Tesla, Robotaxi-Flotte

Tesla setzt bei Robotaxi-Flotte auf Samsung-5G-Chips

15.01.2026 - 19:35:12

Tesla diversifiziert seine Lieferkette und wählt Samsung als neuen Partner für Hochleistungs-5G-Chips für die geplante Robotaxi-Flotte, um die Abhängigkeit von Qualcomm zu verringern.

Tesla wählt Samsung als Lieferant für Hochleistungs-5G-Modems für seine kommende Robotaxi-Flotte aus. Die Partnerschaft festigt eine strategische Tech-Allianz und verringert Teslas Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern.

Strategische Neuausrichtung der Lieferkette

Der Deal markiert einen Wendepunkt: Bislang bezog Tesla seine Mobilfunkchips für Fahrzeuge vor allem vom US-Konzern Qualcomm. Die Entscheidung für den südkoreanischen Technologieriesen Samsung ist Teil einer breiteren Strategie. Tesla will seine Lieferketten diversifizieren und geopolitische Risiken minimieren – eine Politik, die intern als „Out of China, Out of Taiwan“ (OOC/OOT) bezeichnet wird.

„Die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter für eine so kritische Komponente war ein Risiko“, analysiert ein Branchenkenner. Denn stabile Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind das Lebenselixier für autonomes Fahren. Mit Samsung gewinnt Tesla nicht nur einen zweiten großen Partner, sondern bündelt auch Schlüsseltechnologien bei einem einzigen Lieferanten. Bereits im vergangenen Jahr sicherte sich Tesla Samsungs Hilfe bei der Produktion seiner nächsten Generation von KI-Chips für das autonome Fahren.

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Die Nervenbahnen des Robotaxis

Warum ist die 5G-Verbindung so entscheidend? Ein flächendeckendes Robotaxi-Netz ist auf permanente, ultrazuverlässige Kommunikation angewiesen. Die Fahrzeuge müssen in Echtzeit hochauflösende Karten laden, wichtige Software-Updates empfangen und riesige Datenmengen zur Auswertung an Teslas Server senden. Ein Ausfall wäre fatal.

Die Anforderungen an die Automotive-Chips sind enorm. Sie müssen extreme Temperaturen im Fahrzeuginneren aushalten, jahrelangen Vibrationen standhalten und eine Lebensdauer von über einem Jahrzehnt garantieren. Samsungs System LSI Division hat daher eigens einen Modem-Chip entwickelt, der diese strengen Kriterien erfüllt – ein Produkt, das sich fundamental von Chips für Smartphones unterscheidet.

Eine Allianz mit Tiefgang

Die Zusammenarbeit zwischen Tesla-Chef Elon Musk und Samsungs Executive Chairman Lee Jae-yong trägt weitere Früchte. Der Grundstein für die erweiterte Partnerschaft wurde bereits im Mai 2023 bei einem Treffen in einem Samsung-Forschungszentrum im Silicon Valley gelegt. Damals ging es um Kooperationen bei KI- und Kommunikationschips.

Für Samsung ist der Einstieg in den Automobilmarkt ein strategischer Coup. Das Geschäft mit Smartphone-Chips ist gesättigt, während der Bedarf an Hochleistungselektronik für Fahrzeuge explodiert. Mit Tesla als prestigeträchtigem Launch-Partner könnte Samsung auch andere Autohersteller von seinen Chips überzeugen.

Markt in Bewegung und nächste Schritte

Der Deal bringt Bewegung in einen von Qualcomm dominierten Markt. Die ersten mit Samsung-Modems ausgestatteten Robotaxis sollen noch in der ersten Hälfte 2026 in Texas auf die Straße kommen. Nach dieser Testphase in der gewerblichen Flotte plant Tesla, die Chips auch in seine Massenmodelle wie Model 3 und Model Y zu integrieren.

Das Rennen um die Vorherrschaft im autonomen Fahren ist in vollem Gange. 2026 gilt als potenzielles Schlüsseljahr für den Durchbruch. Indem Tesla seine technologische Basis mit Partnern wie Samsung absichert und verbreitert, positioniert sich das Unternehmen entschlossen für die geplante Revolution im Personentransport.

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