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Tesla plant Verkauf von Optimus-Roboter ab 2027 und erwartet FSD-Zulassung in Europa

24.01.2026 - 06:40:12

Elon Musk stellt auf dem Weltwirtschaftsforum einen konkreten Zeitplan für den humanoiden Roboter vor und rechnet mit einer europäischen Genehmigung für das autonome Fahrsystem im Februar 2026.

Tesla-Chef Elon Musk kündigt in Davos den Start des humanoiden Roboters Optimus für 2027 und eine baldige Zulassung der Vollautonomie in Europa an. Die Ankündigungen markieren eine strategische Neuausrichtung des Elektroauto-Pioniers hin zu Robotik und Künstlicher Intelligenz als neue Wachstumssäulen.

Humanoid Roboter soll ab 2027 an Privatkunden gehen

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos legte Elon Musk erstmals einen konkreten Zeitplan für die Kommerzialisierung des Optimus-Roboters vor. Verkaufsstart für die Öffentlichkeit soll Ende 2027 sein – vorausgesetzt, Tesla ist bis dahin von Sicherheit, Zuverlässigkeit und Funktionsumfang überzeugt. Bereits heute kommen die humanoiden Roboter in Teslas eigenen Fabriken für einfache Aufgaben zum Einsatz. Bis Ende 2026 soll deren Aufgabenspektrum deutlich komplexer werden.

Die Strategie ist klar: Bevor Optimus und das neue Cybercab-Fahrzeug in größerem Stil produziert werden, steht die Perfektionierung im Vordergrund. Analysten sehen enormes Potenzial, sollte der Launch gelingen. Die Roboter könnten nicht nur die industrielle Fertigung und Logistik revolutionieren, sondern auch im Pflegebereich oder als Haushaltshilfen eingesetzt werden. Allerdings bleibt der Zeitplan ambitioniert. Vergangene Demonstrationen ließen zudem vermuten, dass die Roboter teilweise ferngesteuert wurden – ein Hinweis auf die technischen Hürden, die es noch zu überwinden gilt.

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Vollautonomes Fahren steht vor europäischer Zulassung

Noch direkter sind die Marktauswirkungen bei Teslas autonomem Fahrsystem Full Self-Driving (FSD). Musk zeigte sich zuversichtlich, dass die „überwachte“ FSD-Version bereits im Februar 2026 eine regulatorische Genehmigung in Europa und möglicherweise China erhalten könnte. Dies wäre ein Meilenstein, der Tesla den Zugang zu einem riesigen Markt für hochprofitabele Software-Dienste eröffnet.

Bisher scheiterte die Einführung in Europa an einem komplexen und strengeren regulatorischen Umfeld als in den USA. Seit über einem Jahr führt Tesla intensive Gespräche mit europäischen Behörden, hat Demos in mehreren EU-Staaten durchgeführt und detaillierte Sicherheitsberichte vorgelegt. Eine Schlüsselrolle spielt die niederländische Zulassungsbehörde RDW. Allerdings betonte diese Ende 2025, der Februar-Termin sei zunächst eine Bewertungsfrist für Tesla, um die Konformität nachzuweisen – keine Garantie für eine Freigabe.

Strategischer Schwenk unter Druck

Die Doppelankündigung unterstreicht Teslas Erzählung, künftig mehr als nur ein Autobauer zu sein. Das Unternehmen positioniert sich als Vorreiter für autonome KI und Robotik. Diese Vision gewinnt an Dringlichkeit, da der Autobauer im Elektroauto-Geschäft unter Druck geraten ist: Die Auslieferungen sind rückläufig, und der chinesische Rivale BYD hat Tesla als weltgrößten EV-Hersteller abgelöst.

Eine FSD-Freigabe in Europa wäre ein Signal für den gesamten Kontinent. Sie würde den Wettbewerbsdruck auf andere Auto- und Technologiekonzerne erhöhen, ihre eigenen autonomen Systeme zu beschleunigen. Für die Robotik-Branche könnte Teslas Einstieg in den humanoiden Markt Investitionen und Innovationen befeuern.

Was kommt als Nächstes?

Die kommenden Monate werden entscheidend. Im Fokus steht zunächst die europäische Regulierung im Februar. Eine Zulassung würde wahrscheinlich einen gestaffelten Rollout von FSD auf dem Kontinent auslösen. Für Optimus ist der Weg länger. Bis zum angepeilten Start 2027 wird Tesla die Fähigkeiten des Roboters in öffentlichen Demos zeigen müssen und die Serienproduktion hochfahren. Der interne Einsatz in den eigenen Fabriken gilt als wichtiger Gradmesser für die Marktreife. Trotz anhaltender Skepsis hat Musk in Davos klar gemacht: Humanoide Roboter sind Kern von Teslas Langfriststrategie.

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