Tesla schafft Einmalkauf für autonomes Fahren ab
14.01.2026 - 10:14:12Tesla stellt den Einmalkauf seines autonomen Fahrsystems FSD ein und setzt künftig voll auf ein Abo-Modell. Die Strategieänderung soll stabile Einnahmen sichern und die Expansion vorantreiben.
Ab Mitte Februar 2026 können neue Kunden in den USA die Full Self-Driving (FSD)-Funktionen nur noch per monatlichem Abonnement beziehen. Der bisherige Einmalkauf für 8.000 US-Dollar entfällt dann. Bestandskunden, die die Lizenz bereits gekauft haben, sollen ihre lebenslange Nutzung behalten. Aktuell kostet das FSD-Abo 99 Dollar monatlich.
Strategiewechsel zu wiederkehrenden Einnahmen
Die Umstellung auf ein reines Software-as-a-Service (SaaS)-Modell markiert einen strategischen Wendepunkt. Tesla verspricht sich davon eine verlässliche, wiederkehrende Einnahmequelle, unabhängig von den schwankenden Fahrzeugauslieferungen. Für die Bewertung des Unternehmens an der Börse ist dieser Schritt entscheidend. Analysten stufen Tesla längst nicht mehr nur als Autobauer, sondern vor allem als Technologiekonzern ein.
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Der niedrigere Einstiegspreis könnte zudem neue Kunden gewinnen. Die hohe Einmalzahlung von 8.000 Dollar schreckte viele bisher ab. Wer sein Fahrzeug jedoch länger als etwa sieben Jahre behalten wollte, für den war der Kauf finanziell vorteilhafter.
Flexibilität für Kunden, Klarheit für Tesla
Das Abo-Modell bietet Kunden mehr Flexibilität. Sie können den Dienst für bestimmte Monate, etwa während einer Urlaubsreise, buchen und wieder kündigen. Für Tesla vereinfacht es die Expansion in internationale Märkte wie China, wo 2026 eine regulatorische Zulassung für FSD erwartet wird. Preise und Funktionsumfang lassen sich so leichter an lokale Gegebenheiten anpassen.
Gleichzeitig beendet Tesla mit diesem Schritt die Übertragbarkeit der FSD-Lizenz auf ein neues Fahrzeug für künftige Kunden. Bisher gab es zeitlich begrenzte „Amnestie“-Fenster für diesen Transfer. Diese Bindung an die Marke entfällt damit.
Druck durch Regulierer und Erwartungen
Der Strategiewechsel erfolgt in einer heiklen Phase. US-Behörden wie die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) verschärfen die Aufsicht über Teslas Assistenzsysteme. Das Abo-Modell erlaubt es Tesla, FSD als einen sich ständig weiterentwickelnden Dienst zu positionieren, der regelmäßige Sicherheitsupdates beinhaltet.
Die monatliche Gebühr erhöht jedoch den Erwartungsdruck. Kunden tolerieren kaum Stillstand bei der Entwicklung, wenn sie dauerhaft zahlen. Die geplanten Projekte Cybercab (Roboter-Taxi) und der Optimus-Roboter sind für die weitere Bewertung des Konzerns entscheidend. Branchenbeobachter erwarten langfristig gestaffelte Abo-Modelle, etwa einen separaten Tarif für gewerbliche Robotaxi-Flotten.
Für Verbraucher, die Software lieber besitzen als mieten, bleibt nur ein kurzes Zeitfenster: Bis zum 14. Februar 2026 kann die lebenslange FSD-Lizenz noch gesichert werden. Danach ist die Ära des Einmalkaufs bei Tesla endgültig vorbei.
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