Tesla setzt auf Roboter und autonomes Fahren
25.01.2026 - 10:31:12Tesla treibt seine Zukunftstechnologien mit neuen Meilensteinen voran – und befeuert damit die Aktie. Während die Robotaxi-Flotte in Texas erstmals ohne Fahrer im Auto unterwegs ist, konkretisiert Konzernchef Elon Musk den Zeitplan für den humanoiden Roboter Optimus.
Die Aktie des Elektroauto-Pioniers legte in der vergangenen Woche fast sieben Prozent zu. Auslöser waren zwei strategische Ankündigungen: der Start des „fahrerlosen“ Robotaxi-Betriebs in Austin und ein detaillierter Zeitplan für die Vermarktung des Tesla-Roboters Optimus. Die Entwicklungen signalisieren, dass das Unternehmen seine langjährigen Versprechen in den Bereichen künstlicher Intelligenz und Robotik nun in die kommerzielle Phase überführen will.
Robotaxis fahren in Austin – doch mit Sicherheitsnetz
Ein psychologisch wichtiger Schritt gelang Tesla vergangene Woche in Texas. CEO Elon Musk verkündete, dass die Robotaxi-Flotte in Austin nun ohne Sicherheitsfahrer im Fahrzeug unterwegs sei. Dies markiert einen Fortschritt für das „Full Self-Driving“-System (FSD).
Doch der Begriff „fahrerlos“ ist mit einer wichtigen Einschränkung versehen. Wie Fachmedien wie Electrek berichten, fährt den autonom fahrenden Fahrzeugen ein „Verfolgungsauto“ (Chase Car) hinterher, in dem sich die Sicherheitsüberwacher befinden. Diese können im Notfall eingreifen. Es handelt sich also nicht um einen vollständig unbeaufsichtigten Betrieb, sondern um eine Übergangslösung.
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Technisch rüstet Tesla seine Taxis auf. Beobachter entdeckten an den in Austin eingesetzten Fahrzeugen neu installierte Kamera-Reinigungssysteme an den Seiten- und Heckkameras. Diese Waschanlagen sind für den rein kamerabasierten FSD-Ansatz des Unternehmens entscheidend, da sie Verschmutzungen automatisch beseitigen – eine Grundvoraussetzung für einen zuverlässigen, rund um die Uhr verfügbaren Dienst.
Optimus: Verkauf an Privatkunden ab 2027 geplant
Parallel zum autonomen Fahren gab Musk auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine konkretere Roadmap für den humanoiden Roboter Optimus bekannt. Das Ziel: Verkäufe an die breite Öffentlichkeit sollen bis Ende 2027 starten.
Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Während die Roboter in Teslas eigenen Fabriken derzeit einfache Aufgaben übernehmen, sollen sie bis Ende 2026 für komplexere industrielle Tätigkeiten einsatzbereit sein. Um diese Skalierung zu ermöglichen, hat Tesla laut Lieferkettenanalysten umfangreiche Bestellungen für lineare Aktuatoren – die „Muskeln“ des Roboters – beim chinesischen Zulieferer Sanhua Intelligent Controls aufgegeben. Diese Teile sind für die geplante „Optimus V3“-Generation bestimmt und deuten auf den Beginn einer Serienproduktion hin.
Bereits in der zweiten Hälfte 2026 will Tesla erste Optimus-Einheiten an gewerbliche Partner ausliefern. Die Ankündigung eines konkreten Verkaufsdatums ist auch für Musks Vergütung relevant, die zunehmend an die kommerziellen Erfolge der Robotik-Sparte geknüpft ist.
Märkte belohnen die Fortschritte
Die Ankündigungen wirkten wie ein Adrenalin-Schub für die Tesla-Aktie (TSLA). Nach einem schwachen Start in die Woche bei rund 419 US-Dollar schoss der Kurs nach den News aus Davos und Austin auf über 449 Dollar am Freitag. Die knapp siebenprozentige Erholung zeigt, dass Investoren trotz der bekannten Herausforderungen – wie dem Chase-Car-Kompromiss – weiterhin an die langfristige Technologievision des Unternehmens glauben.
Der Blick nach vorn: Regulierung und Expansion
Die nächsten großen Hürden sind regulatorischer und technischer Natur. Bevor die Chase Cars verschwinden können, muss das FSD-System seine Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Gleichzeitig arbeitet Tesla an der internationalen Expansion seiner Software.
Marktdaten deuten darauf hin, dass das Unternehmen mit einer Zulassung für die FSD-Technologie in Europa bis Februar 2026 rechnet. Diese würde einen lukrativen neuen Markt für Teslas hochpreisige Software-Updates erschließen und könnte stagnierende Wachstumsraten beim Fahrzeugverkauf ausgleichen.
Für die kommenden Monate wird die Branche genau beobachten, wie der Übergang von der physischen Begleitung hin zur echten Fernüberwachung gelingt und ob die ersten Optimus-Roboter bei externen Partnern wie versprochen ihre Arbeit aufnehmen.
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