teslas Ambitionen in KI und Robotik bereits heute eine Schlüsselbegründung für die hohe Marktkapitalisierung. Langfristig könnten diese Geschäfte wertvoller sein als das Kerngeschäft mit Automobilen.

Ausblick: Von Rechenzentren bis zum Weltraum

Der Neustart von Dojo 3 leitet eine ambitionierte Hardware-Roadmap ein. Während der AI5-Chip die Leistung von Fahrzeugen und dem Optimus-Roboter deutlich steigern soll, wird die nächste Generation AI6 noch stärker auf Optimus und Rechenzentren fokussiert sein.

Die Vision für Dojo 3 und einen potenziellen AI7-Chip reicht sogar noch weiter – mit Andeutungen zu „weltraumgestützter KI-Berechnung“. Während Details hier konzeptionell bleiben, zeigen sie das Ausmaß von Teslas langfristigen Ambitionen. In der unmittelbaren Zukunft liegt der Fokus auf dem Aufbau der Dojo-3-Infrastruktur und der Hochskalierung der AI5-Chip-Produktion.

Der Erfolg dieser integrierten Hardware-Strategie wird entscheidend dafür sein, ob Tesla seine Versprechen einer vollautonomen Zukunft und humanoider Massenroboter in den kommenden Jahren einlösen kann.

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