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Tesla Model S meistert legendäre US-Überlandfahrt voll autonom

24.01.2026 - 23:04:12

Ein Tesla Model S hat die legendäre US-Überlandstrecke erstmals komplett ohne Fahrereingriff bewältigt und zeigt so die Reife der FSD-Technologie unter winterlichen Bedingungen.

Ein Tesla Model S hat erstmals die berühmte US-Überlandstrecke von Küste zu Küste vollständig ohne menschliches Eingreifen bewältigt. Die Fahrt markiert einen Meilenstein für autonomes Fahren im realen Straßenverkehr.

Die 4.958 Kilometer lange Strecke von Los Angeles nach New York absolvierte das Elektroauto in 58 Stunden und 22 Minuten – komplett gesteuert von Teslas Full Self-Driving (FSD)-Software. Ein Team um den Autoexperten Alex Roy führte die historische Fahrt diese Woche durch. Das Fahrzeug, ein Model S Baujahr 2024 mit HW4-Hardware, navigierte selbstständig über Autobahnen, wechselte Spuren und meisterte komplexe Kreuzungen.

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Winterliche Bedingungen als Härtetest

Besonders bemerkenswert: Die Reise fand mitten im Winter statt. Das FSD-System bewältigte extreme Wetterbedingungen mit Kälte, Schnee, Eis und Regen. „Das System hat von Anfang bis Ende alle Fahraufgaben übernommen“, bestätigte Roy. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei etwa 103 km/h, inklusive etwa zehn Stunden Ladestopps.

Dieser Erfolg steht im Kontrast zu früheren Versuchen. Bereits im Dezember 2024 benötigte ein ähnlicher Test noch 32 menschliche Eingriffe. Ein weiterer Versuch im Februar 2025 musste wegen extremen Wetters abgebrochen werden.

Erfüllung einer alten Ankündigung

Die gelungene Fahrt erfüllt ein Versprechen von Tesla-CEO Elon Musk aus dem Jahr 2016. Damals sagte er voraus, dass ein Tesla bis Ende 2017 selbstständig von Küste zu Küste fahren könne. Obwohl dieser Zeitplan nicht eingehalten wurde, zeigt die aktuelle Demonstration den technologischen Fortschritt.

Musk würdigte den Erfolg auf der Plattform X mit einer Gratulation. Erst kürzlich hatte ein anderer Tesla-Enthusiast eine ähnliche Strecke ohne Eingriffe absolviert, allerdings mit Ziel in South Carolina – nicht im traditionellen New Yorker Ziel der legendären Cannonball Run.

Was bedeutet das für die Branche?

Die erfolgreiche Überlandfahrt demonstriert die rapide Entwicklung von Teslas Autonomietechnologie. Tausende Kilometer öffentlicher Straßen unter schwierigen Bedingungen ohne menschliche Steuerung zu meistern, zeigt neue Zuverlässigkeitsstandards.

Dennoch bleibt FSD ein Level-2-Assistenzsystem. Der Fahrer muss jederzeit aufmerksam bleiben und eingreifen können. Der Erfolg bedeutet nicht den Durchbruch zu vollautonomen Level-4- oder Level-5-Fahrzeugen, die komplett ohne Aufsicht auskommen.

Nur Kameras wurden gereinigt

Laut Berichten waren die einzigen manuellen Tätigkeiten während der Stopps das Reinigen der Fahrzeugkameras. Das visionbasierte System benötigt klare Sicht für optimale Performance. Diese Abhängigkeit von visuellen Sensoren unterscheidet Teslas Ansatz von Konkurrenzsystemen, die oft auf zusätzliche Lidar-Sensoren setzen.

Die Branche wird nun beobachten, wie wiederholbar und skalierbar dieser Erfolg ist. Die Reduzierung der Fahrzeiten und die Verbesserung in Extremfällen stehen ebenso auf der Agenda wie die Sammlung weiterer Millionen Testkilometer.

Die gelungene Cannonball Run nährt die Debatte über den Zeitplan für Robotaxi-Dienste und die Zukunft persönlicher Mobilität. Sie setzt einen neuen Maßstab und bringt Teslas Vision vom vollautonomen Fahren einen Schritt näher.

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