Tesla-Chef, Musk

Tesla-Chef Musk prophezeit Ära der Roboter-Überzahl

23.01.2026 - 00:44:12

Tesla-CEO Elon Musk sieht in KI und Robotik den Weg zur Überflussgesellschaft. Sein humanoider Roboter Optimus könnte ab 2027 verkauft werden, doch der Produktionshochlauf bleibt eine Herausforderung.

Tesla-CEO Elon Musk hat auf dem Weltwirtschaftsforum eine Zukunft künstlicher Intelligenz und humanoiden Robotern skizziert, die die Menschheit zahlenmäßig überflügeln sollen. In einer überraschenden Rede vor der Elite in Davos sagte der Tech-Milliardär eine Ära beispiellosen Wohlstands voraus.

Musk, der das Treffen in der Schweiz früher stets kritisiert hatte, trat im Gespräch mit BlackRock-Chef Larry Fink auf. Seine Vision: Die Kombination aus KI und Robotik sei der realistischste Weg, die globale Armut zu besiegen. In diesem „wohlwollenden Szenario“ würden Güter und Dienstleistungen so reichlich verfügbar, dass die Menschheit kaum noch Aufgaben für die Maschinen finden könne.

Optimus: Vom Werkstatt-Helfer zum Massenprodukt

Im Zentrum stand Teslas humanoider Roboter Optimus. Musk gab erstmals einen konkreten Zeitplan bekannt. Ein Verkauf an die breite Öffentlichkeit sei Ende 2027 möglich. Bereits heute verrichteten erste Einheiten einfache Aufgaben in Teslas Fabriken. Bis Ende 2026 sollten sie komplexere Tätigkeiten übernehmen.

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Die Entscheidung für den Verkauf hänge von hoher Zuverlässigkeit, Sicherheit und Funktionalität ab. Für Musk ist Optimus langfristig bedeutender als das Autogeschäft. Die Roboter könnten immensen wirtschaftlichen Wert schaffen. Doch warnte er auch: Der Produktionshochlauf für Optimus und das geplante Cybercab-Robotaxi werde „quälend langsam“ sein.

KI als Turbo für die Weltwirtschaft

Musks Vision geht über reine Automatisierung hinaus. Eine nahezu kostenlose, allgegenwärtige KI könne die Weltwirtschaft in nie dagewesene Dimensionen treiben. Dieser Produktivitätsschub sei der Motor des künftigen Überflusses.

Dafür brauche es gewaltige Energiemengen. Teams bei Tesla und SpaceX arbeiteten daran, in den USA jährlich 100 Gigawatt Solarenergie zu produzieren. Dieses Ziel wolle man in etwa drei Jahren erreichen.

Boom unter Vorbehalt: Die Herausforderungen

Der Weg in diese Zukunft ist jedoch steinig. Musk rechnet damit, dass KI noch in diesem Jahr oder spätestens 2027 die Intelligenz eines einzelnen Menschen übertrifft. Bis 2030 oder 2031 könnte sie klüger sein als die gesamte Menschheit. Diese Macht birgt erhebliche Risiken.

Die Branche entwickelt sich rasant. Während Tesla im Rampenlicht steht, setzt der chinesische Baumaschinenhersteller Zoomlion humanoide Roboter bereits ein, um alle sechs Minuten einen Bagger zu produzieren. Auch Boston Dynamics plant erste Einsätze seines Atlas-Roboters für 2026.

Analysten bleiben vorsichtig optimistisch. Die Investmentbank Morgan Stanley hält den humanoiden Robotermarkt bis 2050 für billionenschwer. Bis Ende dieses Jahrzehnts dürften in den USA aber weniger als eine Million Einheiten verkauft werden. Laut dem Forschungsunternehmen Gartner werden bis 2028 weniger als 20 Firmen humanoide Roboter in die Serienproduktion für Fertigung und Logistik bringen. Die meisten Einsätze blieben in streng kontrollierten Umgebungen.

Der Countdown läuft

Die kommenden Jahre werden entscheidend. Tesla will die Serienproduktion des Cybercab 2026 starten, für Optimus ist der Beginn gegen Jahresende geplant. Ob das Unternehmen den langsamen Produktionshochlauf meistert, wird ein Gradmesser für die Machbarkeit seiner ehrgeizigen Ziele sein.

Musks Prognose einer von Robotern dominierten Überfluss-Gesellschaft markiert einen tiefgreifenden Wandel. Sein Auftritt in Davos richtete den Scheinwerfer auf das transformative Potenzial von KI und Robotik – als zentrale Triebkräfte der globalen Wirtschaft für die kommenden Jahrzehnte. Die Welt wird gespannt verfolgen, ob diese Vision einer automatisierten Zukunft Wirklichkeit wird.

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