Tesla, Cybercab

Tesla Cybercab: Testflotte wächst, Markenrechte schwinden

07.01.2026 - 17:43:12

Tesla intensiviert Testfahrten für den geplanten Robotaxi-Start im April, während ein Markenrechtsstreit mit einem französischen Unternehmen den Namen Cybercab gefährdet.

Tesla treibt die Vorbereitungen für seinen Robotaxi-Start im April voran, während eine Markenrechts-Klage den Namen “Cybercab” gefährdet.

Während die Testflotte des autonomen Fahrzeugs in den USA deutlich ausgebaut wird, muss sich der Elektroauto-Pionier mit einem unerwarteten Hindernis auseinandersetzen: Das US-Patentamt hat den Antrag auf die Marke “Cybercab” ausgesetzt. Grund ist ein früherer Antrag eines französischen Getränkeherstellers. Diese Doppelmeldung aus Technik und Justiz zeigt Tesla in der entscheidenden Phase vor dem geplanten Produktionsstart.

Testfahrten in Overdrive: Finale Vorbereitungen laufen

Die Prioritäten sind klar. Tesla konzentriert sich auf die operative Umsetzung. Seit Anfang dieser Woche rollen deutlich mehr Testeinheiten des zukunftsweisenden Robotaxis durch Austin, Texas, und die Bay Area in Kalifornien. Die Fahrzeuge, die ohne Lenkrad und Pedale auskommen, validieren die finale Version der Full Self-Driving (FSD)-Software.

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Der Standort ist strategisch gewählt. Austin beherbergt die Gigafactory Texas, wo der Cybercab produziert werden soll. Die Bay Area mit ihrem dichten und unberechenbaren Verkehr dient als ultimativer Stresstest für die autonome Technologie. Die gesammelten Daten fließen direkt in die Feinkalibrierung der Software und der Produktionslinien ein. Die zügige Expansion der Flotte deutet darauf hin, dass das Unternehmen seinen ambitionierten Zeitplan für April einhalten will.

Markenstreit: Französische Firma schlägt Tesla zuvor

Doch parallel zu den technischen Fortschritten droht ein Imageschaden. Das US-Patentamt (USPTO) bestätigte diese Woche die Aussetzung von Teslas Markenanmeldung für “Cybercab”. Der Grund ist banal wie folgenreich: Das französische Unternehmen Unibev reichte seinen Antrag auf den Namen bereits Ende Oktober 2024 ein – etwa zwei Wochen vor Tesla.

Das ist pikant. Denn Tesla-Chef Elon Musk hatte den Namen “Cybercab” bereits am 10. Oktober 2024 auf der “We, Robot”-Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Die verspätete rechtliche Absicherung erweist sich nun als strategischer Fehler. Nach US-Markenrecht hat üblicherweise der frühere Anmelder Vorrang.

Tesla steht nun vor einer kostspieligen Wahl. Das Unternehmen kann versuchen, die Rechte von Unibev zu kaufen – was angesichts der bereits etablierten Produktbekanntheit einen hohen Preis haben dürfte. Die Alternative wäre eine überstürzte Umbenennung des Fahrzeugs, nur Wochen vor dem Launch. Namen wie “Cyber-Taxi” oder “Robo-Cab” kursieren bereits in der Branche. Ein solcher Schritt würde massive Anpassungen im Marketing und bei den Verbrauchern erfordern.

Zeitplan unter Druck: April 2026 als festes Ziel

Trotz der Unsicherheit um den Namen hält Tesla am Produktionsstart im April 2026 fest. Diese Timeline, zuletzt auf der Aktionärsversammlung 2025 bekräftigt, ist äußerst ambitioniert. In der Gigafactory Texas laufen bereits die Vorbereitungen für die Serienfertigung.

Das Ziel ist revolutionär: Mit einem neuartigen “unboxed”-Produktionsverfahren will Tesla die Kosten unter 30.000 US-Dollar drücken und in Spitzenzeiten ein Fahrzeug alle zehn Sekunden vom Band laufen lassen. Eine Verzögerung würde die Wachstumsprognosen des Unternehmens für 2026 und 2027 erheblich belasten. Der Cybercab gilt als entscheidender Katalysator für die nächste Wachstumsphase, jenseits der etablierten Modelle 3 und Y.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Lage ist zwiespältig. Der sichtbare Fortschritt bei den Testfahrten nährt die Hoffnung auf einen pünktlichen Start. Der Markenrechts-Streit offenbart dagegen potenzielle Schwächen im Risikomanagement bei Produktlaunches.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Tesla muss die Markenfrage klären, bevor die Marketingmaschinerie anläuft. Gleichzeitig müssen die Daten aus Texas und Kalifornien beweisen, dass die Software tatsächlich bereit für den fahrerlosen Einsatz ist. Der Countdown bis April läuft – und die ganze Branche beobachtet, ob Tesla diese letzten Hürden nimmt und sein Versprechen eines revolutionären Robotaxi-Netzes einlösen kann.

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