Tesla, Robotaxi-Dienst

Tesla startet fahrerlosen Robotaxi-Dienst in Austin

22.01.2026 - 21:16:12

Tesla hat in Texas den ersten kommerziellen, vollständig autonomen Ride-Hailing-Dienst ohne Sicherheitsfahrer gestartet und setzt damit einen Meilenstein in der Praxis autonomer Fahrzeuge.

Tesla hat in Texas den ersten vollständig fahrerlosen Robotaxi-Dienst für die Öffentlichkeit gestartet. Damit setzt der Elektroauto-Pionier einen Meilenstein im Wettrennen um autonomes Fahren.

Austin – Ein Teil der Fahrzeuge in Teslas Ride-Hailing-Flotte in Austin fährt nun ohne menschlichen Sicherheitsfahrer. Das bestätigte das Unternehmen am Donnerstag. Dieser Schritt markiert den Übergang von der Testphase zur kommerziellen Nutzung der Full Self-Driving (FSD)-Technologie. Kunden können über eine App ein Fahrzeug buchen, das komplett von künstlicher Intelligenz gesteuert wird.

CEO Elon Musk kündigte den Start der unbeaufsichtigten Fahrten an. Tesla positioniert sich damit direkt neben Konkurrenten wie Waymo im Rennen um autonome Transportdienste. Der vollständig fahrerlose Service ist zunächst stark limitiert. Nur eine kleine Anzahl von Fahrzeugen innerhalb der größeren Austin-Flotte fährt ohne Aufsicht. Die Unternehmensführung plant, diesen Anteil schrittweise zu erhöhen.

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Vom Testbetrieb zur Realität

Teslas Weg zu diesem Durchbruch begann im Juni 2025. Damals startete das Robotaxi-Programm in Austin für eine ausgewählte Nutzergruppe. In dieser Phase saß in jedem Fahrzeug – überwiegend Model Y – noch ein Sicherheitsfahrer. Der Service war über eine eigene App in einem definierten Stadtgebiet buchbar.

In den folgenden Monaten erweiterte Tesla das Betriebsgebiet und vergrößerte die Flotte. Erst diese Woche berichteten Beobachter von 42 Fahrzeugen in Austin. Insgesamt betreibt das Unternehmen etwa 200 Robotaxis in Austin und im kalifornischen Bay Area. Der Dienst in Kalifornien läuft weiterhin mit Sicherheitsfahrern. Die Abschaffung des menschlichen Monitors in Austin ist daher ein entscheidender strategischer Schritt.

So funktioniert der fahrerlose Service

Der neue Dienst in Austin basiert auf Teslas fortschrittlicher KI und einer „unbeaufsichtigten“ Version der FSD-Software. Kunden innerhalb des Servicegebiets können die autonomen Fahrzeuge über die Robotaxi-App für iOS buchen.

Der Service ist zu festgelegten Zeiten verfügbar, zunächst von 6 bis 2 Uhr Ortszeit. Die App zeigt geschätzten Fahrpreis und Ankunftszeit an. Passagiere können Klimaeinstellungen anpassen und Musik streamen – entweder über die App oder den zentralen Touchscreen im Fahrzeug. Die Flotte besteht aus Model Y. Der Sitzplatz links vorne bleibt gesperrt. Dieser Launch ist ein Kernstück von Teslas Strategie, die praktischen Anwendungen seiner KI-Forschung zu demonstrieren.

Wettbewerb und regulatorische Herausforderungen

Der Start eines echten fahrerlosen Dienstes ist ein bedeutender Meilenstein für die gesamte Robotik- und Automatisierungsbranche. Er zeigt wachsendes Vertrauen in die Fähigkeit der Technologie, komplexe urbane Umgebungen ohne menschliches Eingreifen zu bewältigen. Das verschärft den Wettbewerb in einem Markt, in dem Unternehmen seit Jahren an technologischen und regulatorischen Hürden arbeiten.

Teslas visionenbasierter Ansatz war in der Branche umstritten. Der Einsatz unbeaufsichtigter Fahrzeuge im öffentlichen Raum ist nun ein machtvoller Praxistest. Der Erfolg und die Sicherheitsbilanz des Dienstes in Austin werden von Aufsichtsbehörden, Wettbewerbern und der Öffentlichkeit genau beobachtet. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat bereits Interesse an Teslas Plänen für die Robotaxi-Flotte bekundet.

Skalierung und nächste Schritte

Nach dem erfolgreichen Start will Tesla den Dienst nun hochskalieren. Das kurzfristige Ziel ist es, die Zahl der fahrerlosen Fahrzeuge in Austin zu erhöhen und möglicherweise das Betriebsgebiet zu erweitern. Langfristig plant das Unternehmen, den Service auf andere US-Städte auszudehnen.

Diese Expansion ist entscheidend für die Vision eines flächendeckenden, gewinnbringenden autonomen Ride-Hailing-Netzwerks. Tesla hat auch ein speziell für den autonomen Fahrdienst konzipiertes Fahrzeug angekündigt: den „Cybercab“. Der aktuelle Dienst nutzt jedoch vorerst die bestehenden Model Y. Die Performance und öffentliche Akzeptanz des Austin-Service werden den Zeitplan und die Strategie für künftige Einführungen maßgeblich beeinflussen.

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