Tesla FSD: Neues Update meistert Schnee – Entscheidung in Europa steht bevor
19.01.2026 - 18:32:12Tesla rollt ein neues Software-Update für sein assistiertes Fahren aus, das vor allem bei Schnee und Eis überzeugen soll. Der Zeitpunkt ist strategisch: Der Autobauer will im Februar in den Niederlanden die entscheidende Zulassung für Europa erreichen.
Das Update auf Version 14.2.2.3 von Full Self-Driving (Supervised) bringt laut ersten Nutzerberichten spürbare Verbesserungen bei schwierigen Wetterbedingungen. Das System soll sich nun sicherer auf verschneiten Straßen bewegen können. Diese Fähigkeit ist ein Schlüsselfaktor für den Markterfolg in Nordeuropa und ein wichtiges Argument im laufenden Zulassungsprozess.
Der Weg zur europäischen Zulassung führt über die Niederlande
Teslas Fokus liegt derzeit voll auf der Regulierung. Das Unternehmen peilt für Februar 2026 eine nationale Ausnahmegenehmigung in den Niederlanden an. Die dortige Zulassungsbehörde RDW bestätigt zwar einen Zeitplan mit Tesla, betont aber: Der Februar-Termin ist eine Zielmarke für den Nachweis der Sicherheit, keine Garantie für eine Freigabe. Die Sicherheit bleibe das oberste Gebot.
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Um die Behörden zu überzeugen, hat Tesla nach eigenen Angaben über eine Million Testkilometer in 17 europäischen Ländern gesammelt. Parallel startete der Konzern eine PR-Offensive: In Ländern wie Deutschland, Frankreich und der Schweiz können Interessierte seit Ende 2025 bei Begleitfahrten mit einem Tesla-Mitarbeiter am Steuer das System aus der Beifahrerperspektive erleben.
Update ist technischer und geschäftlicher Schritt zugleich
Das neue Software-Update, obwohl in den offiziellen Notizen kaum beschrieben, ist mehr als nur eine kleine Verbesserung. Es demonstriert Fortschritte in einem für Europa kritischen Bereich. Tesla hatte bereits für den Sprung von Version 12 auf 14 eine 40-prozentige Verbesserung bei geringer Griffigkeit angekündigt. Die nun beobachtete Schneetauglichkeit baut darauf auf.
Gleichzeitig ändert Tesla sein Geschäftsmodell. Ab Mitte Februar wird das FSD-Paket nur noch als Abonnement angeboten. Die hohe Einmalkaufsumme entfällt. Sobald das System in Europa zugelassen ist, könnte diese monatliche Gebühr die Hemmschwelle für Kunden senken und die Verbreitung beschleunigen.
Was kommt nach der möglichen Freigabe?
Die unmittelbare Zukunft von FSD in Europa hängt am Urteil der niederländischen RDW im Februar. Eine positive Entscheidung wäre ein Durchbruch, der einen Dominoeffekt in der EU auslösen könnte. Denn Mitgliedsstaaten können eine niederländische Ausnahmegenehmigung anerkennen.
Die derzeit diskutierte Zulassung betrifft jedoch vorwiegend Autobahnfunktionen wie automatische Spurwechsel. Der nächste regulatorische Meilenstein sind Stadtfahrten. Eine UNECE-Arbeitsgruppe berät über Regeln für komplexe urbane Umgebungen. Diese Entscheidungen werden den langfristigen Rahmen für assistiertes Fahren in Europa setzen.
Mit dem Update und der Zulassungsoffensive zeigt Tesla klaren Willen. Der Konzern verbessert die Technik für die Nutzer – und liefert gleichzeitig Argumente für die Regulierer, die den Zugang zu einem der wichtigsten Automärkte der Welt kontrollieren.
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